Der Kryptomarkt präsentiert sich zum Wochenstart erneut schwach und von anhaltender Unsicherheit geprägt. Viele Kurse treten seit Tagen auf der Stelle oder geben weiter nach. XRP kann sich diesem Trend nur bedingt entziehen und notiert aktuell rund 0,5 Prozent fester bei etwas über 1,90 US-Dollar. Auf Wochensicht steht dennoch ein Minus von rund sieben Prozent zu Buche, und in den vergangenen drei Monaten hat XRP sogar etwa ein Viertel seines Wertes eingebüßt.

Trotz dieser ernüchternden Entwicklung sehen einige Trader genau in dieser Schwächephase enormes Potenzial. Sie spekulieren auf eine starke Trendwende und halten sogar eine spektakuläre Vervielfachung des Kurses für möglich. Das Kursziel liegt hier in einem technischen Setup bei 23 US-Dollar, was mehr als 10x Potenzial bedeuten würde. Derweil mahnt die charttechnische Lage eigentlich kurzfristig zur Vorsicht.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Der Kryptomarkt bleibt schwach, XRP verliert Wochen und Monate deutlich an Wert.
  • Trotz Kursschwäche sehen Trader in XRP weiterhin enormes Turnaround-Potenzial.
  • ChartNerd erkennt eine 400 Tage lange Reakkumulationsphase mit explosivem Ausbruchspotenzial.
  • Das Chartmuster ähnelt früheren XRP-Setups, die massive Rallyes ausgelöst haben.
  • Der Analyst sieht bei erfolgreichem Ausbruch ein langfristiges Kursziel bei 23 US-Dollar.
  • Voraussetzung bleibt, dass XRP die aktuelle Trading-Range nach unten nicht verlässt.
  • Kurzfristig kämpft XRP unter allen EMAs und verteidigt kritisch die 1,90-Dollar-Zone.

XRP vor historischer Mega-Rallye?

Der Krypto-Analyst „ChartNerd“ sorgt derzeit mit einer extrem bullischen Einschätzung zu XRP für Aufsehen. In einem neuen Post verweist er auf eine außergewöhnlich lange Konsolidierungsphase, die sich mittlerweile über rund 400 Tage erstreckt. Technisch betrachtet spricht er von einer sogenannten rechteckigen Reakkumulationszone – also einer Phase, in der der Markt über einen langen Zeitraum seitwärts läuft, während sich im Hintergrund neue Käuferpositionen aufbauen. Solche Strukturen gelten unter Charttechnikern als klassischer Nährboden für besonders dynamische Ausbrüche.

Was dieses Setup so besonders macht. Die aktuelle Formation ähnelt laut ChartNerd historischen Mustern, die bei XRP in der Vergangenheit bereits sehr große Trendbewegungen eingeleitet haben. Je länger eine solche Seitwärtsphase andauert, desto größer ist in der Regel das aufgestaute Potenzial für den nächsten Impuls. Genau darauf zielt seine These ab: Sollte der Kurs die untere Unterstützungszone dieser Reakkumulation verteidigen und anschließend nach oben ausbrechen, könnte eine der aggressivsten Rallyes der vergangenen sieben bis acht Jahre folgen.

Als langfristiges Kursziel nennt der Analyst eine Marke von rund 23 US-Dollar. Dieses Ziel leitet er nicht aus kurzfristigen Spekulationen, sondern aus der Größe der aktuellen Chartformation und deren Projektion nach oben ab.

Natürlich bleibt ein solches Szenario an Bedingungen geknüpft: Entscheidend ist, dass XRP die aktuelle Trading-Range nicht nach unten verlässt. Doch solange die Reakkumulationszone hält, sehen Charttechniker wie ChartNerd die Chancen klar auf der Oberseite.

Kritisch sollten Anleger hier natürlich die Implikationen auf die Bewertung zur Kenntnis nehmen. Denn bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von 115 Milliarden US-Dollar ist eine weitere 10x Performance natürlich ambitioniert, sodass die XRP Prognose des Analysten kritisch hinterfragt werden sollte.

XRP bleibt kurzfristig angeschlagen

XRP

Ein Blick auf den aktuellen Tageschart von XRP zeigt derweil ein technisch angeschlagenes Bild. Der Kurs notiert derzeit an einem entscheidenden Support-Bereich um 1,90 US-Dollar und ist inzwischen unter alle wichtigen gleitenden Durchschnitte gefallen, darunter den EMA20, EMA50, EMA100 und auch den EMA200. Das unterstreicht die kurzfristige Schwäche deutlich.

Hält diese Zone nicht, dürfte ein erneuter Test der Verlaufstiefs bei rund 1,80 US-Dollar folgen. Diese Marke wurde bereits im November einmal und im Dezember mehrfach angelaufen. Sollte XRP auch unterhalb von 1,80 US-Dollar auf Tagesbasis schließen, würde sich das Chartbild weiter eintrüben und der Verkaufsdruck wohl schnell zunehmen.

Der Krypto-Trader Dom bewertet die aktuelle Lage bei XRP eher skeptisch. Den rund 30-prozentigen Anstieg zu Beginn des Monats stuft er als schwach ein, da laut seiner Orderflow-Analyse keine echte Kaufdynamik dahinterstand, sondern der Anstieg vor allem durch geringe Liquidität begünstigt wurde.

Besonders kritisch sieht er ebenfalls die aktuelle Kurszone um 1,80 US-Dollar, die nun bereits dreimal getestet wurde. Diese Marke bezeichnet er als letzte Chance für eine Bodenbildung. Weitere Rücksetzer in diesen Bereich könnten laut Dom einen klaren Breakdown auslösen. Um das Chartbild zu stabilisieren, müsse XRP aus seiner Sicht schnell wieder über 2,05 US-Dollar steigen.


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Daniel Robrecht

Nach seinem Rechtswissenschaften- und Management-Studium entschied sich Daniel für eine Tätigkeit als freiberuflicher Autor und verfasst mittlerweile seit rund 10 Jahren qualitative Publikationen zu diversen Fachthemen. Als Investor sammelte er jahrelang Erfahrung mit Aktien & Kryptowährungen. Neben einem langfristigen Investitionsansatz... Mehr lesen

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