Am Wochenende tut sich in der Regel nicht viel am Kryptomarkt. Das zeigt sich auch heute wieder. Das Handelsvolumen geht deutlich zurück und auch die Nachrichtenlage ist am Sonntag nicht unbedingt vielversprechend. Das scheint Andrew Tate aber nicht daran zu hindern, sich für einen Trade zu positionieren. Er fragt seine Community auf X, ob es nun an der Zeit wäre, mit 100 Millionen Dollar bei Bitcoin einzusteigen. Dabei spielt er auf die Trades von James Wynn an, die in den letzten Wochen für Aufsehen gesorgt haben.

Wird Andrew Tate der nächste James Wynn?

James Wynn hat in den letzten Wochen die Aufmerksamkeit der Krypto-Community auf sich gezogen. Er hat in einer Phase, in der sich der Bitcoin-Kurs eigentlich nur seitwärts bewegt hat, über 100 Millionen Dollar mit gehebelten Trades verloren. Dabei hat er immer wieder Positionen mit 40-fachem Hebel eröffnet und der Markt ist jedes Mal gegen ihn gelaufen. Inzwischen spricht Wynn selbst davon, dass er in einen Rausch verfallen ist, den er heute scheinbar bereut. Wie ernst er das meint, ist allerdings fraglich.

In Zeiten, in denen sich der Bitcoin-Kurs nur seitwärts bewegt, seine gesamte Rendite des bisherigen Bullruns in Rauch aufzulösen, muss man erstmal schaffen. Der Fall macht einmal mehr deutlich, dass gehebelte Positionen extrem riskant sind. Wynn selbst macht immer wieder Witze darüber, dass Geld nicht real sei und er sich für 100 Millionen Dollar nicht einmal eine Superyacht kaufen können hätte. Dass er seine Trades dennoch bereuen dürfte, scheint immer wieder durch.

Mit solchen Aussagen hat sich Wynn natürlich schnell die Sympathie von Andrew Tate gesichert. Tate spricht auch immer wieder von einer Matrix, in der nichts real sei und hat sich bereits offen als Fan von Wynn geäußert. Nun legt er nach und fragt seine Community, ob er nun an der Reihe wäre, mit 100 Millionen Dollar auf Bitcoin zu setzen.

Ob er seinen Worten Taten folgen lässt, wird sich erst zeigen. Bisher wurde noch nichts in diese Richtung gepostet. Einige zweifeln bereits daran, ob Tate überhaupt über so ein Vermögen verfügt, wie er immer behauptet und die Position überhaupt eröffnen könnte. Allerdings hat Tate schon mehrfach Token im Wert von Millionen von Dollar geburnt, anstatt sie zu verkaufen, sodass er wohl tatsächlich keine Geldsorgen haben dürfte.


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Falsche Voraussetzungen

Gehebelte Trades können in einigen wenigen Fällen Sinn machen. Allerdings sind Hebel von x10 oder gar x40 weit über dem, was Sinn macht, da das Risiko dabei einfach zu groß ist, liquidiert zu werden. Immerhin ist es am Ende immer nur eine 50/50 Chance, ob der Kurs steigt oder fällt, wenn man ohne jede Grundlage einfach Short oder Long geht, wie es bei Wynn in den letzten Wochen der Fall war.

Aktuell gibt eben die Nachrichtenlage nichts her, Bitcoin bewegt sich nicht klar in eine Richtung und ein gehebelter Trade kann hier eben einfach so oder so ausgehen. Die langfristigen Bitcoin-Prognosen sind zwar extrem bullish, gehebelte Trades sind aber in der Regel nur von kurzer Dauer und aktuell gibt es nichts, das darauf hindeutet, dass der Kurs morgen stark steigen oder stark fallen könnte.

Es macht also deutlich mehr Sinn, die ruhigen Phasen zu nutzen, um weitere Bitcoin zu kaufen, die man langfristig halten kann, anstatt zwanghaft versuchen vorherzusagen, ob der Kurs in den nächsten 3 Stunden um 1 % steigen oder fallen wird. Ob Tate seine Position dennoch eröffnen wird, wird sich zeigen.


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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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