In diesem Beitrag
D.O.G.E. und Doge haben nicht nur einen fast identischen Namen. Es gibt Zusammenhänge, und die drehen sich um Elon Musk.
In seiner Zeit als Chef der D.O.G.E.-Behörde, des Department of Government Efficiency, sah es zunächst nach einem Erfolg aus für den Milliardär, der sich offenbar freundschaftlich um seinen neuen Kumpel, den US-Präsidenten Donald Trump, gesellte. Doch plötzlich kam das Aus in der Behörde und nun stellt sich heraus: Da war nichts mit Einsparungen. Parallel wächst die Sorge der Doge-Army, der Community um den führenden Meme-Coin Dogecoin.
Das Wichtigste in Kürze:
Hat D.O.G.E. seine Ziele erreicht?
Die Staatsausgaben haben sich nicht verlangsamt. Ganz und gar nicht, denn sie stiegen laut Echtzeit-Erfassung über das Tool des Hamilton-Projektes von Brookings, einer US-amerikanischen Denkfabrik und unabhängigen Organisation, sogar an. Mit dem Tool lassen sich Daten zusammenführen und Statistiken veröffentlichen, die als Basis für innovative Vorschläge in der Politik genutzt werden.
Beim Antritt von Elon Musk waren die Versprechen vollmundig und es gab vor allem zwei definierte Ziele:
- Die Behörde sollte die Beschäftigten im öffentlichen Dienst selektieren und ineffiziente Mitarbeiter entlassen. Das Ziel kann als erreicht definiert werden, denn in diesem Jahr sind die Beschäftigtenzahlen in diesem Sektor tatsächlich um etwa 9 % von 3,015 Millionen im Januar 2025 auf 2,744 Millionen im November dieses Jahres gesunken.
- Die Staatsausgaben sind nicht wie geplant gesunken, das Ziel wurde also nicht erreicht. Bis zum 19. Dezember 2025 stiegen sie von 7,135 Billionen US-Dollar auf 7,558 Billionen US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von fast 6 %.
Kann man das Scheitern von 50 % dem Multimilliardär Elon Musk vorwerfen, wo er doch vor Ablauf des Geschäftsjahres den Hut genommen hat und sich vom Vorstand der Spar-Abteilung verabschiedete? Aus Sicht vieler kann man das. Und auch beim Vorzeige-Memecoin DO sind die kritischen Stimmen nicht zu überhören.
Auch in diesem Punkt hatte Elon Musk die Latte hochgelegt und viele Anleger folgten ihm blind ins Dogecoin-Investment.
Hat Dogecoin noch Zukunft?
Das Cato Institute untersuchte die Zielverfehlung der D.O.G.E.-Behörde und kommt zu dem Schluss, dass die Sparsanktionen keinen erkennbaren Einfluss auf die Ausgabenentwicklung der USA hatten. Dafür allerdings, so der Bericht vom 17. Dezember 2025, war D.O.G.E. für den größten jemals verzeichneten Personalabbau in Friedenszeiten verantwortlich.
Auch wenn sich die Behörde noch immer mit Einsparpotenzialen auf dem X-Kanal rühmt, ist es schwer, diese Erfolge Elon Musk zuzurechnen.
Mit D.O.G.E. war es also nichts und inzwischen sitzt Elon Musk nicht mehr so treu unter dem Rettungsschirm des Präsidenten. Die Ausgaben konnte die Behörde nicht so kürzen wie geplant, denn laut Cato Institut war ein Großteil davon für Sozialprogramme bestimmt, die sich nicht so einfach kürzen lassen. Schließlich ist auch alleine der Kongress für solche Befugnisse in den USA vorgesehen und eben nicht Elon Musk.
Vor einigen Wochen sah es bei Dogecoin noch so aus, als würde Elon Musk den Meme-Coin to the Moon bringen und vielleicht sogar ins Weltall mitnehmen. Zuletzt sorgte ein Tesla im Doge-Design innerhalb des Konfigurators für Aufsehen. Aber das war es auch schon mit guten Nachrichten aus dem Umfeld von Dogecoin. Statt News und Kampagnen gibt es Schweigen seitens des ehemals besten Freundes des Meme-Coins.
Mit seinen Launen und noch mehr mit seinen teils kryptischen Posts auf X hat der Tech-Milliardär oftmals die Kurse von DOGE nach Belieben kontrolliert. Doch da tut sich gerade nichts. Die Stimme ist offenbar verstummt und die Begeisterung möglicherweise zum Erliegen gekommen.
Hat Elon Musk Dogecoin genauso wie D.O.G.E. verkackt und zieht einfach weiter? Nach Floki-Posts und Bitcoin-Bekundungen ist alles möglich. Tesla wandelt sich vom Elektrobauer der Reichen und Schönen aufgrund politischer Kontroversen zum Ladenhüter. Wenn auch nicht in allen Ländern und durchgängig, doch für Tesla-Aktionäre war das Jahr 2025 besonders hart.
Zurück zu Dogecoin, dessen DOGE-Token auch nicht so recht vom Fleck kommen will. Anders als Tesla gibt es aber bei Dogecoin keinen Plan B. Entweder der älteste Meme-Coin kann sich berappeln und zeigt schnell wieder Gewinne oder Anleger werden sich abwenden.
Immerhin sind alleine 2025 über 13 Millionen neue Meme-Coins entstanden, wie gestern im Live-Ticker der Krypto-News zu lesen war.
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