Der August startet mit einer scharfen Korrektur am Kryptomarkt. Während Bitcoin mit einem Minus von 3 % in den letzten 24 Stunden noch glimpflich davonkommt, zeigt sich bei Ethereum und den meisten Altcoins ein ganz anderes Bild. Viele Anleger hat es heute eiskalt erwischt. Dabei kommt die Korrektur bei Bitcoin und Co. eigentlich nicht überraschend. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass der August bisher auch nicht unbedingt zu den starken Krypto-Monaten gehört hat. Wird sich diese Entwicklung auch diesmal wieder zeigen?

Das Wichtigste im Überblick:

  • Das Sommerloch zieht auch am Kryptomarkt nicht spurlos vorbei.
  • Bitcoin ist in den letzten 14 Jahren nur 5 x im August gestiegen.
  • Die meisten Kursanstiege gab es im August allerdings nach einem Halving-Jahr, sodass die Chancen auf ein Kursplus auch 2025 gut stehen.
  • Im Schnitt ist der Bitcoin-Kurs in den letzten Jahren im August um 0,67 % gefallen.

Kurs nur 5 x gestiegen

Historische Daten sind zwar keine Garantie für zukünftige Kursentwicklungen, dennoch können sie Aufschluss über die Saisonalitäten eines Assets geben. An den Börsen kommt es auch immer wieder zu selbsterfüllenden Prophezeiungen, wenn genügend Marktteilnehmer so handeln, wie es aufgrund früherer Zyklen erwartet wird. Bei Bitcoin zeigt sich, dass der August in der Vergangenheit in den meisten Fällen eine Korrektur mit sich gebracht hat.

In den letzten 14 Jahren ist der Bitcoin-Kurs im August nur 5 x gestiegen. Das Sommerloch, von dem an den Börsen immer wieder gesprochen wird, macht sich also durchaus auch am Kryptomarkt bemerkbar. Bei Ethereum zeigt sich ein ähnliches Bild, da der $ETH-Kurs auch in der Mehrheit der Fälle im August gefallen ist. Man kann also nicht behaupten, dass das Kapital in dieser Zeit in Altcoins umgeschichtet wird.

Im Sommer wird oft Kapital von den Börsen abgezogen. Sei es für einen Urlaub oder für die Studiengebühren, die im Herbst wieder fällig werden. Auch auf institutioneller Seite kehrt in den Sommermonaten Ruhe ein. Da der Juli für Bitcoin noch überdurchschnittlich stark gelaufen ist, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es im August zu einer Korrektur kommt.

Es gibt aber auch 2 Punkte, die Hoffnung machen. Zum einen hält sich der durchschnittliche Verlust, den Bitcoin über die letzten Jahre im August erzielt hat, mit 0,67 % in Grenzen. Zum anderen ist es meist das Jahr nach dem Bitcoin Halving, das eine Ausnahme darstellt. In den Jahren 2013, 2017 und 2021 ist der Bitcoin-Kurs im August gestiegen. Damit stehen die Chancen gut, dass es aufgrund der 4-Jahres-Zyklen auch diesmal wieder zu einem Kursanstieg kommen könnte.


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Wird es diesmal anders sein?

Es ist schwer zu sagen, ob 2025 die Tradition fortsetzt, laut der Bitcoin nach einem Halving-Jahr im August steigt. Man darf nicht vergessen, dass der Bitcoin-Kurs schon in den letzten 4 Monaten gestiegen ist. Das war zwar 2017 auch der Fall, dass der Bitcoin-Kurs im August den 5. Monat in Folge hingelegt hat, an dem der Kurs gestiegen ist, 2021 war die Rallye aber schon nach 2 Monaten wieder vorbei.

Außerdem zeigen sich genau bei der Investorengruppe, die den Bitcoin-Kurs in den letzten Monaten angetrieben hat, erste Ermüdungszeichen. Institutionelle Investoren, die Milliarden in die Spot Bitcoin ETFs gepumpt haben, haben die Rallye in erster Linie angetrieben und hier zeigt sich nun, dass die Kapitalzuflüsse langsam weniger werden. Einer der wenigen, der in Kauflaune bleibt, ist Michael Saylor.

Er spricht davon, dass er mit seinem Unternehmen Strategy bis zu 7 % aller Bitcoin, also fast 1,5 Millionen Coins, kaufen würde. Das würde bedeuten, dass das Unternehmen seine Bitcoin-Bestände nochmal mehr als verdoppeln würde. Auch bei Metaplanet möchte man weitere Milliarden aufbringen, um Bitcoin zu kaufen.

Ob das reichen wird, um den Kurs schon im August weiter in die Höhe zu treiben, wird sich erst zeigen. An den langfristigen Bitcoin-Prognosen ändert sich trotz der aktuellen Korrektur nichts. Die meisten Experten gehen davon aus, dass der Bitcoin-Kurs in den nächsten Jahren auf über eine Million Dollar steigen wird. Sollte der Kurs nochmal unter die 110.000 Dollar Marke fallen, dürften sich also viele institutionelle Investoren über den günstigeren Einstieg freuen.


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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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