Bitcoins Hashprice ist binnen vier Tagen um 20,41 Prozent gestiegen und erreicht damit ein Niveau, das seit Mai nicht mehr zu beobachten war. Miner erzielen dadurch höhere Erlöse pro Rechenleistung – eine Entlastung nach Monaten schrumpfender Margen.
Das Wichtigste im Überblick
- Bitcoins Hashprice stieg von 31,80 auf 38,29 US-Dollar pro PH/s – ein Plus von 20,41 Prozent in vier Tagen.
- 133 Mining-Pools speisen aktuell Hashrate ins Netzwerk ein, Foundry USA führt mit 214,73 EH/s.
- Die Netzwerk-Hashrate liegt bei rund 922 EH/s und nähert sich der Marke von 1 Zettahash.
- Miner haben im August bislang 682,69 Millionen US-Dollar verdient, gegenüber 875 Millionen US-Dollar im Juli.
Was den Hashprice-Anstieg auslöst
Der Hashprice misst, wie viel Umsatz ein Miner aus einer bestimmten Menge Rechenleistung erzielen kann – in diesem Fall pro Petahash (PH/s), was etwa 1.000 Terahash pro Sekunde entspricht. Laut Daten des Hashrate Index kletterte der Wert vom 18. bis 22. August von 31,80 auf 38,29 US-Dollar pro PH/s.
Bei diesen Werten erwirtschaftet ein Bitmain Antminer S23 Hydro 3U mit 1,16 PH/s Leistung einen geschätzten Tagesgewinn von 17,86 US-Dollar bei Stromkosten von 0,10 US-Dollar pro Kilowattstunde. Der Sealminer A4 Ultra Hydro von Bitdeer mit 886 TH/s kommt unter denselben Bedingungen auf rund 13,75 US-Dollar täglich. Bei niedrigeren Stromkosten erzielen auch ASICs, darunter Maschinen von MicroBT und Canaan, konstante Gewinne.

Netzwerk-Aktivität und Difficulty-Ausblick
Derzeit speisen 133 große, mittlere und sehr kleine Mining-Pools Hashrate ins Bitcoin-Netzwerk ein, darunter auch solo-artige Operationen. Foundry USA führt mit 214,73 EH/s, gefolgt von Antpool mit 156,17 EH/s und F2pool mit 110,62 EH/s. ViaBTC liegt mit 91,02 EH/s auf Platz vier, während sich Secpool und Spiderpool mit jeweils rund 65,07 EH/s den fünften Platz teilen.
Die Gesamt-Hashrate des Netzwerks lag zuletzt nahe 922 EH/s, nachdem sie zuvor unter der 900-EH/s-Marke verharrt hatte. Bitcoin rückt damit näher an die Schwelle von 1 Zettahash. Blockzeiten liegen mit 10 Minuten und 5 Sekunden leicht über dem Zehn-Minuten-Durchschnitt, weshalb die für den 22. August erwartete Difficulty-Anpassung um rund einen Prozentpunkt sinken dürfte.

Erlöse holen Rückstand auf, aber nicht vollständig
Trotz des Hashprice-Sprungs liegen die Miner-Einnahmen im August laut Daten von Newhedge.io noch hinter dem Juli-Ergebnis zurück. Bislang wurden 682,69 Millionen US-Dollar aus Block-Subventionen und Gebühren eingenommen, wovon nur 5,14 Millionen US-Dollar auf Transaktionsgebühren entfallen – gegenüber 875 Millionen US-Dollar im gesamten Juli.
Eine Woche bleibt den Minern noch, um diese Lücke zu schließen. Seit Bitcoin im Oktober 2025 von seinem Allzeithoch knapp über 126.000 US-Dollar abrutschte, standen die Margen der Miner unter erheblichem Druck. Der jüngste Kursanstieg hat diesen Druck spürbar gelindert, wie auch unsere Analyse zur Hashrate-Entwicklung und Miner-Verkaufsdruck zeigt.
Worauf Anleger jetzt achten sollten
Ob die Entlastung anhält, hängt maßgeblich vom Zusammenspiel aus BTC-Kurs, Netzwerk-Hashrate und künftigen Difficulty-Anpassungen ab. Steigt die Hashrate wieder deutlich an, könnte der positive Effekt des höheren Hashprice schnell aufgezehrt werden.
- Nächste Difficulty-Anpassung: Ein weiterer Rückgang würde die Margen zusätzlich stützen.
- Monatserlöse im August: Ob die 875-Millionen-Dollar-Marke aus dem Juli noch erreicht wird, entscheidet sich in der letzten Augustwoche.
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