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Wer zur Zeit an den globalen Finanzmärkten investiert ist, braucht ein dickes Fell und starke Nerven. Der Kryptomarkt kommt seit Monaten nicht in die Gänge, Edelmetalle erreichen Allzeithoch nach Allzeithoch und die politischen Ereignisse überschlagen sich. Zwischen Zoll-Drohungen und möglichen neuen Shutdowns der US-Regierung weichen immer mehr Anleger auf Assets wie Gold und Silber aus. Allerdings könnte es vor allem in Bezug auf den möglichen Shutdown nun Entwarnung geben. Zumindest lassen aktuelle Prongosedaten das vermuten.
Das Wichtigste im Überblick:
- Gestern lag die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Shutdowns in den USA auf Polymarket bei über 80 %.
- Heute ist dieser Wert kurzfristig auf unter 40 % gefallen.
- Der letzte Shutdown hat bei Bitcoin erst zu einem neuen Allzeithoch geführt, danach zu einer Korrektur.
- Fehlende Daten durch vorübergehend geschlossene Behörden könnten Risiko-Assets erneut unter Druck setzen.
- Bitcoin wird offenbar nach wie vor als Risiko-Asset gehandelt und hat sich noch nicht als sicherer Hafen oder digitales Gold bewiesen.
- Die langfristigen Prognosen bleiben bullish.
Wahrscheinlichkeit für Shutdown sinkt
Erst im Oktober letzten Jahres kam es zum längsten US-Shutdown in der Geschichte. Das passiert immer dann, wenn sich die Regierung über das Haushaltsbudget nicht einig wird und ist grundsätzlich nichts Neues in den USA. Allerdings dauerte der letzte Shutdown 42 Tage, was die Märkte dann doch stark verunsichert hat. Nun, knapp drei Monate nachdem die Regierung wieder hochgefahren wurde, drohte schon der nächste Stillstand.
Zumindest war man sich bis gestern noch fast sicher, dass es erneut zur Schließung der Behörden und Beurlaubung der Beamten kommen wird. Auf der Prognoseplattform Polymarket stand die Wahrscheinlichkeit dafür noch bis gestern bei über 80 %. Heute ist dieser Wert stark eingebrochen.
(Prognosen für einen neuen Shutdown in den USA – Quelle: Polymarket)
Zwar ist der Wert inzwischen wieder auf fast 60 % gestiegen, zwischenzeitlich wurde aber ein Wert von unter 40 % erreicht. Die Plattform gilt als besonders aussagekräftig, da Nutzer hier in der Vergangenheit schon sehr oft verschiedene Ereignisse richtig vorhergesagt haben. Vor allem, weil hier mit Geld auf die jeweiligen Prognosen gewettet wird, informieren sich viele Nutzer umfassend, bevor sie eine Antwort abgeben.
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Auswirkungen auf den Kryptomarkt
Der letzte Shutdown hat bei Anlegern gemischte Gefühle ausgelöst. Während es noch in den ersten Tagen des Stillstands zu einem neuen Allzeithoch bei Bitcoin gekommen ist, ist es anschließend steil bergab gegangen. Im aktuellen Marktumfeld dürfte ein neuer Regierungsstillstand auch eher für weiter fallende Kurse als für eine Rallye sorgen.
Das liegt vor allem daran, dass Marktteilnehmer schon jetzt extrem unsicher sind und die vorübergehende Schließung verschiedener Behörden diesen Effekt noch verstärken würde. Immerhin fehlen dann wichtige Daten zur Wirtschaftslage, zur Inflation, zum Arbeitsmarkt und viele weitere Parameter, die die Grundlage für die Entscheidungen institutioneller Investoren bilden.
Da Bitcoin aktuell beweist, dass er immer noch als Risiko-Asset gehandelt wird und sich noch nicht als sicherer Hafen wie digitales Gold etabliert hat, würden diese Unsicherheitsfaktoren wohl eher dazu führen, dass Kapital abgezogen wird. Je nach Dauer des potenziellen Shutdowns könnte das den Kurs schnell wieder in Richtung 80.000 Dollar drücken.
Allerdings stehen die Chancen gut, dass es im Fall eines erneuten Shutdowns diesmal schneller eine Einigung über das Haushaltsbudget geben wird. Dass dieser Stillstand die Rekorddauer des vorigen übertrifft, ist eher nicht zu erwarten. Damit könnten auch die Auswirkungen auf den Kryptomarkt überschaubar bleiben, während Edelmetalle ihre Rallye nochmal fortsetzen könnten. Die langfristigen Bitcoin-Prognosen bleiben dennoch bullish, auch wenn es kurzfristig nochmal bergab gehen könnte.
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