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Es sind turbulente Zeiten am Kryptomarkt. Zwar haben sich die meisten Coins inzwischen vom Flash Crash einigermaßen erholt, an das Niveau, das vorher erreicht wurde, kommen aber nur die wenigsten wieder ran. Auch Bitcoin ist es noch nicht gelungen, die 120.000 Dollar Marke wieder zurückzuerobern und der Ripple-Coin XRP hat ebenfalls Schwierigkeiten, wieder auf alte Höhen zu steigen. Dabei mehren sich bei XRP nun schon länger die Alarmsignale, weshalb jetzt nicht mehr unbedingt die Zeit für blinden Optimismus ist.
Das Wichtigste im Überblick:
- XRP erholt sich schleppender als andere Coins vom Flash Crash.
- Seit Juli steckt der Ripple-Coin in einem Abwärtstrend fest.
- Am Chart mehren sich nun die Alarmsignale.
- Auch auf fundamentaler Seite gibt es nun viele Gründe, vorsichtig zu sein.
Chart zeigt klare Warnung
Die Prognosen für XRP sind nach wie vor extrem bullish. Allerdings sind die meisten davon eher zu optimistisch, da inzwischen offensichtlich sein dürfte, dass dreistellige Kursziele völlig aus der Luft gegriffen sind. Aktuell zeigt sich am Chart allerdings ein Warnsignal, das auch kurzfristig zum Problem werden könnte und von Anlegern nicht ignoriert werden sollte.
($XRP Chart – Quelle: Tradingview)
Abgesehen davon, dass der XRP-Kurs schon seit Juli in einem Abwärtstrend steckt, bei dem immer tiefere Hochpunkte und tiefere Tiefpunkte gebildet werden, ist auch ein weiteres Problem aufgetaucht. Die Bullen schaffen es scheinbar nicht, den EMA 200 zurückzuerobern.
Der EMA 200 ist der wichtigste Indikator in der technischen Analyse und während durch den Flash Crash die meisten Coins kurzfristig darunter gefallen sind, ist es bei XRP bis heute nicht gelungen, diese Marke wieder zu überschreiten. Schlimmer noch, gestern wurden die Bullen genau an dieser Marke abgewiesen und die Bildung eines Schlusskurses über dieser Linie ist nicht gelungen.
Der EMA 200 liegt aktuell bei 2,63 Dollar und wenn es nicht gelingt, diese Marke schnell wieder zu überschreiten und auch die psychologisch wertvolle 2,50 Dollar Marke fällt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich der Abwärtstrend weiter fortsetzt und XRP erst im Bereich von 2,00 Dollar einen Boden findet.
Weitere Alarmsignale
Es ist nicht nur die technische Situation, die aktuell dagegen spricht, den Coin von Ripple zu kaufen. Anleger sollten sich auch auf der fundamentalen Seite fragen, was jetzt noch kommen könnte, um den Kurs anzutreiben. Über die letzten Jahre hat man gehofft, dass das Ende des Rechtsstreits mit der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC den Mega-Run auslöst. Dieser Effekt ist allerdings ausgeblieben.
XRP hat seinen Lauf gehabt, als klar war, dass Trump die Wahl gewonnen hat, weshalb der Kurs innerhalb kürzester Zeit um über 500 % gestiegen ist. Noch so ein Run ist eher unwahrscheinlich. Ripple arbeitet zwar mit zahlreichen Banken zusammen, allerdings übersehen die meisten Investoren aufgrund völlig aus der Luft gegriffener Prognosen von Influencern, dass das keinen direkten Einfluss auf den XRP-Kurs hat.
Viele Investoren verstehen nicht, dass Ripple auch technische Lösungen für Banken anbietet, die keine XRP erfordern. Auch die Idee, dass Ripple SWIFT ersetzen könnte, hält sich hartnäckig in den Köpfen der Community, obwohl diese mindestens genauso aus der Luft gegriffen ist wie ein Kursziel von 100 Dollar. Dass sich internationale Banken nicht von einem einzigen privaten US-Unternehmen abhängig machen werden, sollte eigentlich auf der Hand liegen.
Egal ob etablierte Coins wie Bitcoin und Ethereum oder neue Kryptowährungen, im aktuellen Marktumfeld gibt es zahlreiche Alternativen für XRP, die mehr Gewinnpotenzial zu bieten haben, sodass es sich lohnen könnte, sich hier nochmal umzuschauen oder breiter aufzustellen und nicht nur darauf zu warten, dass bei XRP ein Wunder passiert.
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