Krypto-Investoren haben es zur Zeit nicht leicht. Der Bitcoin-Kurs ist am Wochenende auf 75.000 Dollar gefallen, nachdem die Prognosen noch vor 4 Monaten davon ausgegangen sind, dass die digitale Leitwährung bereits Ende 2025 bei 150.000 Dollar stehen wird. Es ist also ganz anders gekommen als erwartet. Das hat auch Altcoins mit nach unten gerissen, wobei XRP zu den großen Verlierern gehört. Nach einem Crash auf den Bereich um 1,50 Dollar bahnt sich nun allerdings die Trendwende an. Es gibt gleich mehrere Faktoren, die darauf hindeuten.
Das Wichtigste im Überblick:
- Bitcoin ist kurzzeitig unter die 75.000 Dollar Marke gefallen und hat auch XRP mit nach unten gerissen.
- XRP hat im Bereich um 1,50 Dollar gedreht, wie es auch schon beim Flash Crash am 10. Oktober 2025 zu beobachten war.
- Gleichzeitig signalisiert der ISM-Einkaufsmanagerindex ein starkes Wachstum der US-Wirtschaft.
- Der US-Shutdown dürfte ebenfalls ein schnelles Ende finden.
- Geopolitische Spannungen entschärfen sich, vor allem zwischen den USA und dem Iran.
- Insgesamt stehen die Zeichen auf Erholung, wovon XRP besonders stark profitieren könnte.
Marktumfeld hellt sich auf
Die fallenden Kurse am Kryptomarkt machen deutlich, dass die Unsicherheit der Marktteilnehmer extrem hoch ist. Das ist auch kein Wunder, da sich zuletzt viele Krisenherde angebahnt haben. Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich, Rezessionsängste und die Sorge um eine KI-Blase wachsen, die erste Bankenpleite in den USA, der Crash am Edelmetallmarkt und viele weitere Faktoren ergeben zusammen ein Umfeld, das nicht gerade für Risikobereitschaft steht.
Nun zeigt sich aber, dass sich ein paar dieser Punkte langsam auflösen, wodurch sich der breite Kryptomarkt leicht erholen kann. Zum einen steht eine Lösung bezüglich des US-Shutdowns unmittelbar bevor. Außerdem zeigen sich sowohl der Iran als auch die USA gesprächsbereit. Vor allem aber der starke ISM Einkaufsmanagerindex, der gestern veröffentlicht wurde, hat überzeugt.
Auch Indien und die USA nähern sich langsam wieder an, sodass die Handelszölle reduziert werden, da Indien in Zukunft auf den Kauf von russischem Öl verzichten will und stattdessen Öl aus Venezuela kaufen soll. Einzeln betrachtet reichen diese Punkte zwar nicht aus, um den Markt zu drehen, zusammen ergeben sie aber ein deutlich freundlicheres Umfeld als noch vor wenigen Tagen. Das zeigt sich auch bereits in den leicht steigenden Kursen und vor allem XRP könnte dabei jetzt zu den großen Gewinnern gehören.
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Schlüsselmoment bei XRP
Die Stimmung rund um Bitcoin wirkt sich auf den gesamten Markt aus und sorgt dafür, ob Altcoins steigen oder fallen. Bei XRP und Solana sind aber die Marken, an denen die Kurse gedreht sind, besonders auffällig. Der Ripple-Coin ist genau im Bereich um 1,55 Dollar gedreht, wobei sich hier in den letzten Monaten bereits eine starke Unterstützungszone gebildet hat.
Beim Blick auf den Chart wird deutlich, dass es genau in diesem Bereich zu einer Umkehr gekommen ist, bei dem das auch schon während des Flash Crashs im Oktober 2025 der Fall war. Dadurch zeigt sich, dass der Kurs um 1,50 Dollar von vielen Investoren als attraktive Einstiegsgelegenheit wahrgenommen wird, weshalb an diesem Punkt oft die Bullen wieder übernommen haben.
Auch diesmal ist der Kurs vom gestrigen Tief bis heute um fast 6 % gestiegen. Noch ist es zwar zu früh, um von einer nachhaltigen Trendwende zu sprechen, allerdings zeigt auch der Fear and Greed Index, dass sich der Markt langsam beruhigen könnte. Nachdem gestern noch ein Wert von 15 im extremen Angstbereich angezeigt wurde, ist dieser Score heute zumindest auf 17 Punkte gestiegen.
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Kapitalzuflüsse bei ETFs
Auch ein Blick auf die Krypto-ETFs macht Hoffnung. Zwar ist es bei XRP gestern noch nicht zu Kapitalzuflüssen gekommen, dafür aber bei Bitcoin gleich im großen Stil. Über eine halbe Milliarde Dollar wurde investiert, was als Signal für den restlichen Markt gilt, sodass es heute auch bei den XRP-ETFs wieder zu nennenswerten Zuflüssen kommen könnte.
📈 BITCOIN ETF INFLOWS RETURN
Bitcoin spot ETFs recorded $561.9M in net inflows yesterday, ending 4 straight days of outflows.
Not a single ETF saw outflows.
Fidelity led with $153M, followed by BlackRock at $142M.
February’s FIRST inflow day has already outpaced ALL of… pic.twitter.com/71nRKUDipA
— Coin Bureau (@coinbureau) February 3, 2026
Die Bewegungen bei den Krypto-ETFs gelten als wichtiger Hinweis darauf, wie die Stimmung bei institutionellen Investoren ist. Die Tatsache, dass über eine halbe Milliarde Dollar in Bitcoin geflossen ist, deutet darauf hin, dass man auch auf institutioneller Seite langsam wieder bereit ist, das Risiko leicht zu erhöhen, was dringend nötig wäre, um die Kurse von Bitcoin, XRP und Co. wieder in die Höhe zu treiben.
Ob das tatsächlich der Tiefpunkt war, wird sich erst zeigen und vor allem davon abhängen, ob nun weitere schlechte Nachrichten aus den USA kommen. Aktuell stehen die Zeichen aber eher auf Erholung.
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