Während viele Kryptowährungen in den vergangenen Wochen unter Druck geraten sind, sorgt Hyperliquid weiterhin für Schlagzeilen. Das DeFi-Protokoll entwickelt sich zunehmend zu einer ernstzunehmenden Alternative zu klassischen Börsen und gewinnt sowohl bei institutionellen Investoren als auch bei professionellen Tradern an Bedeutung.

Doch ausgerechnet jetzt sorgt eine Aussage von BitMEX-Gründer Arthur Hayes für Aufsehen. Der bekannte Krypto-Investor gab bekannt, seine gesamte HYPE-Position verkauft zu haben. Gleichzeitig baut Grayscale seine Unterstützung für das Projekt weiter aus und brachte sogar einen eigenen Hyperliquid Staking ETF an den Markt.
Die unterschiedlichen Einschätzungen zeigen, wie kontrovers die Zukunft von HYPE derzeit diskutiert wird.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Arthur Hayes hat seine komplette HYPE- und NEAR-Position verkauft und begründet dies mit makroökonomischen Risiken sowie einer möglichen Umschichtung von Kapital in KI-Aktien.
  • Grayscale setzt dagegen weiter auf Hyperliquid und hat mit HYPG einen eigenen Hyperliquid Staking ETF an die Nasdaq gebracht.
  • Hyperliquid entwickelt sich zunehmend zu einer vollwertigen Handelsplattform für Krypto-, Rohstoff- und Prognosemärkte und könnte laut vielen Analysten weiter Marktanteile gewinnen.

Arthur Hayes zieht die Reißleine

BitMEX-Mitgründer Arthur Hayes überraschte den Markt mit einer klaren Aussage. Über soziale Medien erklärte er, sowohl seine gesamte HYPE- als auch seine NEAR-Position verkauft zu haben.

Als Gründe nennt Hayes mehrere makroökonomische Faktoren. Dazu gehören steigende Energiepreise im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die bevorstehenden Börsengänge mehrerer großer KI-Unternehmen sowie seine Erwartung, dass die US-Politik künftig eine kritischere Haltung gegenüber dem KI-Sektor einnehmen könnte.

Trotz seines Verkaufs bleibt Hayes für die Märkte insgesamt optimistisch. Er erwartet, dass sowohl Aktien als auch Kryptowährungen zwischen jetzt und September neue Höchststände erreichen könnten. Dennoch scheint er aktuell Gewinne sichern und seine Risiken reduzieren zu wollen.


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Grayscale startet Hyperliquid ETF

Während Hayes verkauft, baut Grayscale seine Präsenz rund um Hyperliquid weiter aus.
Der Vermögensverwalter hat den Grayscale Hyperliquid Staking ETF (HYPG) offiziell an den Markt gebracht. Das Produkt bietet Investoren die Möglichkeit, indirekt an der Entwicklung von Hyperliquid teilzunehmen und gleichzeitig von Staking-Erträgen zu profitieren.

Besonders symbolträchtig war dabei die Präsentation des neuen Produkts am Nasdaq-Tower am Times Square in New York. Für viele Marktteilnehmer gilt dies als weiteres Zeichen dafür, dass Hyperliquid zunehmend im institutionellen Finanzsektor angekommen ist.

Hyperliquid will das Finanzsystem neu aufbauen

Auch die langfristige Vision des Projekts bleibt ambitioniert.
In einem Interview mit dem Wall Street Journal erklärte Hyperliquid-Gründer Jeff Yan, dass das Ziel des Projekts darin bestehe, langfristig „das gesamte Finanzwesen abzubilden“.

Tatsächlich entwickelt sich Hyperliquid immer stärker von einer reinen Krypto-Derivatebörse zu einer umfassenden Handelsplattform. Neben Kryptowährungen werden inzwischen auch Märkte für Rohstoffe, Prognosen und weitere Finanzprodukte angeboten.

Der entscheidende Vorteil liegt dabei in der permanenten Verfügbarkeit. Anders als traditionelle Börsen ist Hyperliquid rund um die Uhr geöffnet. Gerade institutionelle Händler nutzen die Plattform zunehmend, um auch außerhalb klassischer Handelszeiten auf Marktbewegungen reagieren zu können.

Korrektur oder Einstiegschance?

Die aktuelle Situation verdeutlicht die unterschiedlichen Perspektiven auf Hyperliquid.
Kurzfristig sorgen Gewinnmitnahmen großer Investoren wie Arthur Hayes für Unsicherheit. Gleichzeitig sprechen die zunehmende institutionelle Akzeptanz, die ETF-Einführung von Grayscale und die wachsende Nutzung der Plattform für eine weiterhin starke fundamentale Entwicklung.

Sollte Hyperliquid seine Expansion in Richtung traditioneller Finanzmärkte erfolgreich fortsetzen, könnte der HYPE-Token langfristig von steigenden Handelsvolumina und einer wachsenden Nutzerbasis profitieren.

Liquid Chain könnte ebenfalls vom institutionellen Interesse profitieren

Während Hyperliquid die Verbindung zwischen DeFi und traditionellen Finanzmärkten vorantreibt, arbeitet auch Liquid Chain an einer Lösung für eines der größten Probleme des Kryptomarktes: fragmentierte Liquidität.

Die Layer-3-Blockchain soll die Liquidität von Bitcoin, Ethereum und Solana bündeln und so schnellere, günstigere und effizientere Transaktionen ermöglichen. Ziel ist es, Kapital nahtlos zwischen verschiedenen Ökosystemen zu bewegen und damit die Grundlage für die nächste Generation von Blockchain-Anwendungen zu schaffen.


Der native $LIQUID-Token befindet sich derzeit noch im Vorverkauf. Da immer mehr institutionelle Investoren auf Infrastrukturprojekte setzen, die reale Probleme lösen, gehört Liquid Chain für viele Beobachter zu den spannendsten Projekten der aktuellen Marktphase. Sollte sich die Nachfrage nach Blockchain-Infrastruktur weiter beschleunigen, könnte auch $LIQUID davon profitieren.

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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