Der Bitcoin-Kurs steht nach dem jüngsten Rückgang unter massivem Druck. Während einige Marktteilnehmer bereits von einer Bodenbildung ausgehen, sieht der bekannte Analyst DrProfit die aktuelle Entwicklung völlig anders. Seiner Einschätzung nach befindet sich Bitcoin erst am Beginn der schmerzhaftesten Phase des aktuellen Bärenmarktes.

Der Analyst verweist dabei auf sein eigenes Marktmodell, das aus sechs verschiedenen Phasen besteht. Laut seiner Analyse wurde Phase 4 inzwischen abgeschlossen, während Phase 5 – die eigentliche Kapitulationsphase – offiziell begonnen habe.

Das Wichtigste im Überblick:

  • DrProfit sieht das endgültige Bitcoin-Tief weiterhin im Bereich zwischen 40.000 und 48.000 US-Dollar, wo Anfang 2024 die Spot-Bitcoin-ETFs von BlackRock gestartet wurden.
  • Die Unterstützung bei 60.000 US-Dollar hält aktuell noch stand, weshalb kurzfristig eine Erholung in Richtung 65.000 bis 66.000 US-Dollar möglich sei.
  • Laut dem Analysten hat die entscheidende Kapitulationsphase des Bärenmarktes begonnen, wobei das finale Tief erst zwischen September und Oktober 2026 erreicht werden könnte.

Analyst erwartet Bitcoin-Tief bei 40.000 bis 48.000 Dollar

Im Mittelpunkt der Analyse steht das sogenannte „Confirmed BlackRock Bottom“ (CBB). Dabei handelt es sich um den Preisbereich, in dem die Spot-Bitcoin-ETFs von BlackRock Anfang 2024 an den Markt kamen.

Für DrProfit stellt diese Zone zwischen 40.000 und 48.000 US-Dollar weiterhin das wahrscheinlichste Ziel für den aktuellen Bärenmarkt dar.
Nach seiner Einschätzung war der Rückgang auf rund 60.000 US-Dollar nicht das Ende der Korrektur, sondern lediglich der Übergang in die nächste Phase des Marktzyklus.

Viele Anleger würden aktuell denselben Fehler machen wie in früheren Bärenmärkten und davon ausgehen, dass die schlimmste Phase bereits hinter ihnen liege. Historisch betrachtet seien jedoch gerade diese Phasen oft Vorboten deutlich stärkerer Abwärtsbewegungen gewesen.

60.000 Dollar bleibt kurzfristig entscheidende Marke

Trotz seines langfristig pessimistischen Ausblicks sieht der Analyst kurzfristig noch Chancen für eine Gegenbewegung.
Der Bereich um 60.000 US-Dollar fungiert derzeit als wichtige Unterstützung. Diese Zone habe den Markt bereits während großer Teile der Aufwärtsbewegung seit der ETF-Einführung getragen.

Solange diese Unterstützung nicht nachhaltig verloren gehe, hält DrProfit einen Anstieg in Richtung 65.000 bis 66.000 US-Dollar für möglich.
Dabei betont er allerdings, dass eine solche Erholung nichts an seiner grundsätzlichen Einschätzung ändere. Aus seiner Sicht würden derartige Bewegungen vor allem dazu dienen, Liquidität einzusammeln und Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß zu erwischen.

Bitcoin bewege sich selten geradlinig nach unten. Stattdessen seien scharfe Gegenbewegungen typisch für größere Abwärtstrends.

Die emotionale Phase des Bärenmarktes beginnt

Besonders kritisch sieht der Analyst die nun gestartete fünfte Phase seines Marktmodells.
Diese Phase sei traditionell von extremer Volatilität geprägt. Anleger müssten sich auf heftige Kursausschläge in beide Richtungen einstellen. Kurze Rallyes könnten ebenso auftreten wie plötzliche Liquidationen und starke Abverkäufe.

Das Ziel des Marktes sei es laut DrProfit in dieser Phase, möglichst viele Anleger emotional zu zermürben.
Häufig würden Investoren, die bei 100.000, 80.000 oder 70.000 US-Dollar nicht verkauft hätten, letztlich deutlich tiefer kapitulieren, sobald die psychologische Belastung zu groß werde. Genau dieses Verhalten habe bereits zahlreiche frühere Bärenmärkte geprägt.


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Kommt noch ein großer Schock für den Kryptomarkt?

Darüber hinaus erwartet der Analyst einen weiteren Auslöser für die finale Kapitulation.
Jeder größere Bärenmarkt habe bislang ein Ereignis hervorgebracht, das den Druck auf den Markt massiv verstärkte. Im Jahr 2022 war dies der Zusammenbruch der Kryptobörse FTX.

Für den aktuellen Zyklus rechnet DrProfit mit einem ähnlichen Ereignis, das große Marktteilnehmer überraschen könnte. Denkbar seien Probleme bei stark fremdfinanzierten Unternehmen, Liquidationen großer Positionen oder andere unerwartete Schocks innerhalb des Finanzsystems.
Solche Ereignisse würden meist ohne Vorwarnung auftreten und könnten die letzte Verkaufswelle auslösen, bevor ein langfristiger Boden entsteht.

Bitcoin bleibt umkämpft

Ob sich das Szenario des Analysten tatsächlich bewahrheitet, bleibt abzuwarten. Zahlreiche andere Marktbeobachter verweisen weiterhin auf historische Bewertungsmodelle, ETF-Zuflüsse und langfristige On-Chain-Daten, die bereits jetzt auf eine starke Unterbewertung hindeuten könnten.

Fest steht jedoch: Die Unsicherheit am Markt bleibt hoch. Während Optimisten auf eine baldige Erholung setzen, rechnen Bären wie DrProfit damit, dass die schwierigste Phase des Zyklus erst noch bevorsteht.

Die kommenden Monate dürften zeigen, welche Seite am Ende Recht behält.

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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