In diesem Beitrag
Das Jahr 2025 verlief für Ethereum aus Kurssicht alles andere als zufriedenstellend. Trotz technologischer Fortschritte und wachsender Nutzung verzeichnete ETH year-to-date zweistellige Verluste und blieb hinter vielen Erwartungen zurück. Genau hier setzt der Blick nach vorne an. 2026 könnte nämlich durchaus werden, denn fundamental präsentiert sich Ethereum stabiler und vielseitiger denn je. Upgrades, Angebotsdynamik, regulatorische Entwicklungen und steigende On-Chain-Aktivität sprechen für ein solides Fundament. Entscheidend bleibt jedoch, ob sich diese Stärke auch im ETH-Kurs widerspiegelt.
Die folgenden fünf Faktoren könnten für die Ethereum-Prognose 2026 eine zentrale Rolle spielen.
Das Wichtigste im Überblick:
- Ethereum treibt Innovation mit klarer Roadmap und regelmäßigen, planbaren Blockchain-Upgrades voran.
- Die Upgrades Glamsterdam und Hegota könnten Skalierung, MEV-Kontrolle und Netzwerkstruktur 2026 verbessern.
- Historisch niedrige ETH-Bestände auf Börsen verknappen das handelbare Angebot deutlich.
- Massive ETH-Outflows seit Sommer 2025 senken Verkaufsdruck und stärken langfristige Angebotsdynamik.
- TVL dient als Bewertungsanker, wachsender Ethereum-TVL könnte neue Dynamik schaffen.
- Stablecoins über 300 Milliarden US-Dollar stärken Ethereum als führende Abwicklungs-Blockchain.
- Bitcoin-Layer-2-Lösungen eröffnen 2026 neue Anwendungsfälle jenseits reiner Wertaufbewahrung.
- Bitcoin Hyper verbindet hohe Sicherheit mit Skalierung, DeFi-Funktionalität und neuem Nachfragehebel.
Ethereum-Entwickler treiben Wandel weiter voran
Ethereum hebt sich von vielen Krypto-Netzwerken vor allem durch seine planbare Upgrade-Kadenz ab: Große Änderungen werden entlang einer Roadmap umgesetzt – mit klaren Hard-Fork-Namen und definierten Zielen. Nach The Merge (2022) folgten Shapella (2023) und Dencun (2024). Pectra ging am 7. Mai 2025 live und bündelte mehrere Protokolländerungen. Zuletzt wurde Fusaka am 3. Dezember 2025 aktiviert, mit dem Fokus, die Skalierung effizienter zu machen und die Kosten/Last für Nodes sowie L2-Abwicklung zu senken.
Für 2026 stehen laut Roadmap bereits die nächsten Schritte an: Glamsterdam wird für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet, danach ist Hegota als zweites großes 2026-Upgrade (später im Jahr) vorgesehen. Inhaltlich dreht sich die Debatte dabei u. a. um MEV-Minderung und strukturelle Verbesserungen wie ePBS-Ansätze, die aktuell noch in Ausarbeitung sind.
Ethereum developers name post-Glamsterdam upgrade 'Hegota' as 2026 roadmap takes shape https://t.co/uo8oI3N2UW
— The Block (@TheBlock__) December 19, 2025
Sinkende Börsenbestände verknappen ETH-Angebot
Die Metrik ETH: Percent Balance on Exchanges hat Ende 2025 ein historisch niedriges Niveau erreicht. Weniger als 9 Prozent des gesamten Ethereum-Angebots befinden sich aktuell auf zentralisierten Börsen – nahezu so wenig wie zuletzt 2015, in der Frühphase des Netzwerks. Diese Entwicklung deutet auf eine strukturelle Angebotsverknappung hin.
Sinkende Börsenbestände bedeuten, dass immer weniger ETH kurzfristig handelbar sind. Ein Großteil der Coins wandert in Cold Wallets, Staking-Verträge oder DeFi-Protokolle und steht damit dem freien Markt nicht mehr direkt zur Verfügung. Historisch ging ein solches Umfeld häufig mit erhöhter Preissensitivität einher: Steigt die Nachfrage, trifft sie auf ein zunehmend knappes Angebot. Für 2026 könnte dieser Angebotsdruck zu einem wichtigen bullischen Fundament für Ethereum werden.
Seit dem Sommer 2025 zeigt auch die Kennzahl ETH: Exchange Net Position Change einen klaren Trend: Ethereum fließt netto in großem Umfang von zentralisierten Börsen ab. Über längere Zeiträume überwiegen die Outflows deutlich gegenüber Einzahlungen.
Solche Bewegungen gelten als Signal langfristiger Positionierung. Anleger verlagern ETH in Selbstverwahrung, Staking oder DeFi-Strukturen und entziehen es dem kurzfristigen Handel. Der unmittelbare Verkaufsdruck sinkt dadurch spürbar. In Kombination mit historisch niedrigen Börsenbeständen verstärkt dieser Trend die Angebotsverknappung und schafft ein konstruktives Fundament für Ethereum im weiteren Zyklus.
Für 2026 bleibt diese Metrik besonders wichtig. Setzen sich die massiven ETH-Outflows von Börsen fort, verknappt sich das frei handelbare Angebot weiter. Bleibt oder steigt zugleich die Nachfrage, dürfte sich dieser strukturelle Angebotsdruck über kurz oder lang auch im Ethereum-Kurs widerspiegeln.
CLARITY Act: Mehr Rechtsklarheit für DeFi-Märkte
Der CLARITY Act (Digital Asset Market Clarity Act) ist ein umfassender Gesetzesvorschlag des US-Kongresses, der endlich klare Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen soll. Er definiert, wie Kryptowährungen unter Bundesrecht einzuordnen sind und ordnet die Zuständigkeiten zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) neu.
Dadurch soll jahrelanger Rechtsunsicherheit ein Ende gesetzt werden, die viele Unternehmen und institutionelle Akteure von Innovation und Investitionen abhält.
Für digitale Commodities übernimmt die CFTC die Aufsicht, was regulatorische Hürden senkt und klare Regeln schafft. Aktuell liegt der Entwurf im US-Senat.
🇺🇸CLARITY ACT WILL OPEN THE FLOODGATES
“Once you can start to get traditional investment products into this wallet-based ecosystem… you start to diversify crypto profits.” pic.twitter.com/YYmAadRDzH
— Coin Bureau (@coinbureau) December 31, 2025
Für DeFi wäre das potenziell ein Meilenstein: Regulierung nach klaren Kategorien könnte Vertrauen und Beteiligung institutioneller Anleger stärken und das rechtliche Risiko für dezentrale Protokolle verringern, gerade dort, wo heute Unsicherheit herrscht. Da Ethereum das dominierende Layer-1-Protokoll für DeFi-Ökosysteme ist, würde ein klarer Rechtsrahmen speziell Ethereum-basierte DeFi-Projekte begünstigen. Damit ist der CLARITY Act zweifelsohne bullisch für ETH.
Stablecoin-Boom stärkt Ethereums Führungsrolle
Bereits 2025 verzeichnete der Stablecoin-Sektor ein außergewöhnlich starkes Wachstum. Das umlaufende Gesamtvolumen stieg auf über 300 Milliarden US-Dollar und markierte damit ein neues Allzeithoch. Stablecoins haben sich endgültig als zentrales Bindeglied zwischen traditionellem Finanzsystem und Krypto-Ökonomie etabliert.
Beschleunigt sich dieses Wachstum 2026 weiter, dürfte vor allem Ethereum profitieren. Ethereum ist aktuell die führende Layer-1-Blockchain für Stablecoins.
Mehr Stablecoins bedeuten mehr Liquidität, theroetisch mehr DeFi-Nutzung und eine höhere strukturelle Nachfrage nach Ethereum als Abwicklungsschicht. Damit wird der Stablecoin-Trend zu einem zentralen Fundament für ETH im Jahr 2026.
TVL als Fundament der ETH-Bewertung
Die folgende Grafik von Token Terminal zeigt eine spannende Entwicklung: Seit über fünf Jahren bildet der Total Value Locked (TVL) auf Ethereum eine Art Bewertungsuntergrenze für ETH. Historisch fällt auf, dass starke Anstiege des TVL – also des in DeFi-, Stablecoin- und zunehmend auch RWA-Anwendungen gebundenen Kapitals – mit höheren Bewertungen von ETH einhergehen. Umgekehrt stabilisierte ein robuster TVL die Marktkapitalisierung selbst in schwächeren Marktphasen.
🆕📊 How does the valuation of $ETH correlate with the size of the @ethereum economy?
For 5+ yrs, TVL on Ethereum has established a floor for ETH's valuation.
What happens should Ethereum-based apps grow their combined TVL to $1 trillion and beyond? pic.twitter.com/C2xSNmh8yR
— Token Terminal 📊 (@tokenterminal) December 27, 2025
Aktuell liegt die vollständig verwässerte Marktkapitalisierung von ETH nur rund 1,1-fach über dem TVL. Das signalisiert eine enge Kopplung zwischen dem Wert des Tokens und der Größe der realen On-Chain-Ökonomie. Für 2026 wird der TVL daher besonders relevant: Wächst die kombinierte TVL der Ethereum-Anwendungen perspektivisch weiter, könnte dieses Niveau eine neue strukturelle Bewertungsbasis für Ethereum schaffen. TVL wird damit zu einem der wichtigsten Fundamentindikatoren für ETH im nächsten Zyklus.
Krypto-Tipp: Von Ethereum zu Bitcoin – nächster Layer-2-Hype?
Layer-2-Lösungen waren für Ethereum in den vergangenen Jahren entscheidend. Sie senkten Gebühren, erhöhten die Transaktionskapazität und machten zahlreiche Anwendungen erst massentauglich. Ohne L2 wäre Ethereums Wachstum in dieser Form kaum möglich gewesen. Für 2026 könnte sich nun eine ähnliche Entwicklung bei Bitcoin abzeichnen. Bitcoin-Layer-2-Konzepte zielen weniger auf reine Skalierung ab, sondern vor allem auf neue Funktionen. Smart Contracts, schnellere Transfers und komplexere Anwendungen könnten entstehen. Dadurch entwickelt sich Bitcoin zunehmend von einem Store-of-Value hin zu einem vielseitigeren Ökosystem.
Bitcoin Hyper zählt zu den spannendsten Layer-2-Ansätzen für 2026, weil es gezielt dort ansetzt, wo Bitcoin bislang limitiert war. Die Sicherheit des Netzwerks ist extrem hoch, doch komplexe Anwendungen und hohe Transaktionsgeschwindigkeiten waren bisher kaum möglich. Genau diese Lücke schließt Bitcoin Hyper. Die Layer-2 nutzt eine moderne Ausführungsumgebung, die sich an der Solana Virtual Machine orientiert und damit parallele Transaktionsverarbeitung erlaubt. Das Ergebnis sind deutlich höhere Durchsatzraten und niedrigere Kosten, ohne die Sicherheit von Bitcoin zu kompromittieren.
Technisch basiert das Konzept auf Rollups und Zero-Knowledge-Verfahren. Transaktionen werden gebündelt, kryptografisch abgesichert und anschließend mit dem Bitcoin-Mainnet synchronisiert. Eine bidirektionale Bridge sorgt dafür, dass native BTC auf Layer 1 hinterlegt und auf Layer 2 in tokenisierter Form genutzt werden können. Der Bezug zum Hauptnetz bleibt jederzeit erhalten, während Bitcoin erstmals aktiv in Anwendungen eingebunden wird. Für Entwickler entsteht dadurch ein attraktives Umfeld. Bestehende Anwendungen aus dem Solana-Ökosystem lassen sich mit geringem Anpassungsaufwand übernehmen.
HYPER günstig im Presale kaufen
Ökonomisch entsteht ein doppelter Hebel. Bitcoin profitiert durch zusätzliche Nachfrage, weil echte BTC in das Layer-2-System eingebracht werden. Gleichzeitig steht der HYPER-Token im Zentrum der Nutzung: Transaktionsgebühren, Governance und Staking sind direkt an ihn gekoppelt. Wer hier günstig dabei sein möchte, kann HYPER aktuell noch mit Rabatt erwerben. Direkt im Anschluss ist das Staking für 39 Prozent APY möglich.
Kryptowährungen sind volatil. Ihr Kapital ist in Gefahr.
Warum Sie 99Bitcoins vertrauen können
99Bitcoins wurde 2013 gegründet und verfügt über ein Team von Experten, deren Erfahrung bis in die Anfänge der Kryptozeit zurückreicht.
Wöchentliche Recherche
100k+Monatliche Leser
Experten
2000+Krypto-Projekte unter die Lupe genommen


