Die regulatorische Entwicklung rund um Bitcoin nimmt in den USA weiter Fahrt auf. Während die staatlich unterstützten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac künftig Kryptowährungen als Vermögenswert bei Immobilienkrediten berücksichtigen könnten, baut Strategy gleichzeitig seine finanzielle Flexibilität weiter aus. Parallel dazu zeigen On-Chain-Daten, dass sich immer mehr Bitcoin langfristig aus dem Umlauf verabschieden – ein Faktor, der das Angebot zusätzlich verknappen könnte.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Die US-Wohnungsaufsicht hat Fannie Mae und Freddie Mac angewiesen zu prüfen, ob Bitcoin und andere Kryptowährungen künftig als Vermögenswerte bei Hypotheken berücksichtigt werden können – ohne dass Anleger ihre Coins verkaufen müssen.
  • Strategy hat seine US-Dollar-Reserve auf 2,55 Milliarden Dollar erhöht und damit die finanzielle Basis für Dividendenzahlungen, Rückkäufe und weitere Unternehmensmaßnahmen deutlich gestärkt.
  • On-Chain-Daten zeigen, dass inzwischen rund 82 Prozent aller Bitcoin langfristig gehalten werden. Dadurch sinkt das frei verfügbare Angebot am Markt kontinuierlich.

Bitcoin könnte künftig bei Immobilienkrediten angerechnet werden

Die US-amerikanische Wohnungsaufsicht hat Fannie Mae und Freddie Mac angewiesen, Vorbereitungen dafür zu treffen, Kryptowährungen künftig als Vermögenswert bei der Vergabe von Hypotheken zu berücksichtigen.

Sollte die Regelung umgesetzt werden, könnten Kreditnehmer Bitcoin oder andere Kryptowährungen, die auf regulierten US-Börsen verwahrt werden, künftig als Bestandteil ihres Vermögens angeben, ohne diese zuvor verkaufen zu müssen.

Bislang mussten Kryptowährungen vor einer Anrechnung auf das Eigenkapital in US-Dollar umgewandelt werden. Die geplante Änderung könnte insbesondere langfristigen Bitcoin-Investoren neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen und gilt als weiterer Schritt in Richtung institutioneller Akzeptanz.


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Strategy stärkt seine Liquiditätsreserve
Parallel dazu baut Strategy seinen finanziellen Spielraum weiter aus. Das Unternehmen erhöhte seine US-Dollar-Reserve zuletzt um 1,15 Milliarden US-Dollar auf insgesamt 2,55 Milliarden US-Dollar.

Nach Angaben des Unternehmens soll diese Reserve vor allem zur Finanzierung von Dividendenzahlungen und Zinsverpflichtungen dienen. Das erst kürzlich vorgestellte Bitcoin-Monetarisierungsprogramm erlaubt Strategy zudem, bei Bedarf einen Teil seiner Bitcoin-Bestände zu verkaufen, um die Liquiditätsreserve weiter aufzustocken oder Rückkäufe eigener Wertpapiere zu finanzieren.

Zusätzlich wurde die Dividendenrendite der STRC-Wertpapiere auf 12 Prozent angehoben. Gleichzeitig genehmigte das Unternehmen Aktien- und Wertpapierrückkäufe im Umfang von bis zu einer Milliarde US-Dollar.

Immer weniger Bitcoin stehen überhaupt zum Verkauf

Während institutionelle Unternehmen ihre Finanzstruktur ausbauen, zeigen aktuelle On-Chain-Daten einen weiteren bemerkenswerten Trend: Rund 82 Prozent aller existierenden Bitcoin befinden sich inzwischen im Besitz langfristiger Investoren und werden in Cold Wallets oder langfristigen Verwahrungslösungen gehalten.

Damit sind weniger als 18 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots kurzfristig handelbar. Historisch ist dieser Anteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken.
Viele Marktbeobachter sehen darin einen wichtigen langfristigen Faktor für den Bitcoin-Kurs. Sinkt das frei verfügbare Angebot weiter, während gleichzeitig institutionelle Nachfrage zunimmt, könnte sich der Angebotsengpass künftig noch stärker bemerkbar machen.

Institutionelle Adoption schreitet weiter voran

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Bitcoin zunehmend in klassische Finanzstrukturen integriert wird. Einerseits könnten Kryptowährungen künftig erstmals direkt bei der Vergabe von Immobilienkrediten berücksichtigt werden. Andererseits bauen Unternehmen wie Strategy ihre Finanzmodelle rund um Bitcoin kontinuierlich aus.

Gleichzeitig nimmt das frei verfügbare Angebot am Markt weiter ab, da immer mehr Investoren ihre Bestände langfristig halten. Zusammengenommen unterstreichen diese Entwicklungen, dass Bitcoin für viele institutionelle Marktteilnehmer zunehmend als strategischer Vermögenswert und nicht mehr ausschließlich als Spekulationsobjekt betrachtet wird.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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