Die neuesten US-Inflationsdaten bringen frischen Wind in die Kryptomärkte. Bitcoin und Ethereum legten zu, nachdem der Verbraucherpreisindex im Juli schwächer ausfiel als prognostiziert. Doch die Entscheidung der US-Notenbank über mögliche Zinssenkungen bleibt weiter spannend.

Das Wichtigste im Überblick:

  • US-Inflation lag im Juli mit 2,7 % unter den Erwartungen, was die Kryptomärkte beflügelte.
  • Die Fed zeigt sich gespalten bei der Frage nach einer Zinssenkung im September.
  • Trumps Zölle könnten ab Herbst neue Inflationsimpulse setzen.

US-Inflation schwächer als erwartet: Bitcoin profitiert

Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im Juli um 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Experten hatten mit 2,8 % gerechnet. Damit fiel der Anstieg schwächer aus als erwartet. Auf Monatsbasis legte der CPI um 0,2 % zu, nach 0,3 % im Juni. Letzteres war der größte Anstieg seit Januar. Vor allem sinkende Dynamik bei den Mieten trug zur Entspannung bei. Die Märkte reagierten sofort. Bitcoin kletterte auf 118.000 US-Dollar, während Ethereum um 3,2 % auf 4.300 US-Dollar stieg.

Market Cap

Bitcoin Marktreaktion auf die CPI-Zahlen

Auch wenn die Inflationsdaten positiv überraschten, blieben nicht alle Kursbewegungen grün. Solana fiel um 1,7 % auf 176 US-Dollar. Der Kern-CPI, der schwankende Faktoren wie Energie und Lebensmittel ausschließt, stieg im Jahresvergleich um 3,1 % – leicht über den Erwartungen. Monatlich legte der Kernindex um 0,3 % zu. Laut Experten ist dies der größte Anstieg seit Januar. Der Schwerpunkt des Berichts liegt auf den Mieten, die bislang Preisdruck erzeugten, nun aber etwas nachgeben.

https://twitter.com/APompliano/status/1955246575044776343

Fed bleibt gespalten

Die US-Notenbank Federal Reserve hat bei ihrer letzten Sitzung die Zinsen unverändert gelassen. Zwei Mitglieder sprachen sich jedoch für eine sofortige Senkung aus – das gab es seit 1993 nicht mehr. Die Fed zögert, die Zinsen zu senken, da sie befürchtet, dass Trumps umfangreiche Zölle die Inflation wieder anheizen könnten. Trotzdem befeuerten die schwachen Arbeitsmarktdaten jüngst die Hoffnungen auf eine Zinssenkung im September. Die Wahrscheinlichkeit liegt laut CME FedWatch aktuell bei 82,5 %.


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Zinsen und Kryptomarkt

Niedrigere Zinsen wirken sich meist positiv auf risikoreiche Anlagen wie Aktien und Kryptowährungen aus. Nach den schwachen Juli-Zahlen hoffen viele Anleger auf eine baldige Lockerung der Geldpolitik. Der schwächere Arbeitsmarkt und sinkende Inflationserwartungen stützen diese Sicht. Fed-Gouverneurin Michelle Bowman stimmte zuletzt für eine Zinssenkung. Sie verwies auf Anzeichen einer abkühlenden Wirtschaft und einen weniger dynamischen Arbeitsmarkt.

https://twitter.com/WatcherGuru/status/1955265117236482088

Trumps Zölle im Fokus

Trumps Zölle gelten als potenzieller Inflationstreiber. Bisher blieb der Effekt aber überschaubar. Grund sind Ausnahmen bei manchen Ländern und Vorratskäufe durch US-Unternehmen. Doch diese Bestände schwinden. Laut Experten könnten Preissteigerungen spätestens im Herbst spürbar werden, wenn Unternehmen höhere Kosten an Kunden weitergeben. Steigende Zollsätze und sinkende Lagerbestände könnten die Preisentwicklung beeinflussen – und damit auch die Geldpolitik der Fed.


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Ausblick für Krypto-Investoren

Sollte die Fed im September tatsächlich die Zinsen senken, könnte das ein weiterer Schub für den Kryptomarkt sein. Niedrigere Finanzierungskosten machen risikoreiche Anlagen attraktiver und könnten institutionelles Kapital anziehen. Gleichzeitig bleibt das Umfeld unsicher, da politische Entscheidungen und globale Ereignisse jederzeit für neue Volatilität sorgen können. Anleger sollten daher eine klare Strategie verfolgen und nicht allein auf kurzfristige Impulse setzen.

https://twitter.com/DocumentingBTC/status/1954207167554200034

Langfristige Perspektiven für Bitcoin

Unabhängig von kurzfristigen Inflationsdaten sehen viele Analysten in Bitcoin und Ethereum langfristig starkes Potenzial. Die anhaltende Diskussion um Geldpolitik, Zölle und wirtschaftliche Stabilität verstärkt das Interesse an dezentralen Vermögenswerten. Sollte die Inflation weiter sinken und die Zinsen fallen, könnten sich günstige Einstiegsgelegenheiten bieten. Wer die Märkte beobachtet und flexibel bleibt, hat gute Chancen, von möglichen Kursanstiegen zu profitieren.

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Viele erfahrene Anleger setzen beim Kauf von Bitcoin auf den Durchschnittskosteneffekt (Dollar-Cost Averaging). Dabei wird regelmäßig ein fester Betrag investiert, unabhängig vom aktuellen Kurs. So sammelt man über Zeit mehr BTC, ohne zu versuchen, den perfekten Kaufzeitpunkt zu erraten. Bitcoin gilt als das sicherste Computernetzwerk der Welt und bietet damit langfristig eine außergewöhnliche Stabilität. Im Gegensatz dazu sind die meisten Altcoins kurzlebig, stark schwankend und bergen ein hohes Risiko. Wer konsequent auf Bitcoin setzt, baut Schritt für Schritt ein solides digitales Vermögen auf.

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Sergei Timurov
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Sergei Timurov ist seit 2016 großer Bitcoin Fan und ihn begeistert die Freiheits Idee sowie die Unabhängigkeit von Bitcoin. Sergei ist Bitcoin Maximalist und der Überzeugung, dass sich nur Bitcoin für einen langfristigen Vermögensaufbau eignet. Neben seinen journalistischen Tätigkeiten betreibt... Mehr lesen

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