Ethereum bewegt sich weiterhin in einer klaren Seitwärtsphase und zeigt auch heute einen leichten Rücksetzer. Trotz kurzfristiger Schwäche behauptet sich die zweitgrößte Kryptowährung jedoch stabil über der wichtigen Marke von 2.000 US-Dollar. Ein klarer bullischer Ausbruch bleibt bislang aus, das Momentum wirkt begrenzt.
Gleichzeitig notiert Ethereum noch immer rund 60 Prozent unter seinem Allzeithoch – ein Niveau, das sowohl Risiko als auch Chance signalisiert. Während der Kurs stagniert, lohnt sich ein Blick unter die Oberfläche: Denn fundamental präsentiert sich das Netzwerk aktuell stärker denn je, so die Ethereum Prognose.
Das Wichtigste im Überblick:
- Onchain-Daten zeigen weiterhin starke Nutzung von Ethereum.
- Ethereum-Ökosystem wächst weiter, Adressen zeigen Expansion.
- ETH auf Börsen wird immer knapper und untermauert bullische Prognose.
On-Chain-Daten zeigen: Ethereum bleibt extrem gefragt
Die aktuellen Daten von Santiment zeichnen ein bemerkenswert klares Bild: Die Aktivität im Ethereum-Netzwerk befindet sich weiterhin auf einem historisch hohen Niveau – und das trotz der ausbleibenden Kursdynamik. Konkret interagieren täglich über 788.000 aktive Adressen mit dem Netzwerk. Das ist ein Wert, der sich nahe an den bisherigen Höchstständen bewegt und die anhaltend hohe Nutzung unterstreicht.
📈 Ethereum's network remains near all-time high levels as $ETH's market value sits at ~$2,130. According to our on-chain data, there are:
🏃 Over 788K addresses per day interacting on the network
👶 Over 255K new addresses per day created on the network pic.twitter.com/vz5Vq2HwDf— Santiment ✈️ 🇫🇷 EthCC (@santimentfeed) April 1, 2026
Noch spannender ist die Entwicklung bei den neuen Nutzern: Über 255.000 neue Adressen pro Tag werden aktuell erstellt. Diese Kennzahl gilt als einer der wichtigsten Indikatoren für organisches Wachstum innerhalb eines Ökosystems. Ein solcher kontinuierlicher Zufluss neuer Teilnehmer deutet darauf hin, dass Ethereum weiterhin stark nachgefragt wird – sei es im Bereich DeFi, NFTs oder auch bei neuen On-Chain-Anwendungen.
Bemerkenswert ist dabei die Divergenz zwischen Fundamentaldaten und Kursentwicklung. Während der Preis seit Wochen eher seitwärts tendiert, steigt die Netzwerkaktivität weiter an. Historisch betrachtet waren solche Phasen oft Vorläufer für stärkere Bewegungen, da sich hier eine Art fundamentale Basis aufbaut.
Unterm Strich zeigt sich: Auch wenn Ethereum kurzfristig kein Momentum entfaltet, bleibt das Netzwerk selbst extrem robust. Die hohe Aktivität und das kontinuierliche Wachstum könnten mittelfristig den Nährboden für eine neue Aufwärtsbewegung liefern.
Netzwerk-Momentum bleibt intakt trotz schwachem Kurs
Ein noch tieferer Blick auf die On-Chain-Daten von Glassnode bestätigt dieses Bild: Die sogenannte Active Address Momentum-Metrik zeigt weiterhin eine klare Expansion des Ethereum-Ökosystems – selbst in einer Phase, in der der Kurs keine überzeugende Stärke entfaltet. Entscheidend ist hier der Vergleich der kurzfristigen Aktivität (30-Tage-Durchschnitt) mit dem langfristigen Trend (365-Tage-Durchschnitt).
Zuletzt war deutlich zu erkennen, dass der kurzfristige Durchschnitt zwischenzeitlich stark über den langfristigen Trend angestiegen ist – ein klares Signal für zunehmende Netzwerkaktivität. Auch wenn sich dieser Impuls zuletzt etwas abgekühlt hat, bleibt das Niveau weiterhin erhöht. Gleichzeitig zeigt der langfristige Trend weiter nach oben, was auf eine strukturelle und nachhaltige Nutzung des Netzwerks hindeutet.
Besonders spannend: Historisch gingen Phasen steigender Netzwerkaktivität oft größeren Kursbewegungen voraus. Aktuell sehen wir genau diese Konstellation – ein wachsendes Ökosystem bei gleichzeitig stagnierendem Preis. Diese Divergenz wird von vielen Analysten als potenziell bullish interpretiert.
Angebotsschock bei Ethereum: Börsenbestände auf Allzeittief
Ein weiteres starkes Signal liefert die Entwicklung der Ethereum-Bestände auf zentralisierten Börsen. Laut aktuellen Daten von Glassnode ist der Anteil an ETH, der auf Exchanges gehalten wird, auf ein neues Allzeittief gefallen. Nur noch rund 11 Prozent des gesamten Angebots befinden sich aktuell auf Handelsplattformen – ein massiver Rückgang im historischen Vergleich. Noch im Jahr 2020 lag dieser Wert bei etwa 32 Prozent, seither ist ein kontinuierlicher Abfluss zu beobachten, der sich zuletzt sogar deutlich beschleunigt hat.
Diese Entwicklung gilt als klassisch bullish: Denn weniger Coins auf Börsen bedeuten in der Regel geringeren unmittelbaren Verkaufsdruck. Stattdessen werden ETH zunehmend in Wallets verschoben, langfristig gehalten oder in DeFi-Protokollen genutzt. Genau das deutet auf eine klare Akkumulationsphase hin – Investoren verkaufen offenbar nicht, sondern bauen Positionen auf.
What a chart!
ETH balance on exchanges just hit an ALL-TIME LOW! 📉
Only 11% of total supply left on exchanges.
🔹 Jun 2020: 32% of ETH sat on exchanges
🔹 2022-2024: slow, steady decline
🔹 Mar 2026: VERTICAL drop to 11%Less ETH on exchanges = less immediate sell… pic.twitter.com/k3vmIhcjxZ
— Leon Waidmann (@LeonWaidmann) April 1, 2026
Besonders bemerkenswert ist das Timing: Trotz eines Ethereum-Kurses um die 2.000 US-Dollar sehen wir keinen Anstieg der Verkaufsbereitschaft. Im Gegenteil – der starke Rückgang der Exchange-Bestände signalisiert Vertrauen in die langfristige Entwicklung. Viele Marktteilnehmer scheinen davon auszugehen, dass aktuelle Preise attraktive Einstiegsniveaus darstellen.
In Kombination mit der hohen Netzwerkaktivität entsteht hier ein spannendes Gesamtbild: Fundamentale Stärke trifft auf Angebotsverknappung.
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