Fred Thiel, CEO des Mining-Giganten MARA Holdings, blickt mit gemischten Gefühlen auf die Zukunft des Bitcoin-Minings. In einem aktuellen Interview beschreibt er die Branche als zunehmend wettbewerbs- und kapitalintensiv und warnt, dass nur Miner überleben werden, die auf günstige Energiequellen, technologische Innovationen oder neue Geschäftsmodelle setzen – insbesondere mit Blick auf das kommende Halving 2028.
Das Wichtigste im Überblick:
MARA-CEO Fred Thiel über die Zukunft des Bitcoin-Minings
Fred Thiel, CEO von MARA Holdings, einem etablierten Mining-Unternehmen mit einer Krypto-Treasury über 53.000 BTC im Wert von 5,5 Milliarden USD, äußerte sich kürzlich über die Zukunft der Branche.
Er ist der Meinung, dass Mining ein extrem herausfordernder und sich ständig weiterentwickelnder Sektor ist, in dem nur Miner, die erschwingliche und zuverlässige Energie nutzen oder innovative Geschäftsstrategien verfolgen, weiterhin erfolgreich sein werden.
In der Vergangenheit hatte er bereits eingeräumt, dass Bitcoin-Mining-Akteure aufgrund des harten Wettbewerbs, des steigenden Energiebedarfs und sinkender Gewinne mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
In einem Interview bezeichnete der CEO das Bitcoin-Mining als Nullsummenspiel und betonte, dass es für alle Beteiligten schwieriger werde, je mehr Menschen mitmachen.
Thiel stellte fest, dass Miner ihre Ressourcen zunehmend auf verwandte Bereiche wie künstliche Intelligenz oder die Entwicklung von Hochleistungsrechnersystemen (HPC) verlagern.
Seinen Erkenntnissen zufolge konnten viele Miner mit dem Tempo derjenigen, die ihre eigene Hardware zu minimalen Kosten betreiben, wie etwa führende Akteure und Unternehmen wie Tether, nicht mithalten.
„Da die Kunden weniger Ausrüstung kaufen, betreiben Hardwareanbieter eigene Mining-Operationen“.
Thiels Argumentation zufolge steigt die globale Bitcoin-Hashrate weiterhin rasant an, was den Wettbewerb erschwert und die Gewinne aller Beteiligten verringert. Erfahre hier, wie du Bitcoin anonym kaufen kannst!
Der Wettbewerb steigt: Wie können Miner in Zukunft überleben?
Angesichts der Brisanz dieser Situation warnte der CEO von MARA, dass sich die Lage für Miner nach dem nächsten Bitcoin-Halving im Jahr 2028 weiter verschärfen könnte.
Zu diesem Zeitpunkt wird die Block-Belohnung für Miner auf rund 1,56 BTC pro Block sinken.
In dem Sinne warnte Thiel, dass das Mining für viele unrentabel werden könnte, wenn die Transaktionsgebühren nicht steigen oder der Bitcoin-Kurs nicht deutlich in die Höhe schießt.
Um seine Argumentation weiter zu untermauern, erklärte er, dass Bitcoin mit der Idee konzipiert worden sei, dass Transaktionsgebühren letztendlich Subventionen ersetzen würden.
Thiel merkte jedoch an, dass sich diese Idee noch nicht verwirklicht habe, woraus er schloss, dass es nach 2028 schwierig und 2032 deutlich schwieriger werden würde, wenn der Bitcoin-Kurs nicht jährlich um mindestens 50 Prozent steige.
Unterdessen stellten Analysten einige vorübergehende Gebührensteigerungen fest. Sie betonten aber auch, das die Gebühren für Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk trotz der kurzfristigen Erhöhung insgesamt niedrig sind, was vor allem kleine Miner, die wichtig für die Dezentralität sind, unter Druck bringt.
Mit Blick auf die Zukunft glaubt Thiel, dass sich der Markt letztendlich selbst stabilisieren würde, sobald die Miner ihre Gewinngrenzen erreicht hätten. Er merkte jedoch an, dass diese Grenze rapide ansteige.
„Bis 2028 werden Miner entweder selbst Strom erzeugen, Teil eines Stromerzeugers sein oder mit einem solchen kooperieren müssen“, sagte der CEO. „Die Zeit für Miner, die direkt ans Stromnetz angeschlossen sind, neigt sich dem Ende zu.“
Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels notiert der Bitcoin-Kurs bei 104.800 US-Dollar, was einem Rückgang von 0,4 Prozent in 24 Stunden sowie einem Anstieg von 2,9 Prozent in 7 Tagen entspricht. Erfahre in diesem YouTube-Video mehr zur Branche:
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