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Es sind unsichere Zeiten am Kryptomarkt. Seit Monaten bewegt sich der Kurs von Bitcoin seitwärts und schafft keinen Anstieg mehr über die 100.000 Dollar Marke. Inzwischen wird sogar jeder Anstieg über die 90.000 Dollar Marke sofort wieder abverkauft. Von einer Altcoin Season fehlt aktuell jede Spur. Allerdings mehren sich inzwischen auch die Anzeichen, dass es sowas wie eine Altcoin Season auch in Zukunft nicht mehr geben wird. Was viele als Bestandteil eines Kryptozyklus sehen, könnte in Wahrheit nicht viel mehr als eine Blase gewesen sein.
Das Wichtigste im Überblick:
- Altcoins wollen in diesem Zyklus einfach nicht in Schwung kommen.
- Bisher hat man am Kryptomarkt von fixen Zyklen gesprochen, wobei auch eine Altcoin Season ein fester Bestandteil war.
- Dabei deuten die Daten eher darauf hin, dass es so eine Phase in Zukunft nicht mehr geben wird.
- Die Altcoin Season aus dem Jahr 2021 erinnert an die Dotcom-Blase.
- Jahrelanges Hodln dürfte sich nur bei den wenigsten Altcoins auszahlen.
Kein Bestandteil eines Zyklus
Am Kryptomarkt spricht man immer wieder von Vierjahreszyklen und den verschiedenen Phasen der verschiedenen Zyklen. Zuerst steigt Bitcoin, dann Large Caps wie Ethereum oder Solana und am Schluss kommt die sogenannte Altcoin Season, in der auch zahlreiche kleine Kryptowährungen Kurssteigerungen von tausenden Prozent hinlegen. Zumindest war es in früheren Zyklen so, wie man sagt.
Allerdings ist es bei genauerer Betrachtung eher so, dass sich hier in der Vergangenheit nicht die Zyklen wiederholt haben und man deshalb davon ausgehen kann, dass sich dieses Muster auch in Zukunft immer wieder wiederholen wird. Die Tatsache, dass es 2017 und 2021 zu einer solchen Altcoin Season gekommen ist, spricht für die Idee der Vierjahreszyklen.
Dafür muss man allerdings verstehen, dass Altcoins auch erst mit dem Launch von Ethereum richtig ins Rollen gekommen sind, auch wenn es vorher schon eine Handvoll anderer Kyptowährungen gegeben hat. Ethereum ist erst im Jahr 2015 gelauncht, sodass klar war, dass die Bitcoin-Dominanz durch die zahlreichen Altcoins, die dadurch auf den Markt gekommen sind, sinkt.
Die Phase, die viele bisher als erste Altcoin Season wahrgenommen haben, ist in Wahrheit also nicht mehr gewesen als die logische Konsequenz daraus, dass es plötzlich mehr Altcoins gegeben hat. Wenn man nicht mehr nur Bitcoin als Kryptowährung misst, sondern plötzlich auch viele andere Coins in die Auswertung fallen, ist klar, dass der Anteil, den Bitcoin vom gesamten Kryptomarkt beansprucht, niedriger wird. Mit einer zyklischen Umverteilung, die sich in jedem Bullrun wiederholen muss, hat das nichts zu tun.
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Parallelen zur Dotcom-Blase
Nach dem ersten Ansturm auf Altcoins im Jahr 2017 ist die Bitcoin-Dominanz schnell wieder gestiegen. Wer seine Gewinne aus Altcoins nicht mitgenommen hat, wurde schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Bis es dann im Jahr 2021 erneut zu einer Phase gekommen ist, in der so gut wie alle nennenswerten Altcoins durch die Decke gegangen sind. Daher sprechen viele von einem sich wiederholenden Zyklus. Gleichzeitig fragen sich auch viele, wann die Krypto-Blase platzen wird. Dabei ist das offenbar schon längst passiert.
Beim Platzen einer Blase wird selten die gesamte Industrie wertlos, sondern nur der Großteil der Unternehmen oder Assets, die einfach nur gestiegen sind, weil ein Thema gerade gehyped war. Eine Handvoll Unternehmen setzen sich aber auch nach dem Platzen der Blase wieder durch, was sich schon nach der Dotcom-Blase gezeigt hat. Unternehmen wie Amazon, Alphabet oder Microsoft gehören heute zu den größten der Welt, über 90 % der Unternehmen, die damals hoch bewertet waren, haben es aber nicht geschafft.
Genau das ist am Kryptomarkt bereits passiert. Mit dem Platzen der Blase wird nicht Bitcoin wertlos. Die Blase war das, was man 2021 als Altcoin Season bezeichnet hat und diese ist längst geplatzt. Das bedeutet, dass sich diese Marktphase in diesem Ausmaß vermutlich auch nicht mehr wiederholen wird.
Am Ende sind es genau wie nach dem Platzen der Dotcom-Blase eine Handvoll Player, die sich am Markt durchgesetzt haben, die auch langfristig das Potenzial haben, weiter zu wachsen. Dazu gehören neben Bitcoin wohl auch Ethereum und Solana und eine kleine Auswahl an weiteren Coins.
Bei den restlichen Altcoins werden zwar auch wieder teilweise höhere Renditen als bei BItcoin erzielen zu sein, allerdings zeigt sich, dass die Anstiegsphasen dabei immer kürzer werden, die prozentualen Gewinne niedriger und dass es bei diesen Kryptowährungen in der Regel keinen Sinn macht, sie über Jahre zu halten und jeden Dip nachzukaufen, da bei 99 % der Coins wohl nicht davon ausgegangen werden kann, dass die Kurse langfristig steigen, wie es etwa bei Bitcoin der Fall sein dürfte.
Anleger sollten daraus also nicht den Entschluss ziehen, dass es sich nie mehr lohnt, Altcoins zu kaufen, aber sie sollten sich über die Haltedauer Gedanken machen, das Portfolio in diesem Fall aktiv managen und die Gewinne rechtzeitig mitnehmen. Vom erwarteten jahrelangem Wachstum des Kryptomarktes werden am Ende nur die wenigsten profitieren.
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