Der Kryptomarkt zeigt sich heute deutlich fester und sorgt mit neuen Kaufsignalen für frische Zuversicht. Bitcoin ist der Ausbruch über die Marke von 94.000 US-Dollar gelungen, während auch Ethereum wieder klar bullischer wirkt. Hier steigt ETH sogar um 7 Prozent und springt wieder über 3.350 US-Dollar. Year-to-Date gibt es nach nur zwei Wochen schon über 13 Prozent Rendite.
Doch der Blick richtet sich bereits weiter nach vorn: Die Prognosen für 2026 könnten zunehmend eine Übergewichtung von Ethereum nahelegen. Immer mehr Trader und sogar große Banken werden optimistischer und sehen ETH im kommenden Zyklus teilweise ein Stück vor Bitcoin. Was steckt dahinter?
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoin bricht über 94.000 Dollar aus, Ethereum wirkt gleichzeitig deutlich bullischer.
- Für 2026 empfehlen viele Analysten eine mögliche Übergewichtung von Ethereum.
- Vivek Raman sieht Ethereum am gleichen Adoptionspunkt wie Bitcoin zuvor.
- Ethereum profitiert stärker von DeFi, Stablecoins und tokenisierten Realwerten.
- Standard Chartered erwartet Ethereum langfristig klar vor Bitcoin in Performance.
- Zum Jahresstart 2026 zeigt Ethereum relative Stärke gegenüber Bitcoin.
- Kurzfristig bleibt die Chartlage gemischt, Zielbereich 3.800 US-Dollar rückt näher.
Ethereum könnte 2026 Bitcoin überholen
Während Bitcoin weiterhin als digitales Wertaufbewahrungsmittel im Zentrum institutioneller Strategien steht, wächst unter Analysten mitunter die Überzeugung, dass Ethereum in den kommenden Jahren sogar noch stärker profitieren könnte.
Der frühere Wall-Street-Trader Vivek Raman von Etherealize zieht dabei einen spannenden Vergleich: Ethereum befinde sich heute an einem ähnlichen Adoptions-Wendepunkt, wie ihn Bitcoin im letzten Zyklus erlebt habe. Bitcoin werde zwar stark von neuer Liquidität profitieren, doch Ethereum habe zusätzlich einen strukturellen Vorteil: Es entwickle sich zunehmend zur wichtigsten Blockchain für wirtschaftliche Anwendungen.
ETH is at the same adoption inflection point BTC was at last cycle.
BTC will do great as liquidity enters the system.
ETH will do even better as Ethereum becomes the best blockchain to do business — and ETH becomes a productive treasury asset.
$15,000 / $200,000 in 2026. https://t.co/dHfLVxISs4
— Vivek Raman (@VivekVentures) January 14, 2026
Raman nennt ambitionierte, aber aus seiner Sicht plausible Zielmarken von 200.000 US-Dollar für Bitcoin und 15.000 US-Dollar für Ethereum im Jahr 2026. Seine Kernthese: Während Bitcoin vor allem vom Narrativ des knappen digitalen Goldes lebt, profitiert Ethereum von echter Nutzung in DeFi, Stablecoins und tokenisierten Realwerten.
In eine ähnliche Richtung argumentiert auch die Großbank Standard Chartered. Dort erwartet man, dass Ethereum Bitcoin in der Performance übertreffen könnte. Begründet wird dies mit der wachsenden institutionellen Nachfrage, der dominanten Rolle Ethereums bei Stablecoins, Real-World-Assets und dezentralen Finanzanwendungen sowie mit technischen Verbesserungen, die den Durchsatz des Netzwerks erhöhen. Hinzu kommt die Hoffnung auf mehr regulatorische Klarheit in den USA.
Standard Chartered sieht Ethereum bei 7.500 US-Dollar in diesem Jahr und langfristig sogar bei 30.000 US-Dollar bis 2029.
Standard Chartered just adjusted its 2030 ETH prediction upwards:
$40,000 per ETH
with the following reasons:
> DATs aggressively accumulating ETH
> transactions on ethereum at ATH
> stablecoin share of txs at ATHand pretty much every onchain metric is at record highs.
ETH.
— Joseph Young (@iamjosephyoung) January 13, 2026
Für das Jahr 2030 sind sogar 40.000 US-Dollar pro ETH möglich. Begründet wird dies mit mehreren starken Onchain-Signalen: Digitale Asset-Treasuries akkumulieren aggressiv Ethereum, die Transaktionszahlen im Netzwerk markieren neue Allzeithochs und auch der Anteil der Stablecoins am Transaktionsvolumen erreicht Rekordwerte. Insgesamt deuten nahezu alle wichtigen Onchain-Daten auf eine außergewöhnlich starke Fundamentallage hin.
Zusammengenommen zeichnen diese Einschätzungen ein klares Bild: Bitcoin bleibt der sichere Anker, doch Ethereum könnte der eigentliche Gewinner des nächsten Krypto-Zyklus werden.
Krypto startet stabil ins Jahr 2026: Ethereum besser als Bitcoin?
Der Start ins Krypto-Jahr 2026 fällt bislang vorsichtig optimistisch aus. In den ersten rund zwei Handelswochen zeigt sich der Gesamtmarkt etwas fester, ohne jedoch bereits in eine echte Rallye überzugehen. Bitcoin liegt Year-to-Date mit rund 9 Prozent im Plus, während Ethereum sogar mehr als 13 Prozent zulegen konnte und damit eine leichte, aber erkennbare relative Stärke zeigt. Noch ist die Bewegung eher verhalten, doch genau deshalb dürften die kommenden Wochen besonders spannend werden.
Im Handelspaar Ethereum gegen Bitcoin konnte ETH zuletzt zwar aus einem fallenden Dreieck nach oben ausbrechen, doch der erste Impuls wurde schnell wieder abverkauft. Seitdem zeigt sich der Markt eher zaghaft und von fehlender Dynamik geprägt. Statt einer klaren Trendbewegung dominiert aktuell eine Seitwärtsphase. Bevor man hier klar auf Ethereum setzt, sollte man weitere Stärke abwarten, denn wirklich bullisch wirkt dieser Ausbruch bislang nicht.
It's $ETH season.
It held the 21-Day MA.
Crucial level to hold onto, and it has held that level nicely.
Now, it's ready to make new highs and continue the uptrend.
Based on this structure, my main scenario is that we'll see a test at the $3,800 area. pic.twitter.com/04AfbUaCGO
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) January 14, 2026
Der bekannte Trader Michaël van de Poppe sieht bei Ethereum dennoch ein klares kurzfristiges Stärke-Signal. Entscheidend ist für ihn, dass der Kurs die 21-Tage-Linie erfolgreich verteidigt hat. Diese Marke gilt als wichtiger kurzfristiger Trendfilter und bestätigt aus seiner Sicht den intakten Aufwärtstrend.
Solange dieses Niveau gehalten wird, rechnet er mit weiter steigenden Kursen. Auf Basis der aktuellen Chartstruktur hält van de Poppe einen Angriff auf den Bereich um 3.800 US-Dollar für das nächste realistische Kursziel.
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