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Der Start ins neue Jahr ist dem Kryptomarkt bis dato gelungen. Die erste, verkürzte Handelswoche war jedoch erwartungsgemäß von einer überschaubaren Dynamik geprägt. Ab heute dürften insbesondere institutionelle Marktteilnehmer wieder in größerem Umfang in den Markt zurückkehren, während auch die traditionellen Aktienmärkte erneut stärker in den Fokus rücken. Damit steigt die Relevanz makroökonomischer Impulse spürbar an. Entsprechend ist für Spannung gesorgt, denn in den kommenden Tagen könnten mehrere Ereignisse richtungsweisend werden.
In dieser Krypto News Vorschau stehen unter anderem Entwicklungen rund um Venezuela, die USA, den Arbeitsmarkt sowie Bitcoin, Ethereum und weitere spannende Themen im Fokus.
Das Wichtigste im Überblick:
- Venezuela-News lösten bislang keine Panikreaktionen an Krypto- oder Futures-Märkten aus.
- Marktteilnehmer erwarten stärkere Reaktionen erst mit US-Handelsstart am Montag.
- US-Arbeitsmarktdaten bestimmen diese Woche maßgeblich die geldpolitischen Markterwartungen.
- Schwächere Jobdaten könnten Zinssenkungen der Federal Reserve wahrscheinlicher machen.
- Der nächste Fed-Zinsentscheid steht in rund drei Wochen bevor.
- Bitcoin startete 2026 stabil und überschritt zuletzt erneut die Marke von 92.000 US-Dollar.
- Ein Ausbruch über 94.000 US-Dollar könnte das Bitcoin-Chartbild deutlich verbessern.
- Ethereum erhöht am 7. Januar die Blob-Kapazität zur Senkung von Layer-2-Gebühren.
- Stellar startet ein Privacy-Testnet zur Erweiterung privacy-fähiger Smart-Contract-Anwendungen.
- Memecoins zeigen zu Jahresbeginn relative Stärke nach einem schwachen Jahr 2025.
Märkte reagieren auf Venezuela-Lage
Nach der Eskalation rund um Venezuela blieb die unmittelbare Marktreaktion am Wochenende überraschend verhalten. Zwar zeigte Bitcoin kurzzeitig eine leichte Aufwärtsbewegung, doch in den Futures-Märkten war bislang weder Panik noch ein klarer Risk-off-Impuls zu erkennen. Auch klassische Krisenbarometer wie der Ölmarkt reagierten zunächst kaum, obwohl Venezuela über die größten bestätigten Ölreserven der Welt verfügt. Der Öl-Preis gab mitunter etwas nach, während die US-Öl-Aktien ansprangen. Dennoch dürfte eine mögliche Ausweitung der Öl-Produktion Jahre dauern.
Spannend dürfte daher vor allem der Wochenauftakt werden. Mit dem regulären Handelsstart in den USA am Montag könnten institutionelle Akteure erstmals umfassend auf die geopolitischen Entwicklungen reagieren.
US-Arbeitsmarkt lenkt Geldpolitik
In der kommenden Woche dürfte der US-Arbeitsmarkt klar im Fokus der Finanzmärkte stehen, da mehrere zentrale Datensätze wichtige Hinweise auf die konjunkturelle Dynamik liefern werden. Den Auftakt macht am Dienstag der ISM Manufacturing PMI für Dezember. Dieser dürfte zeigen, ob sich die Abschwächung im Industriesektor weiter verfestigt. Am Mittwoch folgen gleich zwei arbeitsmarktrelevante Veröffentlichungen: die ADP-Beschäftigungsdaten, die einen frühen Eindruck zur privaten Jobdynamik geben könnten, sowie die JOLTS Job Openings, die Aufschluss über die Nachfrage nach Arbeitskräften liefern.
Key Events This Week:
1. Markets React to Venezuela Situation – Monday
2. December ISM Manufacturing PMI data- Tuesday
3. December ADP Nonfarm Employment data – Wednesday
4. November JOLTS Job Openings data – Wednesday
5. December Jobs Report – Friday
6. January MI Consumer…
— The Kobeissi Letter (@KobeissiLetter) January 4, 2026
Der Höhepunkt der Woche wird jedoch der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Dezember am Freitag sein. Sollten sich dort Anzeichen einer stärkeren Abkühlung zeigen – etwa durch schwächeres Stellenwachstum oder steigende Arbeitslosigkeit –, dürften die Erwartungen an baldige Zinssenkungen der Federal Reserve zunehmen.
In rund drei Wochen steht bereits der nächste Zinsentscheid der Federal Reserve an. Derzeit preisen die Märkte mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 82 Prozent eine Zinspause ein, während die Chance für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bei rund 17,2 Prozent liegt. Diese Erwartungslage ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Schwächere oder überraschend starke Arbeitsmarktdaten in dieser Woche könnten die geldpolitischen Annahmen der Investoren kurzfristig deutlich verschieben, was wiederum Implikationen für Krypto hätte.
Bitcoin startet stabil ins Jahr
Bitcoin hat den Start in das Jahr 2026 insgesamt solide gemeistert. In den ersten Handelstagen zeigten sich moderate Kursgewinne, die am Wochenende sogar an Dynamik gewannen. Zwischenzeitlich konnte Bitcoin erneut die Marke von 92.000 US-Dollar überwinden, womit sich die Year-to-date-Performance auf rund fünf Prozent verbessert hat. Damit bestätigt sich zunächst ein konstruktives kurzfristiges Marktumfeld.
Entscheidend dürfte nun der Beginn der neuen Handelswoche werden. Kann Bitcoin die Gewinne vom Wochenende verteidigen, würde sich die technische Ausgangslage spürbar aufhellen und kurzfristig wieder ein bullischeres Szenario entstehen. Besonders im Fokus steht dabei das Kursniveau um 94.000 US-Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte das Chartbild deutlich verbessern und erneut Kursziele im sechsstelligen Bereich in den Blick rücken. Die größere Bewährungsprobe wartet jedoch höher: Der 50-Tage-SMA verläuft aktuell bei rund 103.000 US-Dollar und dürfte als zentrale Zone zur Entscheidung fungieren.
Ethereum erhöht Blob-Kapazität am 7. Januar
Ethereum wird am 7. Januar 2026 die sogenannte Blob-Kapazität erneut anheben. Dies ist ein technischer Schritt, der vor allem Layer-2-Rollups günstiger machen soll. Seit EIP-4844 (Proto-Danksharding) nutzen Rollups „Blobs“ als eigenen Datenbereich, um Transaktionsdaten kosteneffizient auf Ethereum zu veröffentlichen, ohne die Haupt-Chain dauerhaft mit Daten zu belasten. Mehr Blobspace bedeutet daher in der Regel: geringerer Preisdruck auf diese Datenplätze und damit sinkende L2-Gebühren, sofern die Nachfrage nicht im gleichen Tempo anzieht.
More room for rollups.
BPO-1 activated yesterday, raising blob capacity to 15 per block. This increased space on Ethereum for L2s without needing a hard fork.
BPO-2, which will further increase capacity, comes online in January. pic.twitter.com/upLF8Sa1YU
— Ethereum Foundation (@ethereumfndn) December 10, 2025
Konkret handelt es sich um einen sogenannten Blob-Parameter-Only (BPO) Fork: Dabei werden primär Parameter angepasst, die steuern, wie viele Blobs pro Block im Ziel (Target) und Maximum möglich sind.
Spekulationen um nächsten Fed-Chef
In der kommenden Woche könnte ein politisch wie geldpolitisch relevantes Signal folgen. Gerüchten zufolge wird Donald Trump am 9. Januar öffentlich machen, wer die Nachfolge von Jerome Powell an der Spitze der Federal Reserve antreten soll. Trump selbst hatte bereits im Dezember angedeutet, einen klaren Favoriten zu haben und diesen im Januar zu benennen.
Besonders aufmerksam verfolgen die Märkte dabei die Entwicklungen auf Polymarket. Dort galt lange Kevin Hassett als eindeutiger Favorit mit zeitweise über 75 Prozent Wahrscheinlichkeit. In den vergangenen Tagen hat sich das Bild jedoch deutlich verändert. Aktuell wird das Rennen als offener eingeschätzt: Sowohl Hassett als auch Kevin Warsh werden jeweils mit rund 39 Prozent Wahrscheinlichkeit gehandelt.
Das mögliche Announcement dürfte vom Markt genau beobachtet werden, da insbesondere Hassett als Befürworter einer lockereren Geldpolitik gilt. Unter seiner Führung könnten Zinssenkungen deutlich schneller vorangetrieben werden.
Stellar startet Privacy-Testnet am 7. Januar
Hier geht es um den nächsten technischen Meilenstein von Protocol 25 („X-Ray“) auf dem Testnet von Stellar. Dieses Upgrade soll die Grundlagen schaffen, damit Entwickler auf Stellars Smart-Contract-Plattform Soroban künftig privacy-fähige Anwendungen bauen können – vor allem über Zero-Knowledge-Kryptografie (ZK).
Die Idee: Privacy bleibt optional und anwendungsseitig konfigurierbar. Stellar will also Transparenz auf Netzwerkebene nicht abschaffen, sondern neue Bausteine bereitstellen, mit denen Apps sensible Daten (z. B. Beträge, Geschäftsbeziehungen, Identitätsmerkmale) gezielt verbergen können, ohne die Integrität des Systems zu verlieren.
Praktisch bedeutet das Testnet-Event am 7. Januar: Rollout/Abstimmung der Testnet-Version, damit Wallets, Indexer, Validatoren und App-Teams die neuen Funktionen unter realen Bedingungen testen und Performance, Tooling und Sicherheitsannahmen validieren können, bevor später ein Mainnet-Schritt folgt. Der Mainnet-Launch ist für den 22. Januar geplant.
Coming soon: Protocol X-Ray, all about privacy.
Bringing native BN254 + Poseidon to Soroban. ZK apps on Stellar just became way easier (and cheaper).
Testnet Jan 7 → Mainnet Jan 22.
Privacy season is loading.https://t.co/XeKec5sCtE pic.twitter.com/BGWc7dNVsb— Stellar (@StellarOrg) November 24, 2025
Während Privacy ein wichtiges Narrativ für das laufende Jahr werden könnte, möchte auch Stellar ein Stück vom Kuchen.
zkSync Era vor Abschaltung
Am 7. Januar wird zkSync Era offiziell nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Hintergrund ist eine strategische Neuausrichtung durch Matter Labs, die den Fokus künftig stärker auf modulare Zero-Knowledge-Infrastruktur und neue ZK-Stacks legen will. zkSync Era hatte als zkEVM-Rollup früh versucht, Ethereum skalierbarer zu machen, kämpfte zuletzt jedoch mit fragmentierter Liquidität, hoher Konkurrenz durch andere ZK-Rollups und begrenzter Entwicklerdynamik.
Für Nutzer bedeutet dies, dass bestehende Anwendungen weiterhin zugänglich bleiben dürften, neue Features oder Optimierungen aber nicht mehr zu erwarten sind. Entwickler werden angehalten, auf alternative ZK-Frameworks oder neue Produkte aus dem Matter-Labs-Ökosystem zu migrieren. Marktseitig könnte das Ereignis kurzfristig für Unsicherheit sorgen, langfristig jedoch als Bereinigung im stark umkämpften Layer-2-Segment gewertet werden.
Der native ZK Token war bis dato übrigens kein Erfolg und wertete zuletzt kontinuierlich ab.
Why zksync pirce keeps dumping after ATH?
There's an opinion that back in december team controlled big part of the supply.
And they could buy more from the market, get majority control over circulating supply, and pump the price to 1$+.
But then, trump started nuking the… pic.twitter.com/pvjUt7rqX6
— Praetor (@FourVork) January 4, 2026
Memecoins zeigen frühe Stärke in 2026
In den ersten Handelstagen des neuen Jahres hat sich im Memecoin-Segment eine auffällige relative Stärke gezeigt. Besonders innerhalb der Top 10 stach Dogecoin hervor, der zeitweise um mehr als 18 Prozent zulegen konnte und damit zu den stärksten Performern gehörte. Auch jenseits der größten Assets zeigt sich Dynamik: In den Top 100 verzeichneten Memecoins wie Pepe, Bonk oder SPX6900 deutliche Kursgewinne und übertrafen in der Breite viele etablierte Altcoins.
Nach einem insgesamt sehr schwachen Jahr 2025 für das Segment deutet sich damit ein erstes Wiederaufleben spekulativen Kapitals an. Gerade zu Jahresbeginn scheinen risikofreudige Marktteilnehmer gezielt nach asymmetrischen Chancen zu suchen. Das kann kurzfristig weiteres Momentum erzeugen und das Narrativ einer frühen Spekulationsphase stützen.
Gleichzeitig bleibt Vorsicht angebracht: Memecoins sind bekannt für schnelle Kapitalrotationen. Wer in diesem Segment aktiv ist, sollte Gewinne konsequent realisieren und das Risiko aktiv steuern.
Meme Coins mit Potenzial – alles Wissenswerte
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