Die Unsicherheit ist am Kryptomarkt nach wie vor deutlich zu spüren. Zu viele Störfaktoren stehen aktuell noch im Raum, die jeden Optimismus sofort wieder ersticken. Neben geopolitischen Spannungen, die von allen Seiten zunehmen, sind es auch viele Fragen rund um die US-Wirtschaft, die die Märkte beschäftigen. Von einer KI-Blase bis hin zur Überschuldung der USA und einer Rezession scheint alles möglich zu sein. Auch die Zukunft der US-Handelszölle ist ungewiss und eigentlich hätte es diesbezüglich heute eine Entscheidung geben sollen. Jetzt ist es aber ganz anders gekommen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Der Supreme Court hätte heute darüber entscheiden sollen, ob Trumps Zölle rechtens sind..
  • Heute wurde bekannt, dass die Entscheidung vertagt wird.
  • Der neue Termin ist nun der 14. Januar 2026.
  • Der Bitcoin-Kurs hat mit einem deutlichen Plus auf die Nachricht reagiert.

Keine Entscheidung

Analysten haben davor gewarnt, dass heute vor allem am Kryptomarkt mit erhöhter Volatilität zu rechnen ist, da neben US-Arbeitsmarktdaten auch eine Entscheidung des Supreme Court bezüglich der Handelszölle bekanntgegeben werden sollte. Aktuell wird geprüft, ob die Entscheidung, die Trump mehr oder weniger im Alleingang getroffen hat, überhaupt rechtens ist.

Auf Prognoseplattformen wie Polymarket wurde die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Supreme Court die Zölle als unrechtmäßig erklärt, mit über 80 % sehr hoch eingeschätzt. Nachdem heute bekannt wurde, dass die Entscheidung vertagt wird, ist die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass die Zölle doch noch rechtskräftig bleiben.

Die Entscheidung wurde auf die kommende Woche vertagt und das bedeutet wohl, dass die Zurückhaltung der Marktteilnehmer bis dahin bestehen bleibt. Nachdem bekannt wurde, dass es heute noch kein Ergebnis gibt, sind die Kurse der größten Kryptowährungen direkt deutlich gestiegen. Bitcoin konnte von 89.000 Dollar innerhalb weniger Minuten auf fast 92.000 Dollar steigen.


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Weitreichende Folgen

Die Entscheidung des Supreme Courts hat weitreichende Folgen. Wenn sich herausstellen sollte, dass die Zölle nicht rechtens waren, könnte das nicht nur Auswirkungen auf die zukünftigen Importe in die USA haben, sondern auch auf die vergangenen. Im schlimmsten Fall müssten die bisherigen Einnahmen zurückgezahlt werden, was viele Punkte der Trump-Agenda erschweren würde.

Vor allem im Bezug auf das Haushaltsdefizit und die extrem hohe Verschuldung der USA hat sich Trump durch die zusätzlichen Einnahmen eine deutliche Verbesserung erwartet. Sogar von Zoll-Dividenden war die Rede, die in diesem Jahr ausgezahlt werden sollten und von denen angenommen wurde, dass ein Teil auch in die Kapitalmärkte fließen könnte.

Trump hat zwar bereits angedeutet, dass er “andere Wege” hätte, um die Zölle letztlich durchzubringen, diese wären allerdings weniger effektiv und würden wohl auch länger dauern. Eigentlich hat man sich erhofft, dass die Einnahmen aus den Zöllen neben den Auszahlungen an die Amerikaner auch reichen werden, um die Staatsschulden zu reduzieren, was dringend nötig wäre. Vom Sparen will die Regierung nichts wissen, weshalb man sich hierbei eher auf die Erhöhung der Einnahmen als auf die Reduktion der Ausgaben konzentriert.

Für Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt bleiben die Bedingungen schwierig. Aktuell lässt sich nicht von der Hand weisen, dass Bitcoin seinem Ruf als digitales Gold im aktuellen Marktumfeld, das von Unsicherheiten geprägt ist, nicht gerecht wird. Marktteilnehmer fürchten nach wie vor, dass die bullishen Bitcoin-Prognosen durch Entscheidungen wie die Aufhebung der Zölle doch nicht eintreten könnten, während Edelmetalle wie Gold und Silber gerade wegen dieser Anspannung steigen. Einmal mehr werden Krypto-Investoren um eine Woche vertröstet. Bis dahin sieht es nicht so aus, als würde Bitcoin aus seiner Seitwärtsbewegung ausbrechen.


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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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