Der Bitcoin Kurs hat einen schwierigen Jahresauftakt hinter sich. Allein im Februar schloss die Kryptowährung rund 15 Prozent tiefer und markierte damit bereits die fünfte rote Monatskerze in Folge. Eine derart lange Verlustserie ist historisch selten und trat in dieser Form bislang nur einmal auf. Damals folgten auf sechs rote Monate ab August 2018 mehrere deutlich positive Monate mit einer dynamischen Aufwärtsbewegung.

Auch aktuell verdichten sich die Hinweise, dass sich ein ähnliches Szenario wiederholen könnte. Trotz der anhaltenden Schwächephase zeigt sich, dass extrem negative Marktphasen häufig den Boden für kräftige Gegenbewegungen bereiten.

Historische Drawdowns relativieren die aktuelle Korrektur

Mit einem Rückgang von rund 47 Prozent vom letzten Hoch bewegt sich der aktuelle Abschwung im historischen Vergleich im moderaten Bereich. Frühere Bärenmärkte führten zu Einbrüchen von 70 Prozent oder sogar über 90 Prozent. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass die Intensität der Korrekturen im Laufe der Jahre tendenziell abnimmt.

Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte ein mögliches Zyklustief im Bereich von 60 bis 70 Prozent unter dem Allzeithoch liegen. Im historischen Kontext würde das bedeuten, dass der Markt bereits einen Großteil der typischen Korrektur absolviert haben könnte oder sich zumindest in einer fortgeschrittenen Phase der Bodenbildung befindet.


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Sentiment dreht deutlich ins Positive

Parallel zur technischen Situation liefert auch das Stimmungsbild interessante Signale. Als der Bitcoin Kurs zuletzt in Richtung 65000 US Dollar abrutschte, zeigte sich in sozialen Medien ein deutlicher Anstieg positiver Kommentare. Innerhalb von nur gut zwei Stunden folgte eine Erholung von rund 7 Prozent bis knapp unter 70000 US Dollar.

Das Verhältnis bullisher zu bearisher Kommentare kletterte zeitweise auf 1,44 zu 1 und erreichte damit den höchsten Stand seit mehreren Wochen. Solche plötzlichen Stimmungsumschwünge können kurzfristige Kursschübe auslösen, vor allem wenn viele Marktteilnehmer auf eine schnelle Gegenbewegung spekulieren.
Der März als potenzieller Wendepunkt

Ein Blick auf die saisonalen Muster spricht zusätzlich für einen konstruktiven März. In der Vergangenheit folgten auf längere Verlustphasen häufig starke Erholungsmonate. Besonders nach der ausgeprägten Schwächephase 2018 drehte der Markt im Frühjahr deutlich nach oben und verzeichnete innerhalb weniger Monate eine Rally von über 300 Prozent.

Natürlich lassen sich historische Bewegungen nicht eins zu eins übertragen. Dennoch zeigt die Statistik, dass extreme Negativphasen oft die Basis für überdurchschnittliche Renditen in den Folgemonaten bilden. Auch die Bitcoin-Prognose des Experten von Rundumbitcoin fällt extrem bullish aus. Die Kombination aus moderatem Drawdown im historischen Vergleich, positiver werdendem Sentiment und der ungewöhnlich langen Verlustserie erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der März zumindest eine spürbare Gegenbewegung bringen könnte.
Ob daraus bereits ein nachhaltiger Bullenmarkt entsteht, bleibt offen. Klar ist jedoch, dass sich der Markt an einem Punkt befindet, an dem Risiko und Chance wieder enger zusammenrücken und bullishe Szenarien zunehmend an Plausibilität gewinnen.


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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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