Der Kryptomarkt will seit Monaten nicht mehr in die Gänge kommen. Während die einen befürchten, dass der Bärenmarkt bevorsteht, sprechen die anderen davon, dass das Jahr 2025 bereits der Bärenmarkt war. Bitcoin bewegt sich nach wie vor um die 90.000 Dollar Marke und damit tiefer als Anfang 2025. Viele Anleger verlieren bereits die Geduld. Ganz anders ist das bei Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ). Der erwartet einen Krypto-Superzyklus.
Regulatorische Klarheit als Kurstreiber
Donald Trump hat die Wahlversprechen, die er der Krypto-Community gemacht hat, zum größten Teil bereits eingehalten, auch wenn es die aktuellen Kurs noch nicht widerspiegeln. Trumps Wahlsieg war es, der dafür gesorgt hat, dass sich die Krypto-Prognosen der Experten überschlagen haben. Heute notieren die meisten Kryptowährungen tiefer als am Tag seines Amtsantritts.
Dennoch ist in dem Jahr seit Trumps zweiter Amtszeit viel passiert. Vor allem die Tatsache, dass der SEC-Vorsitzende Gary Gensler durch einen krypto-freundlicheren Nachfolger ersetzt wurde, hat Anlegern Hoffnung gemacht. Mit dem neuen Vorsitzenden verschieben sich auch die Schwerpunkte der Behörde und Kryptowährungen sind nun offiziell keine Priorität der Behörde mehr.
I could be wrong, but Super Cycle incoming. https://t.co/6TLldEMmGA
— CZ 🔶 BNB (@cz_binance) January 10, 2026
Das veranlasst den Binance-Gründer CZ dazu, von einem Krypto-Superzyklus zu sprechen. Er selbst hat den Zorn der SEC bereits zu spüren bekommen. Nach Ermittlungen gegen Binance musste CZ 4 Monate in Haft, als CEO von der Kryptobörse zurücktreten und das Unternehmen musste eine Geldstrafe von über 4 Milliarden Dollar zahlen.
Allerdings kann man nicht unbedingt von regulatorischer Willkür sprechen, sodass sicher nicht alles schlecht war, wofür die SEC gekämpft hat, auch wenn die rechtlichen Grundlagen oft unklar waren. Immerhin konnten Binance Marktmanipulation und weitere Delikte nachgewiesen werden, die dem Markt und vor allem Anlegern langfristig schaden.
Wahrscheinlichkeit eines Superzyklus steigt
Die Tatsache, dass die SEC einen kryptofreundlicheren Kurs verfolgt, ist nicht das Einzige, was für einen Krypto-Superzyklus spricht. Aktuell deuten alle Entwicklungen, die sich in den letzten zwei Jahren ergeben haben, auf eine solche Phase hin. Seit der Einführung der Spot Bitcoin ETFs zeigt sich, dass immer mehr institutionelle Investoren einen gewissen Prozentsatz ihres Portfolios in Kryptowährungen umschichten.
Erst im Januar hat die Bank of America damit begonnen, ihren Kunden einen Krypto-Anteil von bis zu 4 % ihres Portfolios zu empfehlen. Auch zwei Jahre nach der ersten Bitcoin ETF Zulassung bringen immer noch zahlreiche namhafte Unternehmen neue Krypto-Fonds auf den Markt, da das Interesse in den USA riesig ist.
Die regulatorische Klarheit ist es, die institutionellen Investoren die Sicherheit gibt, die sie benötigen, um Kryptowährungen zu kaufen und langfristig im Portfolio zu halten. Institutionelles Kapital ist oft langfristiger orientiert als das von Privatanlegern, weshalb es trotz der aktuellen Ruhe am Markt dazu kommen kann, dass Bitcoin in einen mehrjährigen Aufwärtstrend übergeht, unabhängig von den bisherigen 4-Jahres-Zyklen.
2026 wird das Jahr, in dem viel neue Liquidität in den Markt strömt. In den USA sind Steuersenkungen geplant, Zoll-Dividenden sollen ausgeschüttet werden, die Zinsen sollen gesenkt werden und auch abgesehen von den USA steigt die globale M2 Geldmenge immer weiter, wovon Assets wie Bitcoin besonders stark profitieren könnten.
Immer wieder zeigt sich, dass die meisten Menschen überschätzen, wie viel in einem Jahr passieren kann und dafür unterschätzen, wie viel in 10 Jahren passieren kann. Die langfristigen Bitcoin-Prognosen zahlreicher Experten gehen von Kurszielen in Millionenhöhe aus und nur die wenigsten erwarten dabei noch extrem steile Anstiege, gefolgt von Bärenmärten mit Korrekturen von 60 – 80 %, wie man es in früheren Zyklen beobachten konnte. Aktuell deutet eher alles auf einen langsamen, aber beständigen Aufstieg hin, den viele als Superzyklus bezeichnen.
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