In den aktuellen XRP News gibt es einen regulatorischen Durchbruch: Ripple hat von der luxemburgischen Finanzaufsicht Commission de Surveillance du Secteur Financier (CSSF) ein vorläufiges „Green Light Letter“ für die Lizenz als Crypto Asset Service Provider (CASP) erhalten. Diese Entscheidung, die am 23. Juni 2026 bekannt gegeben wurde, erfolgt im Rahmen der umfassenden MiCA-Regulierung (Markets in Crypto Assets) der Europäischen Union.
Das Wichtigste im Überblick:
- Ripple erhält von der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF grünes Licht für eine CASP-Lizenz, die alle 30 Länder des EWR abdeckt.
- Die Genehmigung erfolgt nur acht Tage vor der harten MiCA-Frist am 1. Juli 2026, wodurch sich Ripple einen massiven Wettbewerbsvorteil sichert.
- Zusammen mit der bestehenden EMI-Lizenz können europäische Institutionen künftig auf Ripples gesamtes Zahlungs-Stack zugreifen und den Stablecoin RLUSD nutzen.
Die Genehmigung unterliegt zwar noch finalen Bedingungen, deckt jedoch alle 30 Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ab. Das Timing ist entscheidend: Die Zusage erfolgt nur acht Tage vor der harten Deadline am 1. Juli 2026. Nach diesem Datum verstoßen nicht lizenzierte Kryptofirmen, die in der EU tätig sind, gegen die MiCA-Vorschriften.
Diese positiven Nachrichten für Ripple wurden veröffentlicht, während der XRP-Kurs über Nacht um 2,9 % nachgab. Inmitten einer allgemeinen Marktschwäche notiert der Token derzeit direkt an einer Unterstützung bei 1,10 $, bei einem täglichen Handelsvolumen von 1,56 Mrd. $.
Ripple Lands MiCA License In Luxembourg To Serve All 30 EEA Countries
Ripple (@Ripple) has received preliminary CASP approval from Luxembourg's financial regulator, the CSSF, under the EU's MiCA framework.
The green light gives Ripple regulated access to all 30 European… pic.twitter.com/2R119uGJZe
— BSCN (@BSCNews) June 23, 2026
Was die CASP-Lizenz für Ripple ermöglicht
Die CASP-Lizenz autorisiert Unternehmen dazu, Krypto-Dienstleistungen wie den Tausch, Transfer und die Verwahrung von digitalen Assets im Auftrag von Kunden anzubieten. Für Ripple ist dies der zweite Teil einer zweistufigen regulatorischen Struktur, die das Unternehmen in Luxemburg aufgebaut hat.
In Kombination mit der bereits bestehenden Lizenz als E-Geld-Institut (EMI) in der EU bedeutet dies, dass europäische Banken, Fintechs und Unternehmen erstmals über eine einzige Integration auf das gesamte Zahlungs-Stack von Ripple zugreifen können – von der Einzahlung über den Umtausch bis hin zur Auszahlung.
Diese Kombination ist besonders relevant für RLUSD, den Stablecoin von Ripple. Laut DeFiLlama waren im ersten Quartal 2026 bereits mehr als 300 Mio. $ im Umlauf. Die duale Zulassung durch EMI und CASP schafft einen klaren Weg für europäische Kunden, RLUSD unter dem MiCA-Regelwerk für Stablecoins auszugeben und einzulösen.
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Ripple Payments, die Plattform für grenzüberschreitende Krypto-Zahlungen, die diese Dienste untermauert, hat laut Ripple bis heute ein Volumen von mehr als 100 Mrd. $ verarbeitet und ist in über 60 Märkten weltweit aktiv.
Wichtig ist, dass die Genehmigung vorläufiger Natur ist. Ein „Green Light Letter“ signalisiert, dass die CSSF die wesentlichen Anforderungen als erfüllt ansieht. Die vollständige Autorisierung – und damit die Möglichkeit, Dienstleistungen offiziell per „Passporting“ im gesamten EWR anzubieten – folgt erst, wenn alle verbleibenden Bedingungen erfüllt sind. Ripple durchlief diesen Prozess bereits bei der EMI-Lizenz: Grünes Licht im Januar 2026, gefolgt von der finalen Zulassung am 2. Februar 2026.
GM CT!$XRP is approaching a long-term descending trendline that has acted as a key reaction zone multiple times before.
A successful defense here could spark a strong reversal, while a breakdown may open the door to lower levels. 📈 pic.twitter.com/ipTxBBBrPc
— Crypto Coral (@Crypt0_Coral) June 23, 2026
XRP News: Strategisches Timing vor der MiCA-Frist
Die CASP-Regeln der MiCA traten am 30. Dezember 2024 in Kraft, wobei eine Übergangsfrist bis zum 1. Juli 2026 gewährt wurde. Bis Mitte 2026 hatten rund 83 % der EU-Kryptofirmen noch keine MiCA-Lizenz erhalten. Ripple gehört damit zu den etwa 210 konformen Unternehmen, was dem Konzern einen deutlichen Wettbewerbsvorteil im Bereich der institutionellen Krypto-Regulierung in der EU verschafft.
Cassie Craddock, Managing Director für Großbritannien und Europa bei Ripple, betonte die steigende institutionelle Nachfrage, da Banken und Fintechs verstärkt Kapazitäten für digitale Assets aufbauen. Ripples europäischer Partner, AMINA EU, erhielt seine CASP-Lizenz bereits im Oktober 2025 von der österreichischen FMA, was die Kundenbasis von Ripple weiter stärkte.
Matthew Osborne, Head of Policy für Großbritannien und Europa bei Ripple, lobte das regulatorische Umfeld in Luxemburg und hob dessen Expertise bei grenzüberschreitenden Finanzdienstleistungen hervor.
Die globale Lizenzierungsstrategie von Ripple hat mittlerweile zu über 75 Lizenzen geführt, darunter die EMI-Lizenz und die Registrierung als Krypto-Dienstleister bei der britischen FCA im Januar 2026. Während Ripple Fortschritte macht, bleiben die Herausforderungen unter MiCA für viele EU-Kryptofirmen je nach Geschäftsmodell und regulatorischem Hintergrund weiterhin groß.
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