Ein Trader stockt sein Altcoin-Portfolio trotz massiver Buchverluste erneut auf – und macht seine Strategie öffentlich: Dollar-Cost-Averaging (DCA) in eine laufende Abwärtsphase. Nach eigenen Angaben liegt das Depot rund 75 bis 80 Prozent im Minus, dennoch fließen nun weitere 10.000 US-Dollar in vier bestehende Positionen. Als Begründung nennt er eine fortgeschrittene „Kapitulationsphase“ am Markt, stark gedrückte Momentum-Werte (RSI) und ein Makro-Umfeld, das sich in den kommenden Monaten drehen könne.

Der Fall zeigt exemplarisch, wie Privatinvestoren in Drawdowns agieren – zwischen Risikobereitschaft, Zeit-Horizont und der Hoffnung auf Mean-Reversion. Doch was ist seine Strategie?

Das Wichtigste im Überblick:

  • Trader stockt Altcoin-Portfolio trotz rund 75 Prozent Verlust weiter konsequent auf.
  • Strategie basiert auf Dollar-Cost-Averaging statt Markt-Timing in schwacher Marktphase aktuell.
  • Zuletzt investierte er erneut 10.000 Dollar verteilt auf vier Altcoins.
  • Portfolio aktuell etwa 75 Prozent unter investiertem Kapital.
  • Trader erwartet langfristige Erholung, betont jedoch erhöhtes Risiko solcher Investments.

DCA statt Timing: Warum er jetzt nachlegt

Der Trader beschreibt seinen Ansatz ausdrücklich als DCA – also schrittweises Aufstocken über mehrere Käufe, statt einen vermeintlich perfekten Boden treffen zu wollen. Konkret hat er erneut 10.000 US-Dollar verteilt: jeweils 2.500 US-Dollar in Optimism (OP) zu rund 0,2085 US-Dollar, Bittensor (TAO) zu 180 US-Dollar, Sei (SEI) zu 0,08 US-Dollar sowie Wormhole (W) zu etwa 0,0215 US-Dollar. Das Muster dahinter ist klar: Er kauft nicht „neu“, sondern verstärkt bestehende Wetten, während die Kurse deutlich unter seinen Einstiegspreisen liegen.

Als Argumentationskette führt er mehrere Ebenen an: technisch sieht er seit dem Peak im Dezember 2024 einen anhaltenden Bärenmarkt, der typischerweise in Kapitulation auslaufe – sichtbar in sehr schwachen RSI-Werten auf Wochenbasis. Fundamental verweist er auf Produktionskosten von Bitcoin, die „über dem aktuellen Preis“ lägen, sowie auf ein Umfeld, in dem negative Schlagzeilen dominieren, obwohl sich die „business cycle“-Dynamik bereits am Tiefpunkt befinde. Dazu kommen politische und regulatorische Erwartungen wie ein „Clarity Act“ und ein weniger restriktiver Fed-Kurs – ohne daraus eine konkrete Kursprognose abzuleiten.

Blick ins Depot: Hohe Verluste, konzentrierte Restwerte

Das Portfolio macht die Dimension des Drawdowns greifbar: Insgesamt wurden 130.000 US-Dollar investiert, der aktuelle Gesamtwert liegt bei rund 32.659,50 US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von knapp 97.340,50 US-Dollar – also rund 75 Prozent unter dem eingesetzten Kapital. Als „Add-ons“ sind zwei frische Zuflüsse vermerkt: 10.000 US-Dollar am 1. Februar und weitere 10.000 US-Dollar am 5. Februar. Damit versucht er, den durchschnittlichen Einstiegspreis zu senken – allerdings in einem Umfeld, in dem viele Altcoins bereits weit unter ihren früheren Niveaus notieren.

Die größten aktuellen Wertanteile entfallen auf wenige Positionen: TAO steht mit etwa 7.606,80 US-Dollar (rund 23,3%) an der Spitze, gefolgt von OP mit rund 7.006,31 US-Dollar (ca. 21,5%) und SEI mit etwa 6.233,81 US-Dollar (knapp 19,1%). Wormhole (W) liegt bei rund 4.598,29 US-Dollar (etwa 14,1%).

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Mehrere kleinere Posten folgen, darunter EIGEN (ca. 2.392 US-Dollar), REZ (ca. 2.394 US-Dollar), PEAQ (ca. 944 US-Dollar), AEVO (ca. 744 US-Dollar) und WOO (ca. 740 US-Dollar).

Insgesamt zeigt das Depot: Der Plan setzt auf Durchhaltevermögen und spätere Aufholbewegungen, während die aktuelle Marktrealität vor allem eines bleibt – ein Stresstest für Kapital und Psyche.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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