Der Kryptomarkt hat in den vergangenen Wochen eine Phase erhöhter Schwäche durchlaufen. Viele große Kryptowährungen mussten deutliche Kursrückgänge hinnehmen, bevor zum Wochenstart eine leichte Stabilisierung einsetzte. Besonders Bitcoin zeigt sich dabei vergleichsweise robust und notiert aktuell wieder rund um die Marke von 70.000 US-Dollar. XRP hingegen bleibt deutlich zurück. Mit einem Kurs von etwa 1,40 US-Dollar fehlt es aktuell an Momentum, nachdem die Kryptowährung in den letzten Monaten merklich an Wert verloren hat.

Dennoch gehört XRP weiterhin zu den beliebtesten Coins unter Privatanlegern, deren Community traditionell besonders engagiert und langfristig orientiert ist. Dennoch sind die Krypto Prognosen hier mitunter kontrovers.

Milliarden an XRP aktuell im Minus: Glassnode-Daten zeigen dramatischen Verlust

Aktuelle On-Chain-Daten des Analyseunternehmens Glassnode zeigen ein bemerkenswertes Bild der aktuellen Marktsituation bei XRP. Demnach befindet sich derzeit ein großer Teil der im Umlauf befindlichen XRP-Token im sogenannten unrealisierten Verlust. Konkret geht es um rund 36,8 Milliarden XRP, die aktuell zu einem niedrigeren Preis gehandelt werden als zu dem Zeitpunkt, an dem sie zuletzt bewegt wurden.

In Dollar gerechnet entspricht das einem unrealisierten Verlust von etwa 50,8 Milliarden US-Dollar. Anleger haben ihre Positionen bislang nicht verkauft, sondern halten die Tokens weiterhin in ihren Wallets. Erst wenn diese Coins tatsächlich verkauft werden, würde sich der Verlust realisieren.

Die Kennzahl basiert auf On-Chain-Analysen, bei denen versucht wird, den durchschnittlichen Kaufpreis der im Umlauf befindlichen Coins zu ermitteln. Liegt der aktuelle Marktpreis unter diesem geschätzten Kostenbasisniveau, gilt das entsprechende Angebot als „underwater“, also im Minus.

Solche Situationen treten häufig nach längeren Korrekturphasen auf. Ein großer Teil der Marktteilnehmer sitzt dann auf Verlusten, während nur ein kleinerer Anteil der Anleger noch im Gewinn liegt. Historisch gesehen kann dies zwei unterschiedliche Dynamiken auslösen. Einerseits besteht das Risiko weiterer Verkaufswellen, wenn Anleger ihre Positionen aus Frustration oder Liquiditätsdruck schließen. Andererseits entstehen genau in solchen Phasen oft stabile Unterstützungszonen, da viele Investoren ihre Coins trotz Verlusten weiter halten.

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XRP-Wale kontrollieren Großteil des Angebots – Konzentration nimmt zu

Eine weitere On-Chain-Analyse zeigt eine auffällige Entwicklung bei der Verteilung des XRP-Angebots. Laut Daten von Glassnode kontrollieren sogenannte Whale-Wallets – also große Adressen mit erheblichen Token-Beständen – inzwischen mehr als 83 % des gesamten XRP-Angebots. Der Chart zur „Relative Address Supply Distribution“ zeigt, dass der Anteil großer Wallets in den vergangenen Monaten wieder leicht angestiegen ist.

Unter Whale-Wallets versteht man in der Regel Adressen, die besonders große Mengen eines Tokens halten. Diese Marktteilnehmer können erheblichen Einfluss auf Liquidität und Preisbewegungen haben, da schon einzelne Transaktionen größere Marktbewegungen auslösen können.

Wenn ein großer Teil des Angebots in den Händen weniger Akteure liegt, wird der frei handelbare Anteil im Markt entsprechend kleiner.

Für den XRP-Markt bedeutet diese Entwicklung vor allem eine erhöhte Sensibilität gegenüber größeren Kapitalbewegungen. Sollte ein Teil dieser großen Wallets beginnen, Positionen abzubauen oder umzuschichten, könnten kurzfristig stärkere Kursbewegungen entstehen. Das gilt es, in jeder XRP Prognose zu berücksichtigen.

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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