Red September, Uptober und jetzt Kryptocrash. Anleger fragen sich, warum gerade alles fällt. Das sind die Antworten!

Herbe Enttäuschung nach großartigem Start in den Kryptoherbst, doch jetzt ist tiefste Trauer angesagt. Seit dem letzten Höhenflug des Bitcoin-Kurses am 6. Oktober mit 126.199 $ müssen Trader starke Nerven haben. Erwartet waren drei Monate voller Kursexplosionen, wie in den vorangegangenen vier Quartalen. Am Ende hat es nur für ein paar Funken gereicht und jetzt ist es sogar mehr als nur ein starker Dämpfer. 

Die Ursachen sind vielfältig, wir haben eine Analyse der Gründe zusammengestellt. 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Erste Experten warnen vor dem Platzen einer Krypto-Blase.
  • Die anhaltend hohen Zinsen sind eine Gefahr, sagt US-Finanzminister.
  • US-Arbeitsmarktdaten werden erwartet – der Markt ist nervös.
  • Der Wochenverlust für Ethereum beträgt schon über 11 %.
  • Gesamtmarktkapitalisierung des Kryptomarktes gibt um über 3,2 % nach.

Kryptokurse im Keller – woran liegt es?

Allen voran gilt die Zinsentwicklung der FED, der US-Notenbank, als wegweisend für die wichtigsten Kapitalmärkte. Dazu sind die US-Arbeitsmarktdaten entweder Kurstreiber oder Dämpfer für die Börsen. Der Wohnungsmarkt steht darüber hinaus ebenfalls nicht gut da. Analysten sprechen schon lange eine Warnung aus, dass es zu einer dramatischen Rezession in den Bereichen kommen könnte. 

Die wirtschaftliche Abkühlung kann zweifelsohne als wesentlicher Einflussfaktor für Kurse von Vermögenswerten gesehen werden. Das gilt nicht nur für die Altcoin Season, die unter schlechten Daten entsprechend nachgibt. 

Es gibt aber auch ein großes ABER, was gegen diese Theorie spricht, die in der Vergangenheit allzu oft ursächlich war. 

Hohe Finanzierungskosten für das Eigenheim belasten natürlich das Haushaltsbudget. Günstige Zinsen verbilligen aber die damit verbundenen Kredite. Wenn Banken sich bei der Notenbank selbst Geld günstig leihen können, geben sie diese Rahmenbedingungen in Form von attraktiven Immobilienhypotheken an ihre Kunden weiter. Es müsste also trotz einer schlechteren Wirtschaftsleistung zu positiven Aussichten im Immobiliensektor kommen.

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Ein weiterer Faktor, der gegen diese altbewährte, aber möglicherweise überholte Theorie spricht, sind die Unmengen von Kapital, die nur auf die SEC und das Ende des US-Shutdowns warten. Bei der US-Börsenaufsicht stapeln sich sprichwörtlich die Anträge in verschiedensten Fortschritten für die endgültige Platzierung von Krypto-ETFs. 

Die Liquidität für die Krypto-ETFs wird sehnsüchtig erwartet

Eine straffe Geldpolitik ist das eine. Das andere sind die Milliarden von US-Dollar, die nur darauf warten, in Krypto-Spot-ETFs zu fließen. Bedingt durch den umfangreichen Stillstand in den USA ist dieses Kapital derzeit in Lauerstellung. Es wird für keine oder nur wenig andere Ausgaben eingeplant und liegt ungenutzt auf den Orderlisten der Vermögensverwalter. Die haben ihre Bestände längst aufgefüllt, um beispielsweise Memecoin ETFs für BONK, TRUMP und DOGE zu besichern.

Solana, XRP, Hyperliquid und natürlich Bitcoin und Ethereum sind die bevorzugte Wahl für neue und bestehende börsengehandelte ETFs. Auch Staking-ETFs sind nun verfügbar und ihr Angebot soll weiter ausgebaut werden. Niemand traut sich derzeit daran, das Geld für andere Dinge auszugeben, denn vom nächsten großen Bullenzyklus will jeder was abhaben. Mut statt Panik, sagt auch Robert Kiyosaki auf X, und Michael Saylor hat gerade erst wieder seinen orangen Bitcoin-Tracker veröffentlicht. Wir berichteten gestern in den Krypto News Aktuell ausführlich darüber. 

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Warum fällt Bitcoin gerade?

Nach einem bemerkenswerten Wachstum ist möglicherweise gerade einfach nur eine Ruhepause bei Bitcoin. Nein, Blödsinn. Die erfolgreichste Kryptowährung nach Marktkapitalisierung gilt als Benchmark für den gesamten Kryptosektor und hat daher eine enorm wichtige Funktion für die globalen Finanzmärkte. Hier eine kurze Übersicht der Gründe, warum Bitcoin gerade fällt und die anderen Altcoins mit sich reißt:

  1. Wir haben gerade einen Feiertag mit einem Brückentag und einem langen Wochenende hinter uns. Viele Anleger haben die Zeit genutzt, mal nicht in Kryptowährungen zu investieren
  2. Die Leitzinsen in den USA bleiben trotz neuerlicher Senkung durch die FED recht hoch. Nach Jahren von Dauer-Billiggeld muss die Wirtschaft jetzt damit klarkommen, dass Kredite teurer sind. 
  3. Die US-Arbeitsmarktdaten werden am 6. November veröffentlicht und es sieht eher nach einer weiteren Abschwächung aus. Die schlechte Stimmung drückt schon jetzt die Bitcoin-Prognosen nach unten. Aber wir müssen abwarten. Laut der Grafik bei der LBBW sieht es nicht so gut aus. 
  4. Der US-Shutdown hält Kapital gefangen, das Institutionen gerne in BTC oder ETH pumpen würden. Doch sie können nicht oder wollen abwarten. Der Government Shutdown ist jetzt schon der zweitlängste in der US-Geschichte und noch weiß niemand, wann er endet. 
  5. Und zu guter Letzt muss auch gesagt werden, dass vielleicht eine gewisse Ruhe vor dem Sturm herrscht. Pünktlich zum Jahresende muss der Markt die Ereignisse der letzten Monate verkraften und sich neu sortieren. Händler wechseln in riskantere Strategien, schichten Depots um und stellen Portfolios neu auf. Das braucht einfach Zeit. 

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Was bedeutet der Krypto-Crash für Anleger?

Abwarten und Tee trinken. Emotionen gehören nicht zum Trading und Tiefs eben zu den Hochs dazu. Also auf keinen Fall jetzt hektisch werden und Kryptos verkaufen. Wer Mut hat, kauft ein paar Coins hier und da nach und lässt sie in der Krypto-Wallet

Die derzeit günstigen Kurse sind also auch eine positive Gelegenheit für neue Einkäufe. Michael Saylor macht es ja auch so!

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Paul Schröder
Paul Schröder

Paul ist hauptberuflicher Content-Writer mit einem Schwerpunkt auf Kryptowährungen und Finanzthemen. Seine Leidenschaft für Krypto begann 2016, als er seinen ersten Bitcoin für rund 900 Dollar kaufte. Seitdem hat er sich immer wieder intensiv mit dem Markt beschäftigt. 2024 machte er... Mehr lesen

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