Bitcoin hat sich in den vergangenen Wochen eindrucksvoll erholt und erstmals seit Monaten wieder die Marke von 80.000 Dollar zurückerobert. Doch genau diese Stärke könnte laut einigen Marktbeobachtern aktuell zur Gefahr werden. Ein Trader, der nach eigenen Angaben bereits den Hochpunkt im Jahr 2025 erfolgreich geshortet hat, sieht den Markt unmittelbar vor einer massiven Korrektur. Seiner Einschätzung nach könnte die aktuelle Rallye lediglich die letzte Phase einer großen Bullenfalle darstellen.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Ein Analyst sieht den Bereich zwischen 82.000 und 85.000 Dollar als mögliches lokales Top für Bitcoin.
  • Der Trader baut aktuell täglich neue Short-Positionen auf und warnt vor einer massiven Korrektur Richtung 50.000 Dollar.
  • Steigende Euphorie am Markt und zunehmender Optimismus vieler Privatanleger gelten für ihn als Warnsignal.

Analyst setzt erneut auf aggressive Shorts

Der Trader erklärt, dass er bereits beim Bitcoin-Hoch im Bereich zwischen 115.000 und 125.000 Dollar im Jahr 2025 erfolgreich auf fallende Kurse gesetzt habe. Damals habe er über mehrere Tage hinweg schrittweise Short-Positionen aufgebaut. Nun verfolgt er offenbar dieselbe Strategie erneut.

Solange sich Bitcoin im Bereich zwischen 82.000 und 85.000 Dollar bewegt, eröffnet er laut eigener Aussage täglich neue Short-Positionen mit etwa zehn Prozent seines Kapitals. Gleichzeitig reduziert er ältere Long-Positionen, die er deutlich tiefer eröffnet hatte.

Ziel sei es nicht, exakt den Höchststand zu treffen, sondern über mehrere Tage hinweg eine größere Position im vermuteten Top-Bereich aufzubauen.

„Die Euphorie kehrt zurück“

Besonders skeptisch blickt der Analyst auf die aktuelle Stimmung am Markt.

Seiner Meinung nach steigt der Optimismus derzeit deutlich zu schnell an. Immer mehr Anleger würden bereits wieder mit neuen Allzeithochs rechnen, während auf Social Media zunehmend aggressive Altcoin-Prognosen auftauchen.

Genau diese Entwicklung interpretiert er als klassisches Warnsignal.

Vor allem Privatanleger würden seiner Ansicht nach aktuell wieder verstärkt in den Markt drängen, nachdem die Angst während der letzten Korrektur verschwunden sei. Historisch seien solche Phasen häufig kurz vor stärkeren Rücksetzern entstanden.


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Kursziel unter 50.000 Dollar?

Besonders bearish fällt seine langfristige Einschätzung aus.

Der Trader geht davon aus, dass Bitcoin nach Abschluss der aktuellen Rallye deutlich unter Druck geraten könnte. Sogar ein Rückgang in Richtung 50.000 Dollar oder tiefer sei aus seiner Sicht weiterhin möglich.

Er spricht dabei von einer „Fake Rallye“, die lediglich dazu diene, möglichst viele Marktteilnehmer erneut bullish werden zu lassen, bevor die nächste größere Verkaufswelle einsetzt.

Dabei verweist er auch darauf, dass viele Trader aus seiner Sicht zuletzt zu früh bearish geworden seien. Wer bereits im Bereich von 70.000 Dollar aggressiv auf fallende Kurse gesetzt habe, sei in die falsche Richtung positioniert gewesen. Der Anstieg in Richtung 80.000 Dollar sei aus seiner Sicht immer Teil des erwarteten Szenarios gewesen.

Markt bleibt gespalten

Trotz der extrem bearischen Prognose bleibt die Lage am Kryptomarkt weiterhin offen.

Viele andere Analysten verweisen weiterhin auf starke ETF-Zuflüsse, institutionelles Interesse und die zuletzt deutlich verbesserte Chartstruktur von Bitcoin. Auch die Rückeroberung wichtiger gleitender Durchschnitte wird von vielen Tradern eher bullish interpretiert.

Die kommenden Wochen dürften deshalb entscheidend werden. Sollte Bitcoin den Bereich zwischen 82.000 und 85.000 Dollar nachhaltig überwinden, könnte sich die Stimmung weiter aufhellen. Kommt es dagegen erneut zu einer stärkeren Ablehnung, dürfte die Diskussion um eine mögliche Bullenfalle weiter an Fahrt aufnehmen.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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