In Frankreich wurde eine Mitarbeiterin der Steuerbehörde verhaftet, weil sie sensible Daten aus dem Steuersystem gegen Bezahlung an Kriminelle weitergegeben haben soll. Offenbar steht dies im Zusammenhang zu einer Welle gezielter Überfälle, Entführungen und brutaler Angriffe auf Kryptoanleger und Angehörige geführt.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Eine Steuerbeamtin missbrauchte das interne System, um personenbezogene Daten – darunter von Krypto-Investoren – für ca. 800 € pro Datensatz an unbekannte Auftraggeber zu verkaufen.
  • Seit Januar 2025 häufen sich in Frankreich brutale Überfälle und Entführungen
  • Betroffen waren u. a. auch Verwandte des Paymium-Chefs (eine schwangere Tochter entkam knapp einer Entführung) und weitere wohlhabende Personen aus dem Krypto-Umfeld.
  • Die Weitergabe sensibler Steuerdaten schafft zentrale Zielkataloge für Kriminelle – KYC-Pflichten und staatliche Register werden damit zum Risikofaktor für Investoren.
  • Die Beamtin schweigt über ihre Auftraggeber; die Ermittlungen deuten auf organisierte Banden hin, die durch Datenlecks gezielt wohlhabende Krypto-Besitzer auswählen.
  • Steuerbeamtin im Kontext von Krypto-Verbrechen verhaftet

    Gezielte Überfälle auf Kryptoinvestoren sind schon seit einigen Jahren Teil der Schlagzeilen in der Kryptowelt. In Frankreich deckten Polizeiermittlungen auf, dass die organisierte Kriminalität dabei sogar auf staatliche Daten zurückgreifen konnte. Diese Daten wurden offenbar dazu genutzt, um mögliche Opfer ausfindig zu machen, die in Kryptowährungen investieren. Die französische Polizei hat daraus resultierend eine Mitarbeiterin der französischen Steuerbehörde kürzlich verhaftet. 

    Ihr wird vorgeworfen, sensible personenbezogene Daten aus den internen Steuerdatenbanken gezielt an bislang offenbar noch unbekannte Auftraggeber weitergegeben zu haben. Besonders brisant war dabei, dass sich unter den abgefragten und verkauften Datensätzen offenbar auch Informationen über Krypto-Investoren befanden. 

    Die Vorwürfe gegen die Beamtin

    Die junge Frau soll den Zugriff auf das interne System missbraucht haben, um gezielt nach bestimmten Profilen zu suchen. Neben Daten von Justizbeamten und Prominenten wie dem Milliardär Vincent Bolloré standen auch Einträge im Zusammenhang mit Kryptowährungs-Investoren im Fokus. Besonders brisant ist auch, dass sich unter den Datensätzen ein Aufseher der Pariser Haftanstalt La Santé befand. Wobei diesem Beamten, den Berichten zufolge noch nichts zugestoßen sei.

    Für jeden Datensatz soll die Behördenmitarbeiterin rund 800 Euro kassiert haben. Genau wegen dieser Zahlungen ist die Frau später bei den Ermittlungen aufgeflogen. Es soll sich dabei um Bargeld-Einzahlungen und Western-Union-Überweisungen gehandelt haben.

    Die Beamtin weigert sich bisher, die Identität des oder der mysteriösen Auftraggeber preiszugeben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Informationen direkt oder indirekt in die Hände krimineller Banden gelangten, die seit Monaten in Frankreich eine regelrechte Welle von bewaffneten Überfällen und Entführungen gegen mutmaßliche Krypto-Halter durchführen.

    Vorfälle im Zusammenhang mit Krypto häufen sich in Frankreich

    Frankreich erlebt seit Anfang 2025 eine beispiellose Serie brutaler Angriffe auf Personen aus dem Krypto-Umfeld. In einigen Fällen haben die Entführer versucht, sich der Krypto Wallets ihrer Opfer zu ermächtigen. Zuletzt gab es aber auch eine Reihe von Vorfällen mit Lösegeldforderungen.

    So entführten organisierte Kriminelle im Januar 2025 David Balland, Mitgründer des Hardware-Wallet-Herstellers Ledger, zusammen mit seiner Partnerin. Die Täter forderten Millionen in Krypto als Lösegeld und wendeten sogar Gewalt an, indem sie einen Finger von Balland abtrennten.

    Im Mai 2025 entkam die schwangere Tochter des Paymium-Chefs (einer der ältesten französischen Bitcoin-Börsen) nur knapp einer Entführung mitten auf einer Pariser Straße. Mutige Passanten konnten die Tat glücklicherweise vereiteln.

    Auch im Dezember und Januar gab es weitere Vorfälle, was die Polizeibehörden dazu veranlasste, die Ermittlungen zu beschleunigen. Offenbar ist es in diesem Zusammenhang auch zur Verhaftung der Steuerbehördenmitarbeiterin gekommen.

    KYC-Pflicht wird zum Angriffsvektor für Kryptoinvestoren

    Der Vorfall macht deutlich, dass Steuerbehörden schon seit Jahrzehnten einen Angriffsvektor für Kriminelle schaffen, die sich gezielt wohlhabende Familien für Überfälle und Entführungen aussuchen. In Frankreich sind dabei vor allem wohlhabende Kryptoinvestoren zu Zielscheiben geworden. 

    Damit offenbart sich, dass die bisherigen Sicherheitspraktiken in Steuerbehörden offenbar dringend einer Überarbeitung bedürfen. Ansonsten stellen sich die zunehmend strengen Know-Your-Customer (KYC)- und Meldepflichten als zentralisierte Zielkataloge für Kriminelle heraus. Viele Investoren wechseln deshalb zu privacy-fokussierten Alternativen wie Krypto Wallets ohne Verifizierung.

    Warum Sie 99Bitcoins vertrauen können

    10+ Jahre

    99Bitcoins wurde 2013 gegründet und verfügt über ein Team von Experten, deren Erfahrung bis in die Anfänge der Kryptozeit zurückreicht.

    90hr+

    Wöchentliche Recherche

    100k+

    Monatliche Leser

    50+

    Experten

    2000+

    Krypto-Projekte unter die Lupe genommen

    Google News Icon
    Folgen Sie 99Bitcoins in Ihrem Google News Feed.
    Erhalten Sie die neuesten Updates, Trends und Einblicke direkt auf Ihr Gerät.
    Jetzt abonnieren
    Michael Sprick
    Krypto Journalist

    Michael Sprick ist ein freiberuflicher Journalist und Content Writer mit Schwerpunkt Blockchain und Web3 und wohnt in Barcelona. In der Vergangenheit hat er u.a. für btc-echo.de und für die BSV Blockchain Association gearbeitet. Mehr lesen

    Kostenloser Bitcoin-Crashkurs

    • Von über 100.000 Lesern genutzt
    • Eine E-Mail pro Tag, sieben Tage lang.
    • Kurz und lehrreich, garantiert!

    0 % Gebühren. Voller Profit.

    • Komplett gebührenfrei Kryptos kaufen.
    • 1% Extra-Cashback auf Ihre Einzahlung.
    • Sicheres Wallet ohne Schlüssel-Verwaltung.
    0 % Gebühren. Voller Profit.
    Nach oben