Die Kryptowelt steht vor einer neuen Bedrohung: Das Qubic-Projekt hat angekündigt, nach Monero nun Dogecoin (DOGE) zu minen. Derweil sieht die Krypto-Welt und u.a. auch Binance eine Bedrohung durch Qubic und warnt vor einer 51%-Attacke.
Das Wichtigste im Überblick:
Qubics Plan: Dogecoin im Fokus
Laut Berichten initiierte Qubic-Gründer Sergey Ivancheglo eine Community-Abstimmung, bei der Dogecoin mit über 300 Stimmen klar als Ziel ausgewählt wurde – weit vor anderen Kryptowährungen wie Kaspa (KAS) oder Zcash (ZEC).
Qubic hatte zuvor Monero gemint und dabei vorsätzlich 51% der Hashrate von Monero kontrolliert. Laut Ivancheglo handelte es sich dabei um eine gutmütige Attacke, die lediglich die Resilienz von Monero testen sollte. Es gibt zwar Berichte dazu, dass es bei Monero zu einem Reorg der Blockchain kam. Jedoch scheint es bis heute keine Opfer der 51% Attacke zu geben.
Zwischenzeitlich verlor Monero über 17% an Wert, inzwischen hat sich der Kurs jedoch wieder relativ erholt. Qubic hat dabei jedenfalls aufgezeigt, dass solche Angriffe kein bloßes Gedankenspiel mehr sind. Die Kosten sind zwar überaus hoch, doch durch finanzielle Anreize hat Qubic es geschafft, für eine Zeit von mehreren Tagen die Mehrheit der Hashrate eines Proof-of-Work-Coins zu kontrollieren.
So funktioniert Qubic’s Strategie
Geschürfte Coins, in diesem Szenario Dogecoin, werden verkauft, wobei der Pool die Gewinne in die eigene Kryptowährung investiert. Zudem verbrennt Qubic auch eigene Tokens, was den QUBIC-Preis weiter steigert. Dies lockt mehr Miner an, erhöht Qubics Kontrolle über die Hashrate und bedroht so das jeweilige Netzwerk eines Coins. Es ist eine Anreiz-basierte Strategie, die darauf abzielt, Miner durch Gewinne zu mobilisieren. Grundsätzlich könnte dies auch bei Doge funktionieren.
Dogecoin, eine der bekanntesten Meme-Coins und Bitcoin Alternativen, basiert auf einem Proof-of-Work (PoW)-Konsensmechanismus, was sie theoretisch anfällig für 51%-Attacken macht, wenn ein Akteur genügend Rechenleistung bündelt. Ein erfolgreicher Angriff könnte das Vertrauen in Dogecoin erschüttern und den Preis negativ beeinflussen.
Angesichts der großen und aktiven Dogecoin-Community, zu der u.a. auch Elon Musk zählt, wird die Situation mit Spannung beobachtet. Anders als bei Monero ist Doge dabei auch kein vorranging illegalen Kontexten verwendeter Coin. Anleger kaufen Dogecoin vor allem aus spekulativen Gründen und befinden sich damit im legalen Bereich. Hinsichtlich möglicher Gegenmaßnahmen durch Entwickler oder Miner sehen hier also die Möglichkeiten anders aus.
Binance warnt vor Attacke – Qubic-Gründer beschwichtigt
Binance hat in einem Artikel eine dringende Warnung vor einer möglichen 51%-Attacke auf Dogecoin durch das Qubic-Projekt herausgegeben. Binance fordert Anleger und Nutzer zur Wachsamkeit auf, Netzwerkaktivitäten genau zu beobachten und sich über Entwicklungen zu informieren. Die Warnung unterstreicht die Dringlichkeit, die Sicherheitsmechanismen von Proof-of-Work-Blockchains zu überdenken, um die Dezentralisierung zu stärken und zukünftige Angriffe zu verhindern.
It's becoming ridiculous, the #Qubic community voted on *mining* #Dogecoin, not on *attacking* it…https://t.co/blsL3vqQ6D
— Come-from-Beyond (@c___f___b) August 18, 2025
Derweil hat sich auch der Qubic-Gründer, Sergey Ivancheglo, zu Wort gemeldet. Er beschwichtigte dabei, dass die Qubic-Community lediglich abgestimmt hätte, welchen Coin sie minen möchten – nicht welchen Coin sie in einer 51%-Attacke angreifen möchte. In den Antworten auf diesen Kommentar gibt es jedoch Nutzer, die darauf hinweisen, dass Ivancheglo durchaus davon sprach, 100% der Dogecoin Blocks zu minen. Der Qubic-Gründer ist als kontroverser Geschäftsmann einzustufen, der die Publicity vor allem auch für das Wachstum seines eigenen Unternehmens nutzt.
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