Die Kryptowährungen präsentieren sich in den letzten 24 Stunden etwas fester. Vor allem bei Bitcoin zeigt sich erneut Momentum: Die größte Kryptowährung springt über die Marke von 81.000 US-Dollar und erreicht damit den höchsten Stand seit rund vier Monaten. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich die wochenlange Seitwärtsbewegung mittelfristig auflöst.

Anders sieht es jedoch bei XRP aus. Der Altcoin bleibt hinter der Marktdynamik zurück, verliert leicht um rund 1 Prozent und stagniert weiterhin bei etwa 1,40 US-Dollar. Damit notiert XRP noch immer mehr als 60 Prozent unter seinem Allzeithoch – eine enttäuschende Entwicklung, während andere große Coins anziehen. Was zeigt uns die Ripple Prognose?

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin springt über 81.000 US-Dollar, keine Dynamik bei XRP.
  • Futures-Daten zeigt kaum Verkaufsdruck, XRP stabilisiert sich in Seitwärtsbewegung.
  • Leichte Erholung bei Aktivität, XRP-Adressen auf geringem Niveau.

XRP Analyse: Geringer Abwärtsdruck trotz schwacher Performance

Die vorliegenden Daten aus dem Futures-Markt zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild für XRP. Zwar fehlt es aktuell klar an Aufwärtsdynamik, doch gleichzeitig bleibt auch der Verkaufsdruck überraschend begrenzt. Auffällig ist insbesondere, dass die Zahl der Short-Positionen kaum zunimmt. Das deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer trotz der jüngsten Schwäche nicht verstärkt auf fallende Kurse setzen.

Parallel dazu zeigt die Entwicklung der Netto-Positionen, dass Long-Positionen weiterhin dominieren oder zumindest stabil bleiben. Selbst nach kleineren Rücksetzern – etwa im Zuge makroökonomischer Unsicherheiten wie geopolitischer Spannungen – kommt es nicht zu einer aggressiven Kapitulation im Markt. Vielmehr scheint XRP aktuell in einer Art Gleichgewicht zu verharren, in dem weder Bullen noch Bären klare Kontrolle haben.

Diese Konstellation spricht dafür, dass das Risiko einer stärkeren Abwärtsbewegung kurzfristig begrenzt sein könnte. Denn ein nachhaltiger Abverkauf benötigt in der Regel steigenden Pessimismus und zunehmende Short-Positionierungen – beides ist derzeit nicht klar erkennbar. Stattdessen bleibt die Marktstruktur relativ stabil. Sollte sich das allgemeine Krypto-Momentum – insbesondere bei Bitcoin – weiter verstärken, könnte XRP mittelfristig davon profitieren und aus der aktuellen Lethargie ausbrechen.

Netzwerkaktivität bei XRP bleibt schwach – erste Erholung erkennbar

Ein Blick auf die On-Chain-Daten zeigt, dass die Aktivität im XRP-Netzwerk weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau verharrt. Die Kennzahl „Active Addresses“ misst die Anzahl der eindeutigen Wallets, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums Transaktionen senden oder empfangen. Sie gilt als wichtiger Indikator für die tatsächliche Nutzung eines Netzwerks und damit für die fundamentale Nachfrage.

xrp

Aktuell bewegt sich diese Metrik deutlich unter früheren Hochphasen, was darauf hindeutet, dass XRP trotz der Markterholung noch keine breite Nutzungsexpansion erlebt. Besonders im Vergleich zu früheren Bullruns bleibt die Aktivität gedämpft. Dennoch gibt es erste positive Signale: Seit den Tiefständen im Jahr 2026 ist eine leichte Erholung der aktiven Adressen erkennbar. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass zumindest wieder mehr Teilnehmer ins Netzwerk zurückkehren.


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Für eine nachhaltige Trendwende wären jedoch deutlich stärkere Impulse notwendig. Ohne eine klare Zunahme der Netzwerkaktivität dürfte es schwierig bleiben, eine langfristig dynamische Kursentwicklung zu untermauern.

Warum dieser XRP-Trader trotz Schwäche bullisch bleibt

Der Analyst bleibt klar optimistisch für XRP, da er die aktuelle Marktphase nicht als Schwäche, sondern als Aufbauphase interpretiert. Im Zentrum seiner Argumentation steht eine sogenannte „Diamond Pattern“-Struktur auf dem Monatschart, die langfristig auf eine größere Trendbewegung hindeuten soll. Entscheidend ist dabei für ihn nicht nur der Preis, sondern auch der Faktor Zeit: Er sieht bestimmte Zeitfenster, in denen sich die Marktstruktur mit dem Zyklus überschneiden könnte – ein typisches Merkmal größerer Trendwechsel.

Zusätzlich argumentiert der Trader, dass aktuell gezielt Liquidität aufgebaut wird. Das bedeutet: Marktteilnehmer positionieren sich, ohne dass es bereits zu starken Kursbewegungen kommt. Diese Phase geht größeren Ausbrüchen häufig voraus. Unterstützt wird diese These durch die relativ stabile Derivatestruktur, bei der kein massiver Aufbau von Short-Positionen zu erkennen ist.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Trigger-Zone bei rund 1,50 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte laut Analyse eine deutlich stärkere Aufwärtsbewegung einleiten. In Kombination mit zyklischen Mustern und technischer Struktur ergibt sich für den Analysten somit ein bullisches Gesamtbild – trotz kurzfristiger Seitwärtsphase.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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