In diesem Beitrag
- Bitcoin: Ausbruch bestätigt – 100.000 Dollar?
- Startet Ethereum jetzt durch?
- Trump vs. Europa: Was bringt der Grönland-Streit?
- Urteilt der Supreme-Court über die Zölle?
- Entscheidung über Powell-Nachfolge rückt näher
- Optimism: Wichtige Abstimmung über Buybacks startet
- Injective: Kommt mehr Deflation?
- Seeker-Airdrop: Solana-Smartphone verteilt die Token
- Neue Stablecoins für IBKR: RLUSD & PYUSD kommen
- Strategy deutet nächsten Mega-Bitcoin-Kauf an
Am heutigen Sonntag zeigt sich der Kryptomarkt weiterhin in einer Phase der Konsolidierung. Große Impulse bleiben bislang aus, sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite. Bitcoin, Ethereum und viele Altcoins bewegen sich in engen Handelsspannen, was auf eine abwartende Haltung der Marktteilnehmer hindeutet. Dennoch dürfte die kommende Woche von hoher Spannung geprägt sein.
Rund um Bitcoin, den Grönland-Streit, US-Zölle, die US-Geldpolitik und mehrere wichtige Krypto-spezifische Events stehen zahlreiche Entwicklungen an, die das Potenzial haben, die Märkte spürbar zu bewegen. Unsere Krypto News Vorschau:
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoin hält den Support bei 94.000 US-Dollar und könnte den Ausbruch bestätigen.
- Ein erfolgreicher Retest könnte den Weg in Richtung 100.000 bis 106.000 US-Dollar öffnen.
- Ethereum liegt Year-to-Date rund zwölf Prozent im Plus und übertrifft Bitcoin leicht.
- Das Ethereum-Staking wächst weiter, während kaum Abflüsse aus den Verträgen stattfinden.
- Im ETH/BTC-Paar testet Ethereum den Widerstand bei rund 0,035 Bitcoin.
- Der Grönland-Streit dürfte in den nächsten 48 Stunden starke Vlatilität auslösen.
- Der Supreme Court könnte nächste Woche über die Rechtmäßigkeit von Trumps Zöllen entscheiden.
- Polymarket sieht nur 32 Prozent Wahrscheinlichkeit für ein Pro-Trump-Urteil.
- Kevin Warsh führt bei Polymarket mit 55 Prozent im Rennen um Powells Nachfolge.
- Optimism, Injective und Solana liefern kommende Woche mehrere potenziell marktbewegende Krypto-Events.
Bitcoin: Ausbruch bestätigt – 100.000 Dollar?
Trotz leichter Schwäche bei den Aktien-Futures am Wochenende, die vor allem durch die Unsicherheit rund um den Grönland-Streit belastet werden, zeigt sich der Kryptomarkt weiterhin stabil. Bitcoin konsolidiert nahe der Marke von 95.000 US-Dollar, ohne dass es zu nennenswerten Gewinnmitnahmen kommt. Das wirkt charttechnisch sogar konstruktiv, denn aktuell läuft der Retest der vorherigen Ausbruchszone. Der Bereich um 94.000 US-Dollar dient dabei als zentraler Unterstützung.
Hält dieses Niveau, würde das den Ausbruch bestätigen. In diesem Fall könnte im nächsten Schritt der Bereich um 105.000 bis 107.000 US-Dollar ins Visier geraten.
Der Krypto-Analyst Michaël van de Poppe bewertet die aktuelle Lage bei Bitcoin weiterhin konstruktiv. Aus seiner Sicht hält der Kurs stabil über der früheren Widerstandszone bei rund 94.000 US-Dollar und findet dort zuverlässig Unterstützung. Genau dieses Verhalten spricht für eine gesunde Konsolidierung nach dem Ausbruch. Van de Poppe erwartet deshalb, dass sich die Märkte weiter aufheizen und in der kommenden Woche eine dynamische Aufwärtsbewegung einsetzen könnte. Sein Basisszenario bleibt ein Angriff auf die psychologisch wichtige Marke von 100.000 US-Dollar, sofern der Supportbereich weiterhin verteidigt wird.
So far, so good.
It's looking great, as the markets are heating up for a nice leg upwards to $100K.#Bitcoin holds above the previous resistance zone at $94K and is finding support.
I would expect to see a strong move in the coming week. pic.twitter.com/wI61d3bE0o
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) January 18, 2026
Startet Ethereum jetzt durch?
Auch der Blick auf Ethereum als zweitwertvollste Kryptowährung bleibt aktuell äußerst spannend. Auf Jahressicht liegt ETH nach den ersten knapp drei Wochen bereits rund 12 Prozent im Plus und entwickelt sich damit sogar etwas stärker als Bitcoin. Fundamental untermauert wird das durch mehrere positive Trends: Das Staking wächst weiter dynamisch, es fließen kontinuierlich neue ETH in die Staking-Verträge, während nur wenige Abflüsse zu beobachten sind. Gleichzeitig zeigt auch das Wachstum neuer Adressen eine klare Aufwärtsdynamik.
$ETH exit queue is now at zero.
Meanwhile, ETH entry queue is at 2,597,838 which is the highest level in 2.5 years.
Insane demand for staking Ethereum. pic.twitter.com/opFSSjpaMf
— Ted (@TedPillows) January 17, 2026
Im Handelspaar ETH/BTC konnte der übergeordnete Schlüsselsupport, der zuletzt Mitte Dezember getestet wurde, erfolgreich verteidigt werden. Seitdem läuft eine moderate Aufwärtsbewegung. Aktuell testet Ethereum das letzte Verlaufshoch bei rund 0,035 BTC. Gelingt hier der Ausbruch, könnte eine neue Impulsbewegung folgen.
Trump vs. Europa: Was bringt der Grönland-Streit?
Trump hat es wieder getan und droht mit protektionistischen Maßnahmen. Nach Einschätzung der Analysten des Kobeissi Letter werden die nächsten 48 Stunden entscheidend für die weitere Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und Europa. Im Zentrum steht dabei der Streit um Grönland und die von Donald Trump angekündigten neuen Zölle gegen mehrere europäische Länder.
Mit dem EU-Notfalltreffen tritt der Konflikt in eine neue Phase, die laut Kobeissi exakt dem bekannten „Tarif-Playbook“ des US-Präsidenten folgt: Zunächst maximale Drohkulisse, dann politischer und medialer Druck, während die Märkte geschlossen sind, und schließlich eine konfrontative Eröffnungsphase, sobald die Futures wieder handeln.
Besonders brisant ist das Timing. Da die US-Börsen wegen eines Feiertags erst am Dienstag wieder regulär öffnen, könnten die ersten Reaktionen zunächst über die Futures-Märkte laufen. Dies ist ein Umfeld, das erfahrungsgemäß zu überdurchschnittlich starken, emotionalen Bewegungen führt. Kobeissi erwartet, dass Europa zwar hart auftreten, zugleich aber Gesprächsbereitschaft signalisieren wird. Genau dieses Spannungsfeld entspricht der Verhandlungsposition, die Trump laut den Analysten bewusst ansteuert.
The next 48 hours are critical:
With the EU's "emergency meeting" scheduled for tomorrow, we are now on step #4 of our tariff playbook
We expect the EU to take an aggressive, but open approach. They will threaten to cancel the EU-US trade deal, while encouraging President Trump… https://t.co/C0ekCuXWnl
— The Kobeissi Letter (@KobeissiLetter) January 18, 2026
Der Unterschied zu früheren Episoden, etwa mit China, liegt in der Dimension des Ziels: Ein möglicher Erwerb Grönlands ist politisch und rechtlich erheblich komplexer und dürfte sich deutlich länger hinziehen. Dennoch rechnet Kobeissi damit, dass die Abfolge der Ereignisse zunächst dem bekannten Muster folgt – mit hoher Volatilität, politischen Drohgebärden und stark bewegten Märkten.
Urteilt der Supreme-Court über die Zölle?
In der kommenden Woche könnte der Oberste Gerichtshof der USA ein wichtiges Urteil über die Rechtmäßigkeit der von Präsident Donald Trump verhängten globalen Zölle verkünden. Im Kern dreht sich das Verfahren um die Frage, ob Trump die Befugnis hatte, flächendeckende Zölle gegen Dutzende Länder allein per präsidialem Dekret zu verhängen. Trump hatte die Zölle unter Berufung auf den International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) von 1977 eingeführt. Dies ist ein Gesetz, das dem Präsidenten in nationalen Notfällen umfassende wirtschaftliche Maßnahmen erlaubt. Kritiker und mehrere Kläger – darunter Unternehmen und US-Bundesstaaten – argumentieren jedoch, dass der IEEPA nicht dazu gedacht ist, allgemeine Handelszölle zu erheben, da dies de facto eine Form von Steuer sei und daher gemäß der Verfassung dem Kongress vorbehalten sei.
Mehrere Gerichte niedriger Instanzen hatten bereits entschieden, dass Trump seine Autorität überschritten habe, weshalb der Fall nun vor dem Supreme Court verhandelt wurde. Das Gericht hat noch nicht offiziell bestätigt, welche Entscheidungen es nächste Woche veröffentlichen wird. Doch es könnte eine Entscheidung zu den Zöllen dabei sein.
Ein Blick auf die aktuellen Daten des Prognosemarktes Polymarket zeigt, dass die Marktteilnehmer dem Supreme Court nur eine 32-prozentige Wahrscheinlichkeit zuschreiben, im Sinne der Trump-Administration zu entscheiden. Die Mehrheit der Trader geht somit davon aus, dass das Gericht die rechtliche Grundlage der Zölle kassieren und die bisherige Zollpolitik für unzulässig erklären wird.
Entscheidung über Powell-Nachfolge rückt näher
In der kommenden Woche könnte auch in der US-Geldpolitik eine wichtige Weichenstellung erfolgen. Donald Trump hatte bereits im Dezember erklärt, dass er seinen Favoriten für die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell festgelegt habe und die Entscheidung „wahrscheinlich im Januar“ bekannt geben werde. Da sich der Januar nun dem Ende nähert, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine entsprechende Ankündigung unmittelbar bevorsteht. Für die Finanzmärkte ist diese Personalie von hoher Bedeutung, da sie Hinweise auf den künftigen geldpolitischen Kurs der USA liefern würde.
Ein Blick auf die aktuellen Daten von Polymarket zeigt eine deutliche Verschiebung im Rennen um die Nachfolge von Jerome Powell. Kevin Warsh wird inzwischen mit 55 Prozent als klarer Favorit gehandelt. Dahinter folgen Rick Rieder mit 15,9 Prozent und Christopher Waller mit 13,9 Prozent. Kevin Hassett kommt nur noch auf 11 Prozent und ist damit deutlich zurückgefallen. Auslöser war Trumps Aussage in der vergangenen Woche, er sei mit Hassetts Arbeit in seiner aktuellen Rolle sehr zufrieden und wolle ihn dort eigentlich behalten. Die Prognosemärkte haben diese Signale schnell eingepreist und die Wahrscheinlichkeiten entsprechend neu verteilt.
Optimism: Wichtige Abstimmung über Buybacks startet
In der kommenden Woche wird bei Optimism eine der wichtigsten Weichenstellungen der letzten Monate konkret: Am 22. Januar wird die Community über ein neues Governance-Proposal abstimmen, das den OP-Token enger mit dem Wachstum der sogenannten Superchain verknüpfen soll. Konkret sieht der Vorschlag vor, künftig 50 Prozent der von den Superchain-Netzwerken an Optimism abgeführten Sequencer-Einnahmen für regelmäßige OP-Rückkäufe zu verwenden. Sollte die Abstimmung wie erwartet positiv ausfallen, wird das Buyback-Programm bereits im Februar starten und zunächst auf ein Jahr angelegt sein.
The governance proposal moves to a vote on January 22. If approved, the buyback program begins in February.
— Optimism (@Optimism) January 8, 2026
Strategisch markiert der Schritt eine klare Neupositionierung. OP ist bislang vor allem ein Governance-Token, soll nun aber zusätzlich direkt vom wirtschaftlichen Erfolg des Ökosystems profitieren. Je mehr Unternehmen neue Chains auf der Superchain starten, je mehr Entwickler sich für OP Mainnet entscheiden und je mehr Transaktionen über die verschiedenen Chains laufen, desto größer wird künftig die Basis für diese Rückkäufe.
Injective: Kommt mehr Deflation?
In dieser Woche steht für das Injective-Ökosystem ein wichtiger Governance-Moment an: Die Community-Abstimmung über IIP-617, den „Supply Squeeze“-Vorschlag, endet am 19. Januar. Dieser Vorschlag hat bereits die erforderliche Mindestbeteiligung (Quorum) erreicht und ist damit offiziell abstimmungsberechtigt, doch in den verbleibenden Tagen müssen die INJ-Staker noch ihre Stimmen abgeben.
IIP-617 zielt darauf ab, die Deflationsrate des INJ-Tokens dauerhaft zu verdoppeln und damit einen strukturellen Angebotsengpass zu schaffen. Praktisch bedeutet das: Das Protokoll würde die Parameter zur Verringerung der Token-Emissionen straffen und die bestehende Community-Buyback- und Burn-Mechanismen noch stärker wirksam werden lassen.
IIP-617, The Injective Supply Squeeze Proposal, has reached quorum. The proposal now has sufficient participation to be eligible for approval.
Four days remain for stakers to vote on the tokenomics proposal that would double the $INJ deflation rate ⏳
— Injective 🥷 (@injective) January 16, 2026
Seeker-Airdrop: Solana-Smartphone verteilt die Token
In der kommenden Woche steht ein stark beachtetes Ereignis für die Solana-Community und insbesondere Besitzer des neuen Seeker-Smartphones an: Am 21. Januar 2026 wird die große SKR-Token-Airdrop-Distribution für berechtigte Nutzer und Entwickler offiziell starten. Dabei werden insgesamt rund 1,8 Milliarden SKR-Token verteilt – ein Anteil von etwa 20 Prozent der gesamten 10-Milliarden-Token-Supply des neuen Solana Mobile Tokens.
Dieser Airdrop ist an das zweite Generation-Smartphone Seeker gebunden, das seit August 2025 ausgeliefert wird und über eine integrierte Seed Vault-Wallet verfügt, in der die Token automatisch gutgeschrieben werden können. Nutzer, die ihr Gerät aktiviert und am ersten „Seeker Season“-Programm teilgenommen haben, erhalten je nach Aktivitätsstufe zwischen etwa 5.000 und bis zu 750.000 SKR. Zusätzlich werden über 140 Millionen SKR an Entwickler verteilt, die Apps für das mobile Ökosystem gebaut haben.
SKR wird nicht nur als Airdrop-Incentive genutzt, sondern soll eine zentrale Rolle im Solana-Mobile-Ökosystem einnehmen.
Crypto Airdrops – alles Wissenswerte
Neue Stablecoins für IBKR: RLUSD & PYUSD kommen
In der kommenden Woche dürfte ein weiterer Schritt in der Integration von Stablecoins in traditionelle Finanzinfrastruktur Realität werden: Interactive Brokers plant, neben dem bereits verfügbaren USD Coin (USDC) auch Ripples RLUSD und PayPals PYUSD als Einzahlungsmittel für Brokerage-Konten zu unterstützen. Die Erweiterung der Stablecoin-Optionen soll nächste Woche live gehen und Kunden zusätzliche 24/7-Einzahlungswege bieten, die unabhängig von klassischen Banköffnungszeiten funktionieren.
Interactive Brokers says eligible $IBKR clients can now fund brokerage accounts with stablecoins 24/7, with near instant deposits that are auto converted to USD and credited to the account.
It starts with USDC via a Zerohash wallet with RLUSD & PYUSD slated to be added next week pic.twitter.com/cTLoFI2K3J
— Wall St Engine (@wallstengine) January 15, 2026
Der neue Service erlaubt es berechtigten Kunden, Stablecoins von eigenen Wallets über Netzwerke wie Ethereum, Solana oder Base an Interactive Brokers zu senden. Nach Eingang werden diese automatisch in US-Dollar umgewandelt und dem Brokerage-Konto gutgeschrieben, nahezu ohne Verzögerung und rund um die Uhr.
Strategy deutet nächsten Mega-Bitcoin-Kauf an
Für zusätzliche Spannung in der kommenden Woche sorgt erneut Strategy, die größte Bitcoin-Treasury der Welt. Firmenchef Michael Saylor hat am Wochenende auf X wieder einen seiner inzwischen bekannten Teaser gepostet: Zu sehen ist der Bitcoin-Reserve-Tracker des Unternehmens, diesmal ergänzt um den Kommentar „Bigger Orange“. In der Community gilt dieses Signal traditionell als Hinweis auf einen unmittelbar bevorstehenden weiteren Kauf. Die Wortwahl deutet darauf hin, dass dieser noch größer als der letzte ausfallen könnte.
₿igger Orange. pic.twitter.com/HI47hMCnui
— Michael Saylor (@saylor) January 18, 2026
Erst in der vergangenen Woche hatte Strategy bereits 13.627 Bitcoin für rund 1,25 Milliarden US-Dollar erworben und damit seine Position weiter ausgebaut. Sollte nun tatsächlich ein nochmals umfangreicherer Kauf folgen, wäre das ein starkes Signal an den Markt.
Strategy has acquired 13,627 BTC for ~$1.25 billion at ~$91,519 per bitcoin. As of 1/11/2026, we hodl 687,410 $BTC acquired for ~$51.80 billion at ~$75,353 per bitcoin. $MSTR $STRC $STRK $STRF $STRD $STRE https://t.co/bIbPbFAbTa
— Strategy (@Strategy) January 12, 2026
Warum Sie 99Bitcoins vertrauen können
99Bitcoins wurde 2013 gegründet und verfügt über ein Team von Experten, deren Erfahrung bis in die Anfänge der Kryptozeit zurückreicht.
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