Der Kryptomarkt zeigt sich zum Wochenende erneut etwas schwächer. Nach einer kurzen Stabilisierung in den vergangenen Tagen geraten viele große Kryptowährungen wieder leicht unter Druck. Besonders Ethereum kämpft weiterhin mit der wichtigen psychologischen Marke von 2.000 US-Dollar. Zwar gelang zwischenzeitlich eine Annäherung an dieses Niveau, doch ein nachhaltiger Ausbruch nach oben blieb bislang aus. Stattdessen fiel der Kurs zuletzt wieder leicht darunter zurück.
Für viele Anleger ist diese Zone ein entscheidender Widerstand, der über die kurzfristige Trendrichtung entscheiden könnte. Dennoch bleiben zahlreiche Analysten langfristig optimistisch. Vor allem institutionelle Investoren und große Researchhäuser sehen weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial für das Ethereum-Ökosystem. Doch warum vertritt Cathie Wood eine so bullische Ethereum Prognose?
Cathie Wood sieht Ethereum als Fundament des dezentralen Internets
Die bekannte Investorin Cathie Wood, CEO der Investmentgesellschaft ARK Invest, hat sich zuletzt erneut deutlich optimistisch über Ethereum geäußert. Ihrer Einschätzung nach könnte Ethereum langfristig eine zentrale Rolle im zukünftigen Internet spielen. In aktuellen Kommentaren bezeichnete Wood die Blockchain sogar als mögliches „Backbone des dezentralen Internets“.
“Ethereum could be the backbone of the decentralized internet.” – Cathie Wood pic.twitter.com/nsr9HZ1FbW
— Altcoin Daily (@AltcoinDaily) March 6, 2026
Damit greift sie eine These auf, die in der Kryptobranche bereits seit einigen Jahren diskutiert wird. Ethereum ist die größte Plattform für Smart Contracts und bildet die technische Grundlage für zahlreiche Anwendungen im Bereich DeFi, NFTs und tokenisierte Vermögenswerte. Besonders wichtig ist dabei die Rolle von Ethereum als Settlement-Layer für zahlreiche Layer-2-Netzwerke.
Skalierungslösungen wie Optimism oder Arbitrum bauen direkt auf der Ethereum-Blockchain auf und ermöglichen deutlich schnellere und günstigere Transaktionen. Durch dieses Modell entwickelt sich Ethereum zunehmend zu einer Art Basisinfrastruktur für ein wachsendes Netzwerk aus Anwendungen und zusätzlichen Blockchains.
Auch das jüngste Dencun-Upgrade hat diese Entwicklung weiter vorangetrieben. Durch technische Verbesserungen konnten Transaktionskosten insbesondere für Layer-2-Lösungen deutlich reduziert werden. Dadurch steigt die Attraktivität des gesamten Ethereum-Ökosystems für Entwickler und Projekte.
Trotz wachsender Konkurrenz durch alternative Blockchains wie Solana bleibt Ethereum weiterhin der wichtigste Hub für dezentrale Finanzanwendungen. In DeFi-Protokollen sind weiterhin Vermögenswerte im Wert von über 100 Milliarden US-Dollar gebunden. Diese starke Netzwerkaktivität gilt für viele Analysten als entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Aus Sicht von Cathie Wood könnte genau dieser Netzwerkeffekt langfristig dafür sorgen, dass Ethereum eine zentrale Infrastrukturrolle im Web3 einnimmt. Wenn immer mehr Anwendungen, Finanzprodukte und digitale Assets auf der Blockchain aufgebaut werden, könnte Ethereum zu einem grundlegenden technologischen Fundament für ein neues, dezentrales Internet werden. Wer darauf spekuliert, könnte 2026 Ethereum kaufen.
ARK Invest bleibt im „Big Ideas Report 2026“ extrem bullish für Ethereum
Auch im aktuellen „Big Ideas 2026“-Report bekräftigt ARK Invest seine positive Einschätzung für Ethereum und das gesamte Ökosystem rund um tokenisierte Vermögenswerte. Laut der Analyse bleibt Ethereum derzeit die bevorzugte Blockchain für sogenannte On-Chain-Assets.
Die Daten zeigen, dass ein Großteil des Kapitals im Smart-Contract-Ökosystem weiterhin auf Ethereum konzentriert ist. Insgesamt übersteigen die auf Ethereum abgebildeten Vermögenswerte bereits die Marke von rund 400 Milliarden US-Dollar. Dazu zählen unter anderem Stablecoins, DeFi-Token, NFTs sowie verschiedene Formen tokenisierter Real-World-Assets.
Besonders dominant ist Ethereum im Bereich der Stablecoins und der größten Krypto-Assets. Laut ARK entfallen rund 90 Prozent der Marktkapitalisierung der wichtigsten Tokens auf nur wenige große Blockchains – wobei Ethereum weiterhin den größten Anteil hält.
Ein weiterer zentraler Wachstumstreiber könnte laut ARK Invest die Tokenisierung traditioneller Finanzwerte sein. Dazu zählen beispielsweise Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Immobilien, die künftig direkt auf Blockchains abgebildet werden könnten.
Die Analysten von ARK gehen davon aus, dass der globale Markt für tokenisierte Vermögenswerte bis zum Jahr 2030 ein Volumen von über 11 Billionen US-Dollar erreichen könnte. Aktuell liegt der Markt noch bei rund 19 Milliarden Dollar, doch mit zunehmender regulatorischer Klarheit und institutioneller Infrastruktur könnte sich dieses Segment massiv ausweiten.
Sollte sich diese Entwicklung tatsächlich durchsetzen, könnte Ethereum eine Schlüsselrolle spielen. Aufgrund seiner etablierten Infrastruktur, der großen Entwicklerbasis und der starken Integration in DeFi-Anwendungen gilt die Blockchain für viele Marktbeobachter als einer der wahrscheinlichsten Gewinner dieser Entwicklung.
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