2026 kommen Ethereum-Upgrades, die die Layer-1 auf 10.000 Transaktionen pro Sekunden skalieren sollen. Wieder einmal!
Denn die Versprechen und Ankündigungen der besseren Skalierbarkeit sind bei Ethereum nicht neu. Inzwischen ist die Community nicht sicher, ob die ambitionierten Pläne überhaupt in dieser Weise und mit so kurzen Zeitintervallen sinnvoll sind. Vitalik Buterin ist Mitgründer von Ethereum und das Aushängeschild der Smart Contract Plattform.
Auf ihm ruhen alle Erwartungen, alle Ethereum-Prognosen. Im derzeit schwachen Marktumfeld hängt aber auch mehr als jemals zuvor von dem Erfolg der technologischen Verbesserungen ab.
Was verspricht Vitalik Buterin für Ethereum?
Grundsätzlich geht es beim Ausbau des Ethereum-Netzwerks um einen höheren Durchsatz, niedrige Transaktionsgebühren und die Verbesserung der Sicherheit. Doch mit dem Ziel von 10.000 Transaktionen pro Sekunden ist das so eine Sache: Angekündigt wurde und wird diese Geschwindigkeit schon oft, sie bleibt aber auch bis auf Weiteres unerreicht. Buterin dämpft zu hohe Erwartungen an die einzelnen Upgrades, die bis Ende 2026 erwartet werden und sagt, dass es nicht gelingen wird, schon in diesem Zyklus, also bis Ende 2026, diese Werte zu erreichen.
Die Ethereum-Community wird müde und ist angesichts immer weiterer leerer Versprechen seitens des Entwickler-Chefs geneigt, den Weg von Ethereum zu anderen Altcoins zu wagen. Das haben auch bereits viele Blockchain-Entwickler und Anwender getan, denn trotz nach wie vor hoher Aktivität auf der Ethereum-Chain, wandern viele zu günstigeren und schnelleren Blockchains wie Solana ab.
Wo ist das Problem von Ethereum?
Die Verifizierung von Transaktionen mit den eingeführten Zero-Knowledge-Proofs stellt eine bedeutende Weiche im Glamsterdam-Upgrade dar. Die Parallelverarbeitung erhöht das Gaslimit von derzeit 60 Millionen auf 200 Millionen und ebnet den Weg für die angepeilte Transaktionsleistung pro Sekunde von 10.000. Potenzial hat das Glamsterdam-Fork noch viel mehr, es wird aber in 2026 nicht ausgeschöpft werden können, so Buterin. Mit einem zweiten Hard Fork, Heze-Bogota, auch Hegota genannt, geplant für Ende 2026, soll zunächst vor allem die Zensurresistenz gestärkt werden. Bis dahin soll Ethereum laut Ankündigung:
- eine deutlich schnellere Basis-Schicht aufweisen
- extrem skalierbare Verarbeitungsebenen besitzen
- von leistungsstarken Layer-2-Lösungen umgeben sein
- mehr Privatsphäre bieten
- hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Angriffen aufweisen
Wie sieht die Zukunft von Ethereum aus?
Auch weiterhin werden alle Augen auf Vitalik Buterin gerichtet sein. Sein Wort, seine Vision, seine Pläne – sie gelten als Grundlage aller zukünftigen Entwicklungen von Ethereum. Werden Versprechen gebrochen, Zeitpläne nicht eingehalten oder Ziele nicht erreicht, kommt es auf ihn zurück und damit ist auch seine Glaubwürdigkeit im Fokus. Genau die ist derzeit angeschlagen, auch wegen Aussagen über den temporären Verlust der Finalität, die Buterin verharmlost.
Schon Fusaka, ein anderes Upgrade, sollte Ethereums Weg neu ebnen und passiert ist in der Folge an den Krypto-Börsen gar nichts. Für den ETH-Kurs hatte die groß angekündigte Verbesserung keine positiven Folgen. Auf Reddit wird spekuliert, dass Ethereum noch die nächsten 10 Jahre in der Preisebene von 2.000 bis 3.000 $ festhängt. Aktuell kostet 1 ETH 2,968,10 USD und verlor bisher im Handelsgeschehen rund 0,66 %. Seit Anfang Oktober geht es fast ausschließlich runter für den Ethereum-Preis. Das Jahreschart zeigt über 10,90 % Verlust, trotz Fusaka, trotz intensiver Bemühungen der Ethereum-Entwickler.
Aber diese rote Kurve zeigt auch das Dilemma, in dem sich Ethereum derzeit befindet. Upgrades und Beiträge von Vitalik Buterin können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Plattform in einer Schleife gefangen ist. Trotz neuem ATH für Bitcoins in 2025 sehen sich Ethereum-Händler gezwungen, nach Alternativen umzusehen. Denn die Preise pro ETH liegen weit hinter den Erwartungen zurück.
Die Glamsterdam-Hardfork wird voraussichtlich Mitte 2026 implementiert. Eine der wichtigsten Änderungen ist die Einführung einer „Block Zugriffsliste“. Dieser Mechanismus legt klar fest, auf welche On-Chain-Daten jede Transaktion zugreift, wodurch mehrere Transaktionen sicher parallel auf mehreren CPU-Kernen ausgeführt werden können. Dies bedeutet, dass Ethereum den Durchsatz deutlich steigern kann, ohne das Gaslimit aggressiv anzuheben, und so aktuelle Leistungsengpässe (Flaschenhals-Probleme) beseitigen kann.
Üppige Gewinne werden bei Ethereum wohl auch in 2026 nicht zu erwarten sein. Und ob es dann wirklich zu den großartigen Veränderungen durch die nächsten Upgrades kommt, muss auch erstmal bewiesen werden. Kommt es dann zum tatsächlichen Abbau des Flaschenhals-Problems, könnte sich ETH wieder in freundliche Marktzyklen aufmachen.
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