Die Lage am Kryptomarkt bleibt angespannt. Der Bitcoin-Kurs bewegt sich seit Monaten seitwärts und ein Anstieg über die 90.000 Dollar Marke erweist sich bisher immer nur als kurzfristiges Ereignis, das schnell wieder abverkauft wird. Das setzt auch Altcoins wie XRP unter Druck. Der Ripple-Coin hat die 2 Dollar Marke längst aufgegeben und droht sogar, weiter zu fallen. Vor allem, weil es in dieser Woche noch zu zwei weiteren Ereignissen kommt, die den Kryptomarkt und damit auch XRP belasten könnten.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Der Druck auf den gesamten Kryptomarkt zieht auch an XRP nicht spurlos vorbei.
  • Der Zinsentscheid der Fed und ein möglicher Shutdown der US-Regierung könnten den Kurs weiter unter Druck setzen
  • Auch bei den Spot XRP ETFs lässt das Interesse der Investoren nach.
  • Die Kapitalzuflüsse einer ganzen Woche wurden an einem Tag zunichte gemacht.
  • Charttechnisch bewegt sich XRP auf eine wichtige Unterstützungszone zu.
  • Hält die Unterstützung nicht, ist ein weiterer Crash denkbar.

Zwischen Fed und Shutdown

Eines der wichtigsten Ereignisse des Monats ist der Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve. Zwar wird keine Zinssenkung erwartet und das Verharren auf dem aktuellen Niveau dürfte bereits eingepreist sein, allerdings reicht oft schon ein Satz des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, um die Märkte zu belasten. Außerdem herrscht vor dem Zinsentscheid oft Zurückhaltung, weshalb die Kurse am Kryptomarkt am Tag davor oft leicht rückläufig sind.

Neben dem Zinsentscheid, der schon morgen ansteht, sind es aber vor allem die Sorgen um einen neuen Shutdown der US-Regierung, die den Kryptomarkt belasten. Der letzte Shutdown war erst im Oktober letzten Jahres und hat sich bis in den November gezogen. Auch in dieser Woche könnte es wieder dazu kommen.

Der letzte Shutdown hat bereits zu Verlusten am Kryptomarkt geführt und es sieht stark danach aus, als wäre das auch diesmal wieder der Fall, da die Lage ohnehin schon angespannt ist. Fällt der Bitcoin-Kurs nochmal in den Bereich um 80.000 Dollar, dürfte das auch dafür sorgen, dass XRP weiter unter Druck gerät und erneut einbricht.


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Institutionelles Interesse flacht ab

Nicht nur der Druck auf den Gesamtmarkt könnte sich in den nächsten Tagen nochmal erhöhen, auch speziell bei XRP lässt das Interesse offenbar kurzfristig nach. Wie sich zeigt, haben die Kapitalzuflüsse bei den Spot XRP ETFs zwar an den meisten Tagen dominiert, allerdings werden die Summen immer kleiner.

Schon ein einziger Tag mit Kapitalabflüssen hat in der Vorwoche gereicht, um unterm Strich auf Wochensicht für ein Minus zu sorgen. Insgesamt wurden über 40 Millionen Dollar in der Vorwoche aus den XRP-ETFs abgezogen.

Schnell wird klar, dass wenige schwache Tage, beispielsweise durch einen Shutdown ausgelöst, ausreichen würden, um die Kapitalzuflüsse von Monaten zunichte zu machen. Gleichzeitig bewegt sich XRP auch aus charttechnischer Sicht bereits in einer wichtigen Unterstützungszone, sodass der Druck nochmal erhöht werden könnte, wenn es hier nicht bald zu einer Verbesserung kommt.


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Chart mit Alarmsignalen

In erster Linie sind es natürlich die Fundamentaldaten, die den Kurs eines Assets antreiben. Allerdings setzen auch sehr viele Investoren und Trader auf die technische Analyse, um abzuschätzen, ob sich ein Investment lohnen könnte oder nicht. Und bei XRP macht die technische Situation nicht unbedingt Hoffnung.


($XRP Chart – Quelle: Tradingview)

Schon lange notiert der XRP-Kurs unter dem gleitenden Durchschnitt der letzten 50, 100 und 200 Tage, was ein bearishes Signal ist. Vor allem aber hat sich im Bereich zwischen 1,75 und 1,85 Dollar eine wichtige Unterstützungszone gebildet. Aktuell notiert XRP knapp oberhalb dieser Zone bei 1,89 Dollar.

Sollte es zum Shutdown kommen, könnte das allerdings ausreichen, um den Kurs unter diese Zone zu drücken. In diesem Fall wäre der Weg bis zur psychologisch wertvollen 1 Dollar Marke frei. Sollte auch diese nicht halten, könnte XRP sogar bis in den Bereich um 0,50 Dollar fallen und damit die Gewinne von Donald Trumps Wahlsieg im Jahr 2024 wieder restlos abgeben. Aktuell ist es aber noch zu früh, um das zu beurteilen, solange die Unterstützungszone hält.


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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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