XRP befindet sich in einer entscheidenden Phase, die über die mittelfristige Zukunft des Assets entscheiden könnte. Wir beobachten einen erbitterten Kampf an der 1,40 USD Marke – ein kritisches Support Level, das aktuell unter Beschuss steht. Während bullische Stimmen auf eine Wiederholung historischer Setups hoffen, warnen Chartanalysten vor einem möglichen Abrutschen in Richtung 0,90 USD, sollte dieser Boden nachgeben. Wir stehen hier sprichwörtlich am Scheideweg.
Das Wichtigste im Überblick:
- Kritischer Support: Die Zone um 1,40 USD fungiert als wichtigste Verteidigungslinie; ein Bruch könnte eine Kaskade an Verkäufen auslösen.
- Bärisches Szenario: Sollte die Unterstützung fallen, droht laut aktueller Ripple Analyse ein Rücksetzer auf 1,10 USD oder im Extremfall auf 0,90 USD – ein potenzieller Verlust von bis zu 50% vom lokalen Hoch.
- Bullische Chance: Hält der Boden, zeigt der Krypto-Chart Muster von 2017, die theoretisch einen erneuten Angriff auf die 3 USD Marke ermöglichen könnten.
- Indikatoren: RSI und MACD zeigen Abkühlung, aber noch keine klare Bodenbildung.
Technische Signale zwischen Hoffnung und Vorsicht
Ein Blick auf die detaillierte Technische Analyse offenbart zumindest auf den ersten Blick ein möglicherweise optimistisches Bild. XRP notiert an einer Unterstützungszone, die seit neun Jahren immer wieder relevant war.
The last time #XRP printed 5 red monthly candles was from October 2016 to February 2017. It’s February 2026 and XRP is repeating history. Just look what happened in March, April and May of 2017. Time is ticking. pic.twitter.com/yy3w4IHX7W
— CryptoBull (@CryptoBull2020) February 19, 2026
Analysten wie CryptoBull verweisen auf ein seltenes „Fünf-Kerzen-Setup“, das frappierende Ähnlichkeiten zum Bullrun 2017 aufzuweisen scheint. Hier verteidigen die Bullen, gemäß dem Narrativ, aggressiv das Niveau, um einen parabolischen Anstieg vorzubereiten.
Allerdings lässt eine solch übermäßig optimistische Prognose die Tatsache außer acht, dass wir uns aktuell in einer komplett anderen Phase des Krypto-Vierjahrszyklus befinden. Während die Zeit zum Jahreswechsel 2016/17 in die Recovery-Phase nach dem zweiten Halving 2016 fiel, befinden wir uns aktuell, gemäß dem weiter projizierten Zyklus, in der nächsten Bärenphase.
Quelle: Hashdex
Zwar lassen sich durchaus Argumente vorbringen, weshalb sich der bisherige Zyklus nicht einfach immer weiter in die Zukunft projizieren lässt. Allerdings bedeutet dies nichts zwangsweise, dass sich der Markt dadurch eher in eine positive Richtung entwickeln wird. Gleichzeitig wurde der Abgesang auf Krypto schon unzählige Male angestimmt.
Doch Vorsicht ist geboten: Der RSI (Relative Strength Index) hat sich aus dem überkauften Bereich abgekühlt, ohne jedoch einen definitiven Boden zu finden. Sollte die Kursmarke von 1,40 USD nachhaltig unterschritten werden, aktiviert dies charttechnisch ein erhebliches Abwärtspotenzial. Wir haben dazu passend unlängst den Golden Ratio Support analysiert, der ebenfalls als letzte Bastion fungieren könnte, falls der aktuelle Boden bricht.
Marktumfeld und Einflussfaktoren
Abseits der nackten Zahlen im Chart spielt das fundamentale Umfeld für unsere XRP Prognose eine tragende Rolle. Interessanterweise sehen wir divergierende Signale: Während der Kurs schwächelt, zeigen On-Chain-Daten, dass XRP Wale trotz Korrektur akkumulieren – oft ein Indiz für sogenanntes „Smart Money“, das Dips kauft, während Kleinanleger verkaufen.
Der aktuelle Markt zeigt hier nämlich durchaus Signale, die zu einer Konsolidierungsphase passen. Panikverkäufer haben den Markt verlassen, während überzeugte Langzeitinvestoren das Ruder übernehmen. Besonders auffällig ist der drastische Schwund bei den Börsenbeständen: Von den 3,76 Milliarden Token im Oktober liegen heute nur noch rund 1,7 Milliarden auf den Plattformen bereit. Ein solcher Angebotsschock wirkt oft wie ein Brandbeschleuniger für den Preis, sobald das Kaufinteresse wieder anzieht
Gleichzeitig sorgt die institutionelle Seite für gemischte Gefühle. Zwar wurde kürzlich das Kursziel von Standard Chartered auf 2 USD gesenkt, was kurzfristig auf die Stimmung drückt, doch Partnerschaften wie die mögliche Aviva Zusammenarbeit stützen den langfristigen fundamentalen Wert von Ripple und könnten als Katalysator für eine Erholung dienen.
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