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Anleger sind am Kryptomarkt hin und her gerissen. Der Bitcoin-Kurs hat eine Korrektur von rund 30 % in nur 6 Wochen hingelegt. Vom Allzeithoch von 126.000 Dollar ist der Kurs zwischenzeitlich sogar auf unter 90.000 Dollar gefallen. Während die einen hier eine ideale Gelegenheit sehen, um nochmal günstig nachzukaufen, sind die anderen überzeugt, dass das der Anfang des Bärenmarktes ist. Sicher ist, dass die Angst der Marktteilnehmer schon lange nicht mehr so groß war wie heute.
Das Wichtigste im Überblick:
- Der Fear and Greed Index zeigt noch immer einen Wert von 15 Punkten an.
- Damit bewegt sich der Wert seit 8 Tagen in Folge im extremen Angstbereich.
- Eine Panik, die so lange angehalten hat, gab es zuletzt im Jahr 2022.
- Damals ist mit FTX eine der größten Kryptobörsen der Welt gecrasht.
Fear and Greed Index am Tiefpunkt
Ein wichtiger Indikator, um die Stimmung am Markt zu messen, ist der Fear and Greed Index. Er zeigt anhand verschiedener Faktoren, ob am Kryptomarkt eher Gier oder Angst herrscht. Die Punkteskala reicht von 0 – 100, wobei ein Wert von 40 – 60 Punkten als neutral gesehen wird. Ein Score darüber zeigt, dass Gier am Markt herrscht, bei einem Wert darunter spricht man von Angst.
Der Bitcoin Fear and Greed Index ist in den letzten Tagen auf einen Wert von 10 Punkten gefallen. Das allein ist schon unglaublich, wenn man bedenkt, dass der Bitcoin-Kurs immer noch bei über 90.000 Dollar notiert. Bei einem Score von 10 Punkten könnte man eher denken, dass Bitcoin bei 30.000 Dollar notiert. Interessant ist auch, wie lange sich der Index schon im extremen Angstbereich hält.
🚨CRYPTO'S LONGEST EXTREME FEAR IN 3YRS!
The Crypto Fear & Greed Index is still at 15, marking 8 days of brutal Extreme Fear.
This is now the longest Extreme Fear streak since the FTX collapse.🔥 pic.twitter.com/P6r4sd0ui7
— Coin Bureau (@coinbureau) November 19, 2025
Aktuell ist der Wert auf 15 Punkte gestiegen. Unter 20 Punkten spricht man von extremer Angst und in diesem Bereich bewegt sich der Fear and Greed Index nun schon seit 8 aufeinanderfolgenden Tagen. Das ist die längste Phase der Panik seit dem Crash der Kryptobörse FTX.
Eine ideale Gelegenheit?
Historisch gesehen liefert ein niedriger Fear and Greed Index gemischte Signale. In den meisten Fällen ist es nach einem so niedrigen Wert schnell zu einer Erholung gekommen, sodass es eine gute Gelegenheit gewesen wäre, Bitcoin zu kaufen. Wenn sich die Theorie allerdings bestätigen sollte, dass die 4-Jahres-Zyklen immer noch Bestand haben und das der Anfang des Bärenmarktes ist, ändert auch ein niedriger Fear and Greed Index nichts daran.
Auch als im Jahr 2021 der Bärenmarkt begonnen hat, hat der Fear and Greed Index ähnliche Werte wie heute angezeigt, allerdings lag der Kurs damals noch bei 50.000 Dollar. Die Folge war dennoch ein weiterer Abverkauf auf bis zu 16.000 Dollar. Ein niedriger Wert ist also noch keine Garantie für eine baldige Erholung des Marktes.
Die aktuelle Nachrichtenlage deutet aber eher darauf hin, dass das Schlimmste schon bald überstanden ist. Die fundamentalen Daten haben sich für Bitcoin zum Besseren etnwickelt, die institutionelle Adaption ist nicht aufzuhalten und wie der Bloomberg-Analyst Eric Balchunas aufzeigt, haben die Spot Bitcoin ETFs zwar mit Kapitalabflüssen zu kämpfen, das Ausmaß ist aber alles andere als bedenklich.
Bitcoin ETFs with $250m in outflows, $3b out in past month, about 2.5% of total assets, 97.5% hanging in there. Still $23b YTD which is amazing. People forget just how much lifting was done 18mo prior to selloff. All told not too bad considering the "extreme fear" mood. pic.twitter.com/KyrVQhGppC
— Eric Balchunas (@EricBalchunas) November 18, 2025
Er erinnert daran, dass immer noch 97,5 % des Kapitals, das in die Bitcoin ETFs geflossen ist, in den Fonds geblieben ist. Und das obwohl der Bitcoin-Kurs inzwischen um knapp 30 % korrigiert hat. Die bearishen Bitcoin-Prognosen kann er nicht nachvollziehen.
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