Wer im letzten Jahr nicht in den Kryptomarkt investiert war, hat nicht viel verpasst. Zumindest keine hohen Gewinne. Während Analysten erwartet haben, dass Bitcoin heute bei über 150.000 Dollar stehen wird, sieht die Realität ganz anders aus. Die digitale Leitwährung notiert unterhalb der 90.000 Dollar Marke und das setzt auch die meisten Altcoins unter Druck. Auch Dogecoin bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont. Aktuell sieht es auch danach aus, als könnte es für den bekanntesten Meme Coin der Welt noch weiter bergab gehen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Der Druck auf den gesamten Kryptomarkt wächst durch den drohenden Shutdown der US-Regierung.
  • Risk-Assets leiden am meisten unter den aktuellen Entwicklungen und Meme Coins gelten als hochriskant.
  • Institutionelle Investoren setzen höchstens auf Bitcoin oder Ethereum, nicht auf Dogecoin.
  • Auch die Chartsituation ist alarmierend.
  • Aktuell deutet nichts darauf hin, dass das Hoch vom letzten Jahr nochmal übertroffen werden könnte.
  • Ein Allzeithoch scheint für Dogecoin fast schon unmöglich.

Shutdown belastet den Markt

Es ist noch nicht lange her, dass sich die US-Regierung im längsten Shutdown der Geschichte befand, da sich die Republikaner und Demokraten über das Haushaltsbudget nicht einig wurden. Nach einer Übergangslösung hätte man nun eigentlich das neue Budget fixieren sollen. Da die Einwanderungsbehörde ICE in den USA in der letzten Woche erneut einen Menschen getötet hat, kommt es nun aber nicht nur zu Protesten im ganzen Land, sondern auch zu politischen Unstimmigkeiten.

Das Budget, das unter anderem zusätzliche Mittel für die Behörde vorsieht, soll jetzt doch nicht mehr genehmigt werden. Das könnte dazu führen, dass es erneut zum Shutdown kommt und zwar schon in dieser Woche. Auf Polymarket ist die Wahrscheinlichkeit dafür inzwischen auf fast 80 % gestiegen.


(Prognosen für einen weiteren Shutdown – Quelle: Polymarket)

Kryptowährungen sind zuletzt vor allem deshalb unter Druck geraten, weil die Unsicherheit der Marktteilnehmer stark gestiegen ist. Geopolitische Spannungen, regelmäßige Androhungen von neuen Handelszöllen, ein Auf und Ab in der Geldpolitik und viele weitere Umstände sorgen dafür, dass Risiko-Assets aus immer mehr Portfolios fallen.

Kryptowährungen zählen ohnehin schon zu den Risiko-Assets und Meme Coins bilden davon nochmal den spekulativsten Teil ab, weshalb auch Dogecoin unter diesen Entwicklungen leidet. Ein Blick auf den Chart macht das schnell deutlich.


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Chart macht wenig Hoffnung

Schaut man sich den Kursverlauf von Dogecoin an, gibt es nicht viel, das Hoffnung macht. In der letzten Woche hat der Kurs um über 3 % nachgegeben, auf Monatssicht zeigt sich ein Minus von knapp 2 % und auf Jahressicht ist der Kurs um über 60 % eingebrochen. Das führt auch zu jeder Menge Alarmsignalen am Chart. Sämtliche wichtige gleitende Durchschnitte wie der EMA50, der EMA100 oder der EMA200 wurden längst unterschritten und nun bewegt sich der Kurs nahe an einer wichtigen Unterstützungszone.


($DOGE Chart – Quelle: Tradingview)

Wenn die Unterstützung im Bereich um 0,12 Dollar nicht hält, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es nochmal weiter bis zum nächsten Support um 0,09 Dollar bergab geht. Auch auf fundamentaler Seite führt das Ausbleiben von Privatanlegern dazu, dass die Nachfrage überschaubar bleibt. Die aktuellen Käufe sind eher von institutionellen Investoren getrieben, die sich mehr auf Bitcoin oder höchstens noch Ethereum konzentrieren und von Meme Coins nichts wissen wollen.

Anleger sollten sich auch fragen, welche Faktoren den Dogecoin-Kurs nochmal höher treiben sollten als die Entwicklungen im letzten Jahr, als Elon Musk mit Präsident Trump die D.O.G.E.-Behörde ins Leben gerufen haben, die eine Anlehnung an Dogecoin war. Nicht einmal das hat ausgereicht, um den Kurs auf ein neues Allzeithoch zu treiben, weshalb auch nicht davon auszugehen ist, dass es dazu in nächster Zeit nochmal kommen wird oder das Hoch vom Januar 2025 nochmal übertroffen wird.


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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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