ING Deutschland geht einen wichtigen Schritt in Richtung Krypto-Adoption und ermöglicht ihren 3,2 Millionen Brokerage-Kunden erstmals den regulierten Handel mit Krypto-Produkten wie ETPs und ETNs. Bitcoin, Ethereum und Solana können nun innerhalb der gewohnten Bankinfrastruktur gehandelt werden – und zwar ohne Private Keys oder externe Wallets! Der Schritt integriert digitale Assets in das klassische Wertpapierangebot, senkt Einstiegshürden und fördert zugleich langfristiges, planbares Investment unter regulatorischer Aufsicht.

Das Wichtigste im Überblick:

  • ING Deutschland hat eine Initiative gestartet, um Kryptowährungen über regulierte Wertpapierprodukte für den Massenmarkt zugänglich zu machen.

  • Der Fokus auf Sparpläne, transparente Gebühren und steuerliche Vorteile begünstigt einen langfristigen Anlagehorizont.

  • Gleichzeitig unterstreicht der Schritt, dass selbst in Deutschland digitale Assets zunehmend Teil der etablierten Finanzarchitektur werden.

ING öffnet das Wertpapierdepot für Krypto-Produkte

In einem strategisch wichtigen Schritt hat die ING Deutschland ihren Privatkunden erstmals einen direkten Zugang zu Krypto-basierten Wertpapierprodukten eröffnet.

Rund 3,2 Millionen Brokerage-Kunden können nun über ihr bestehendes Direkt-Depot regulierte Exchange Traded Products (ETPs) und Exchange Traded Notes (ETNs) auf Kryptowährungen handeln.

Damit rücken digitale Assets näher an den etablierten deutschen Bankenmarkt heran und werden faktisch Teil des klassischen Wertpapierangebots.

Die neuen Produkte erlauben Nutzern ein Engagement in Bitcoin, Ethereum und Solana, ohne dass Anleger selbst Private Keys verwalten oder externe Wallets nutzen müssen.

Der Handel erfolgt innerhalb der gewohnten ING-Infrastruktur, gemeinsam mit Aktien, ETFs und Anleihen.

Für viele Marktbeobachter gilt dieser Schritt als Signal, dass Kryptowährungen selbst im deutschen Bankensektor nicht mehr nur als Nischenphänomen betrachtet werden, sondern als regulierte Anlageklasse.

Regulierter Zugang statt technischer Eigenverantwortung

Zum Start umfasst das Angebot ETPs und ETNs auf Bitcoin, Ethereum und Solana. Ergänzend dazu stellen einige Emittenten Produkte auf XRP, Cardano sowie breit gestreute Krypto-Indizes bereit. Die Auswahl soll dann schrittweise erweitert werden.

ING arbeitet dabei mit etablierten internationalen Anbietern zusammen, darunter Bitwise, VanEck, 21Shares, WisdomTree und iShares – also Partner, die bereits über langjährige Erfahrung mit börsengehandelten Krypto-Produkten in Europa verfügen.

Alle angebotenen Instrumente sind vollständig reguliert und in das bestehende Brokerage-System der Bank integriert. Aus Sicht der ING liegt der Fokus klar auf einem kontrollierten Zugang.

Krypto-Exposure wird nicht als eigenständige technische Infrastruktur aufgebaut, sondern in bekannte Abläufe eingebettet. Damit senkt die Bank sowohl operative Risiken als auch regulatorische Komplexität.

Für den europäischen Raum ist dieser Ansatz relevant, weil er eine Brücke zwischen traditioneller Vermögensverwaltung und digitalen Assets schlägt. Doch es gibt weitere Vorteile:

Während der direkte Kauf von Kryptowährungen weiterhin technisches Grundverständnis erfordert, senken ETPs und ETNs diese Einstiegshürde erheblich. Gleichzeitig bleibt die volle Preisabhängigkeit von den zugrunde liegenden Kryptowährungen bestehen.


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Gebührenmodell und Sparpläne als strategischer Hebel

Ergänzt wird das Angebot durch eine vergleichsweise freundlichen Gebührenstruktur. Transaktionen in ausgewählten Bitwise-ETPs sind bei einem Ordervolumen ab 1.000 Euro vollständig von Handelsgebühren befreit.

Für kleinere Beträge fällt eine pauschale Provision von 3,90 Euro an. Damit positioniert sich ING preislich konkurrenzfähig gegenüber klassischen ETF-Investments.

Besonders bemerkenswert ist die Integration in Sparpläne. Kunden können automatisierte, regelmäßige Investitionen in ausgewählte Krypto-Produkte einrichten, häufig sogar ohne zusätzliche Ausführungsgebühren.

Diese Struktur fördert einen langfristigen Anlageansatz und rückt Kryptowährungen näher an etablierte Vorsorgemodelle heran. Kurzfristiges Trading tritt damit in den Hintergrund, während planbarer Vermögensaufbau in den Vordergrund rückt.

Ein weiterer zentraler Faktor ist die steuerliche Behandlung. Nach deutschem Steuerrecht gelten diese bankgebundenen Krypto-ETPs in zentralen Punkten wie der Direktbesitz von Kryptowährungen.

Kapitalgewinne bleiben steuerfrei, sofern die Haltedauer mehr als ein Jahr beträgt. Diese Regelung verschafft langfristig orientierten Anlegern einen erheblichen Vorteil und hebt Deutschland im internationalen Vergleich hervor.

Bedeutung für den Markt und Regulierung

Der Schritt der ING fällt zeitlich mit der vollständigen Umsetzung der europäischen MiCA-Regulierung zusammen. Diese hat Banken erstmals einen klaren rechtlichen Rahmen für den Vertrieb von Krypto-Produkten an Privatanleger gegeben.

Diese neue Rechtssicherheit dürfte auch andere Institute ermutigen, ähnliche Angebote zu prüfen.

Angesichts der Größe der ING könnte selbst eine moderate Nachfrage spürbare Marktbewegungen auslösen. Schätzungen zufolge könnten bereits geringe Umschichtungen aus klassischen Einlagen Milliardenbeträge in Krypto-nahe Finanzprodukte lenken.

Damit wächst nicht nur die Markttiefe, sondern auch die institutionelle Akzeptanz digitaler Assets in Europa.

Die Einführung von Krypto-ETPs bei der ING markiert somit einen Wendepunkt für den deutschen Bankenmarkt. Digitale Assets werden erstmals systematisch in den regulierten Vertrieb integriert.


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Dennis Geisler
Dennis Geisler
Krypto Journalist

Dennis ist 25 Jahre alt und lebt seit August in Thailand. Seine Reise in die Welt der Kryptowährungen begann 2020 mit einem kleinen Investment in XRP über Binance. Aus der anfänglichen Neugier entwickelte sich schnell ein tiefes Interesse für die... Mehr lesen

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