US-Spot-Bitcoin-ETFs haben in der vergangenen Handelswoche 462,7 Millionen US-Dollar an Nettoabflüssen verzeichnet, während US-Spot-Ether-ETFs im selben Vier-Tage-Zeitraum 196,9 Millionen US-Dollar an frischem Kapital anzogen. Die gegenläufigen Bewegungen liefern Anlegern ein konkretes, wenn auch kurzfristiges Signal zur institutionellen Nachfrage nach den beiden größten Kryptowährungen.
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoin-ETFs verzeichneten von Dienstag bis Freitag durchgehend Abflüsse, insgesamt 462,7 Millionen US-Dollar – die erste negative Woche nach drei Wochen mit Zuflüssen.
- Ether-ETFs drehten dank eines starken Freitags mit 216,4 Millionen US-Dollar Zufluss ins Wochenplus und schlossen bei 196,9 Millionen US-Dollar.
- ARK 21Shares (ARKB) und Grayscale (GBTC) führten die Bitcoin-Abflüsse mit 234,2 Mio. bzw. 129,1 Mio. US-Dollar an.
- BlackRocks Ether-ETF ETHA lieferte allein am Freitag 148,8 Millionen US-Dollar Zufluss.
- Trotz der Wochenabflüsse bleiben Bitcoin-ETFs für den Monat September mit rund 307,3 Millionen US-Dollar netto positiv.
Bitcoin-ETFs verzeichnen Wochenabflüsse
Die vier Handelstage von Dienstag bis Freitag verliefen für US-Spot-Bitcoin-ETFs durchweg negativ. Nach 166,8 Millionen US-Dollar Abflüssen an den ersten beiden Tagen der verkürzten Handelswoche folgte am Donnerstag mit 282,7 Millionen US-Dollar die größte tägliche Abfluss-Summe seit Juli, laut Daten von Farside Investors. Am Freitag verlangsamte sich der Rückzug auf 13,2 Millionen US-Dollar, was die Verlustserie dennoch auf vier Handelstage in Folge ausdehnte.
Damit endete die stärkste Drei-Wochen-Zuflussphase des Jahres 2026 für Bitcoin-ETFs abrupt. Auf Fondsebene führte der ARK 21Shares Bitcoin ETF (ARKB) die wöchentlichen Abflüsse mit 234,2 Millionen US-Dollar an, gefolgt von Grayscales Bitcoin Trust ETF mit 129,1 Millionen US-Dollar. Auch BlackRocks iShares Bitcoin Trust ETF (52,5 Mio. $) und Fidelitys Wise Origin Bitcoin Fund (50,7 Mio. $) mussten Mittel abgeben.
Trotz der schwachen Woche bleibt die Gesamtbilanz für September positiv: Bis Freitag summierten sich die Nettozuflüsse in Bitcoin-ETFs für den Monat auf rund 307,3 Millionen US-Dollar. Wer die Bedeutung solcher institutioneller Kapitalströme für den Marktzyklus einordnen möchte, findet ergänzenden Kontext in unserer Analyse zu Bitcoin und institutionellen Strömen.
Ether-ETFs drehen ins Wochenplus
Während Bitcoin-Fonds Mittel verloren, bewegten sich US-Spot-Ether-ETFs in die entgegengesetzte Richtung. Die Woche begann uneinheitlich: 24,3 Millionen US-Dollar Abflüsse am Dienstag standen 34,7 Millionen US-Dollar Zuflüssen am Mittwoch gegenüber, bevor der Donnerstag erneut 29,9 Millionen US-Dollar Abflüsse brachte.
Erst der Freitag drehte das Bild: Mit 216,4 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen an einem einzigen Handelstag kippte die gesamte Woche ins Plus und schloss bei 196,9 Millionen US-Dollar, wie aus Zahlen von Farside Investors hervorgeht. Getragen wurde der Freitags-Zufluss vor allem von BlackRocks iShares Ethereum Trust ETF (ETHA), der allein 148,8 Millionen US-Dollar beisteuerte, gefolgt vom 21Shares Core Ethereum ETF mit 29,1 Millionen US-Dollar.
Die Daten zeigen damit primär ein Flow-Muster – ob dahinter eine bewusste Umschichtung institutioneller Anleger von Bitcoin in Ether steht oder ob es sich um kurzfristige Positionierung einzelner großer Adressen handelt, lässt sich aus den reinen Zufluss-Zahlen nicht ableiten. Einen tieferen Blick auf die Dynamik rund um Ether-Zuflüsse liefert unser Beitrag zu aktuellen Ether-ETF-Zuflüssen. Einen breiteren Vergleich zwischen Bitcoin- und Altcoin-ETFs bietet zudem unsere Übersicht zu Bitcoin-ETFs und Altcoin-Zuflüssen.
Ausblick: ETF-Flows im Blick
Für die kommenden Handelstage bleibt entscheidend, ob sich das Bild fortsetzt oder ob Bitcoin-ETFs nach vier negativen Sessions in Folge wieder in die Zuflusszone zurückkehren. Ebenso relevant ist, ob Ether-ETFs ihre positive Vier-Tage-Bilanz von 196,9 Millionen US-Dollar in der nächsten Woche bestätigen oder ob der starke Freitag ein Einzelereignis bleibt.
Belastbare Rückschlüsse auf eine strukturelle Rotation lassen die aktuellen Daten allein nicht zu. Institutionelle Kapitalflüsse dürften in den nächsten Handelswochen weiterhin genau beobachtet werden, insbesondere über die täglichen Aktualisierungen von SoSoValue und Farside Investors.
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