Strategy verkauft $MSTR Aktien, um Dividenden bezahlen zu können. Peter Schiff sagt dazu: „Saylor hat fertig“.
Wenn ein bekannter und anerkannter Finanzökonom die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens bewertet, sorgt das für Aufmerksamkeit. Handelt es sich dann noch um niemand Geringeren als Peter Schiff, den US-amerikanischen Börsenmakler und Krypto-Experten, und um Strategy, das Vorzeige-Unternehmen mit riskanter Bitcoin-Treasury-Strategie, dann schlagen die Wellen hoch.
Das Wichtigste in Kürze:
Hat Strategy ein Problem?
Die Liquidität in Höhe von 1,44 Milliarden US-Dollar kann der bekennende Bitcoin-Anhänger nicht in frische BTC pumpen. Stattdessen musste das Unternehmen sich von Aktien und anderen Vermögenswerten trennen, um Dividenden auszuzahlen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind offenbar nur so zu tilgen.
Marktberichte legen nahe, dass es der Strategy Aktie $MSTR nicht gut geht. Der Verkauf von Stammaktien der Klasse A zur Kapitalerhöhung könnte auf ernsthafte Schwierigkeiten hinweisen.
Um Schulden für mindestens 12 Monate und die Dividenden auf die Vorzugsaktien von Strategy bezahlen zu können, hat sich Saylor dazu entschieden, für frisches Kapital zu sorgen. Dies geschieht eigentlich immer dann, wenn
- entweder teure Sanierungskonzepte anstehen oder
- hohe Investitionen geplant sind oder
- das vorhandene Kapital nicht zur Deckung ausreicht oder
- die Bitcoin-Prognosen auf Verluste umschwenken.
Laut Peter Schiff steht es schlecht um Strategy, auch wenn das Unternehmen bemüht ist, zu betonen, dass es für das Kapitalerhöhungsprogramm seine Bitcoin-Bestände nicht angerührt hat. Aber ist das jetzt eine gute oder eine schlechte Nachricht?
Hält Strategy an seiner Bitcoin-Treasury-Strategie fest?
Strategy Inc. hat die neue Reserve aufgebaut, um für die nächsten 12 Monate Verbindlichkeiten zu decken. Die Mittel aus den Aktienverkäufen fließen wie erwähnt in Dividenden und zur Schuldentilgung. An seine Bitcoin ist das ehemals als MicroStrategy bekannte Unternehmen nicht gegangen, so Unternehmensmeldungen.
Die Marktkapitalisierung von DATs hat sich mehr als verdreifacht und liegt im September 2025 bei rund 150 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 40 Milliarden US-Dollar im September 2024.
Trotz der derzeit niedrigen Bitcoin-Preise sind die BTC in den Bilanzen zwar immer noch mehrere zehn Milliarden US-Dollar wert, doch auch hier macht der fallende BTC-Kurs Sorgen.
Das auf Bitcoin aufgebaute Geschäftsmodell leidet nicht nur unter den niedrigen Krypto-Kursen, sondern auch unter den sinkenden Aktienkursen.
Auf Monatssicht ging es deutlich runter, auch der Jahreschart zeigt vorwiegend Verluste. Bei den aktuellen Kursen zeigt sich ein leichtes Plus. Die Marktkapitalisierung legt ebenfalls leicht zu. Risikofaktoren sind allerdings auch erkennbar:
- Hohe Volatilität der Strategy Aktien
- Hohe Bitcoin-Bestände als Reserve
- Seit dem letzten Quartal 2024 geht es abwärts
- Die Aktie könnte überkauft sein
Welchen Risiken gibt es bei der Strategy Aktie?
Nicht nur für die Aktien, vielmehr für das gesamte Fortbestehen des Unternehmens stehen explizite Risiken im Raum. Als berühmtes Unternehmen, das als erstes vollständig auf Bitcoin zur Unternehmenssicherung setzte, ist Strategy medial ständig präsent. Oft wird Michael Saylor auch als Bitcoin-Gott bezeichnet.
Doch als Marktteilnehmer für Digital Asset Treasury Strategien unterzieht sich das Unternehmen einem enormen Wandel. Viele andere Organisationen folgen inzwischen diesem Weg, doch unter den schwachen Kurserholungen der letzten Zeit werden diese auch immer öfter infrage gestellt.
Da ihr Wert jedoch mit den Kryptopreisen sinkt, wächst die Sorge, dass DATs bald mit dem Verkauf digitaler Vermögenswerte beginnen müssen.
Die Kritiken mögen teilweise auf reinem Konkurrenzdenken ruhen. Auch ist es richtig, eine solch einseitige Strategie zu hinterfragen, besonders jetzt, da die Kurse der Altcoins so stark sinken. Peter Schiff geht jedoch vielleicht etwas zu weit, wenn er behauptet, Saylor hätte fertig.
Peter Schiff, ein bekannter Bitcoin-Kritiker, äußerte sich nach der Ankündigung in den sozialen Medien und bezeichnete die Reserve als Beweis für das Scheitern des Modells. Er nannte Michael Saylor einen „Betrüger“ und erklärte dessen Karriere für beendet.
Saylor ist sicherlich kein Betrüger, sondern ein Visionär. Und die stoßen auch immer wieder auf Gegner und Menschen, die vehement gegen ihre Pläne sprechen. Wäre Bitcoin heute deutlich besser abgebildet und sein Kurs entsprechend höher, würden die kritischen Stimmen vielleicht nicht so laut sein.
Am Ende wird sich jedoch auch Saylor beweisen müssen und das geht nur über den Erfolg von Bitcoin, an den er sein Unternehmen so eng bindet.
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