Bitcoin handelt am Sonntagabend wieder um 70.700 US-Dollar und liegt damit klar über dem jüngsten Verlaufstief nahe 60.000 Dollar vom Freitag. Trotzdem bleibt die Lage fragil: Nach dem heftigen Abverkauf und der anschließenden Gegenbewegung ist der Markt kurzfristig wieder in einer Entscheidungszone, in der neue Impulse schnell zu größeren Ausschlägen führen können. Vor diesem Hintergrund wird die kommende Woche gleich mehrfach spannend: Konferenzen, Token-Unlocks und thematische Sektor-Rotationen könnten für zusätzliche Volatilität sorgen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin stabilisiert sich über 70.000 Dollar nach starkem Rücksetzer zuletzt.
  • Starknet-Token-Unlock könnte kurzfristig zusätzlichen Verkaufsdruck im Markt erzeugen.
  • Consensus Hong Kong dürfte Narrative, Deals und institutionelle Krypto-Stimmung prägen.
  • Bitcoin Cash rückt durch Meetup und geplantes Layla-Upgrade wieder stärker Fokus.
  • Privacy Coins verlieren stark, mögliche Gegenbewegung hängt von Marktstimmung und Regulierung ab.

Starknet: 127 Millionen STRK werden unlocked

Am 15. Februar steht bei Starknet ein größerer Token-Unlock an: Rund 127 Millionen STRK werden freigegeben, was etwa 4,61 Prozent der bereits im Umlauf befindlichen „released supply“ entspricht. Solche Termine sind zwar lange bekannt und damit oft vorab eingepreist, sie erhöhen aber typischerweise die Aufmerksamkeit auf kurzfristige Angebotsschocks. Entscheidend ist weniger die nackte Zahl als die Frage, wer die Tokens erhält und ob diese Bestände direkt liquidiert werden.

In Phasen, in denen der Gesamtmarkt ohnehin nervös ist, können selbst moderat wirkende Unlocks die Orderbücher spürbar belasten – vor allem, wenn Trader parallel Risiko reduzieren.

Bitcoin: Range oder neuer Verkaufsdruck?

Bei Bitcoin richtet sich der Blick auf die Frage, ob aus der Erholung nach dem Rutsch Richtung 60.000 Dollar ein stabiler neuer Handelsbereich entsteht – oder ob die Rally nur ein technischer Rebound war. Am Freitag sprang BTC wieder über 70.000 Dollar, nachdem zuvor ein Tief bei rund 60.017 Dollar markiert wurde.

Für die kommenden Tage wird daher relevant, wie der Markt auf Rückläufe reagiert: Hält sich der Preis in der Zone um 70.000 Dollar, spricht das für Konsolidierung. Rutscht er wieder deutlich darunter, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Verkäufer erneut die Kontrolle testen. Die aktuelle Tagesvolatilität – sichtbar an der Spanne zwischen rund 68.400 und 71.100 Dollar – zeigt, wie eng diese Entscheidung gehandelt wird.

Consensus Hong Kong: Katalysator für Narrative und Deals

Vom 10. bis 12. Februar findet die Consensus Hong Kong 2026 im Hong Kong Convention & Exhibition Centre statt. Solche Branchentreffen sind weniger wegen einzelner „Ankündigungen“ wichtig, sondern weil dort Narrative entstehen und sich Prioritäten verschieben: Welche Themen dominieren Gespräche zwischen Börsen, Market Makern, institutionellen Akteuren und Projekten? Das Programm deckt explizit Schnittstellen zwischen Krypto, TradFi, AI und Web3 ab. Die Agenda wird fortlaufend ergänzt. Dies ist ein Hinweis, dass kurzfristig noch neue Sessions und Teilnehmer bekannt werden können.

In einer Marktphase, in der Risikoappetit und Liquidität sichtbar schwanken, kann eine solche Konferenz Stimmungswechsel beschleunigen: von defensiv (Cash, Majors) hin zu selektiven Themen-Trades – oder umgekehrt, falls Aussagen zu Regulierung, Marktinfrastruktur oder institutioneller Nachfrage enttäuschen.

Bitcoin Cash: Meetup rückt Layla-Upgrade in Fokus

Bitcoin Cash ist zuletzt wieder stärker in den Vordergrund gerückt – auch, weil sich der Kurs vergleichsweise stabil hielt und BCH zeitweise wieder in der Top 10 vertreten ist. Am 17. Februar steht zudem ein Community-Meetup in Toronto an, moderiert von Jerry Lightswarm, bei dem es um BCH-Technik und das für Mai 2026 geplante Layla-Upgrade gehen soll. Solche Treffen sind meist kein Markt-Trigger wie ein Mainnet-Launch, aber sie bündeln Entwickler-Updates, Roadmap-Details und Erwartungen an mögliche Verbesserungen. Für Trader ist das relevant, weil der Markt bei „Upgrade-Narrativen“ gern im Vorfeld Positionen aufbaut.

Privacy Coins: Nach dem 25%-Rutsch ein Rebound?

Monero und Zcash gehören in dieser Woche zu den auffälligsten Verlierern in der Top-100: Beide Coins standen unter starkem Abgabedruck, während der Privacy-Sektor insgesamt deutlich zurückfiel.

privacy

Ob daraus ein Rebound entsteht, hängt weniger von „Technik“ ab als von Liquidität und Risikoappetit. Nach großen Verlustwochen kommt es häufig zu schnellen Gegenbewegungen, wenn Short-Positionen gedeckt werden oder Käufer auf Übertreibung setzen.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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