Eine aktuelle Umfrage von PayPal und der National Cryptocurrency Association (NCA)zeigt, dass Kryptowährungen sich rasant als Mainstream-Zahlungsmittel etablieren. Fast 39 % der befragten US-Händler akzeptieren bereits Krypto-Zahlungen, vor allem getrieben durch starke Kundennachfrage.

Das Wichtigste im Überblick:

  • 39 % der US-Händler akzeptieren bereits Kryptowährungen, bei großen Unternehmen (> 500 Mio. USD Umsatz) sogar 50 %.
  • 88 % der Händler erhalten Kundenanfragen zu Krypto-Zahlungen, 69 % berichten von mindestens monatlichem Interesse.
  • 84 % der Händler erwarten, dass Krypto-Zahlungen in den nächsten fünf Jahren zum Normalfall werden.
  • Bei akzeptierenden Händlern machen Krypto-Transaktionen im Schnitt 26 % des Umsatzes aus, 72 % verzeichnen steigende Volumina.
  • 90 % der Händler würden Krypto einführen, wenn Einrichtung und Bezahlung so einfach wären wie bei Kreditkarten.

Krypto etabliert sich in den USA als Mainstream-Zahlungsmittel

Laut einer Umfrage in Kooperation mit Paypal akzeptieren 39 % der befragten US-Händler bereits Kryptowährungen an der Kasse. Das geht aus einer Studie hervor, die die National Cryptocurrency Association (NCA) in Kooperation mit PayPal durchgeführt. 

Die Umfrage wurde bereits im Oktober 2025 von The Harris Poll durchgeführt. Sie umfasst 619 Entscheidungsträgern aus Einzelhandel, E-Commerce, Hospitality, Reisen, Luxus- und Digitalgütern. Diese gaben an, dass der Haupttreiber die Nachfrage der Kunden ist. Demnach berichten 88 % der Händler von Anfragen, ob mit Krypto bezahlt werden kann. 69 % derselben Gruppe sagt zudem, dass Kunden mindestens einmal im Monat mit Krypto zahlen möchten. 

Kryptowährungen werden als Zahlalternative immer wichtiger

Für viele Händler sind Kryptowährungen nicht nur eine weitere Bezahlalternative, sondern auch ein möglicher Wachstumsfaktor.Während viele Kunden Kryptowährungen investieren, um langfristig zu profitieren, nutzen sie dieselben Assets zunehmend auch für alltägliche Zahlungen. Ein Trend, den 79 % der Händler als Chance für Neukundengewinnung sehen.

Noch beeindruckender: 84 % der Händler gehen davon aus, dass Krypto-Zahlungen innerhalb der nächsten fünf Jahre zum Normalfall werden.

„Was wir in den Daten und in Gesprächen mit unseren Kunden sehen, ist, dass Krypto-Zahlungen über das Experimentierstadium hinaus in den alltäglichen Handel übergehen“, erklärt May Zabaneh, Vice President und General Manager Crypto bei PayPal. „Die Adoption wird von der Kundennachfrage nach schnelleren, flexibleren Zahlungsmöglichkeiten getrieben – und sobald Unternehmen Krypto akzeptieren, erkennen sie echten Wert. Wenn Krypto-Zahlungen so vertraut wirken wie Kartenzahlungen, werden sie zu einem starken Wachstumsinstrument: Neue Kunden erreichen und schneller an Geld kommen.“

Große Unternehmen führen, KMU folgen

Die Akzeptanz von Kryptozahlungen hat längst das Stadium der Early Adopters verlassen und dringt tief in den Mainstream vor. Besonders ausgeprägt zeigt sich der Trend bei großen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 500 Millionen US-Dollar: Hier akzeptieren bereits 50 Prozent Kryptowährungen – ein klarer Vorsprung gegenüber kleinen Unternehmen (34 %) und mittelgroßen Firmen (32 %).

Bei den Händlern, die bereits Krypto annehmen, hat sich diese Zahlungsmethode fest etabliert: Im Durchschnitt entfallen inzwischen 26 Prozent ihres Gesamtumsatzes auf Krypto-Transaktionen. Noch deutlicher wird der Aufwärtstrend, wenn man auf die Entwicklung schaut: 72 Prozent der entsprechenden Händler berichten, dass ihre Krypto-Verkäufe im vergangenen Jahr gestiegen sind. Ein Trend, der sich im bei einem erneuten Crypto Bull Run weiter beschleunigen könnte.

Die Händler schätzen vor allem folgende konkrete Vorteile: An erster Stelle stehen schnellere Transaktionsabwicklungen und der Zugang zu neuen Kunden – jeweils von 45 Prozent der Befragten genannt. Dicht dahinter folgen verbesserte Sicherheitsfeatures (41 %) sowie eine höhere Privatsphäre für die Kunden (40 %).

Junge Generation treibt die Nachfrage an

Die Nachfrage wird maßgeblich von jüngeren Generationen getrieben. 77 Prozent der Händler beobachten das stärkste Interesse bei Millennials, 73 Prozent bei Gen Z und jünger. Besonders auffällig ist der Unterschied bei kleinen Unternehmen: Hier fragen sogar 82 Prozent der Gen-Z-Kunden nach der Möglichkeit, mit Krypto zu bezahlen – deutlich mehr als bei mittelgroßen Firmen (67 %) oder großen Unternehmen (65 %).

Branchenmäßig führen Hospitality und Reisen mit einer Akzeptanzquote von 81 Prozent das Feld an, gefolgt von digitalen Gütern, Gaming, Luxus- und Spezialhandel mit 76 Prozent. Retail und E-Commerce liegen mit 69 Prozent ebenfalls klar über dem Gesamtdurchschnitt.

Trotz des Schwungs bleibt ein zentrales Problem. Die Handhabung muss einfacher werden. 90 % der Händler würden Krypto ausprobieren, wenn der Bezahlvorgang genauso reibungslos wäre wie bei Kreditkarten – und 90 % wären dabei, wenn die Einrichtung genauso simpel wäre. Die Umfrage zeigt, dass viele Menschen den Umgang mit Krypto Wallets noch immer ungewohnt sind oder skeptisch gegenüber stehen.

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Michael Sprick
Krypto Journalist

Michael Sprick ist ein freiberuflicher Journalist und Content Writer mit Schwerpunkt Blockchain und Web3 und wohnt in Barcelona. In der Vergangenheit hat er u.a. für btc-echo.de und für die BSV Blockchain Association gearbeitet. Mehr lesen

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