In diesem Beitrag
Der Markt für digitale Assets wächst – eine Option sind Krypto Futures. Diese Verträge legen einen festen Preis für den Kauf oder Verkauf einer Kryptowährung fest und müssen erfüllt werden.
Sie ermöglichen Spekulation ohne Besitz der Assets, Long- und Short-Strategien sowie Hebelwirkung – mit höherem Verlustrisiko. Ihre wachsende Akzeptanz professionalisiert den Handel und verbindet ihn mit traditionellen Finanzmärkten.
Schlüsselerkenntnisse
- Krypto Futures sind bindende Verträge mit festgelegtem Preis und Ausführungsdatum.
- Sie ermöglichen Spekulationen auf Kursentwicklungen ohne physischen Besitz der Assets.
- Long- und Short-Positionen erlauben Strategien für steigende oder fallende Märkte.
- Hebelwirkung kann Gewinne verstärken, erhöht aber gleichzeitig das Risiko.
- Immer mehr institutionelle Anleger nutzen diese Instrumente zur Portfolioabsicherung.
Überblick: Was sind Krypto Futures?
Im Finanzbereich haben standardisierte Terminkontrakte eine lange Tradition – nun setzen sie auch im digitalen Asset-Markt neue Maßstäbe. Diese Derivate funktionieren wie eine Wette auf zukünftige Preisentwicklungen: Käufer und Verkäufer einigen sich heute auf einen festen Kurs für einen späteren Liefertermin.
Anders als beim direkten Kauf von Kryptos geht es hier nicht um den physischen Besitz. Stattdessen spekulieren Trader auf Kursdifferenzen. Ein Beispiel: Bei Bitcoin-Terminkontrakten wettet man auf den zukünftigen Wert, ohne Krypto Wallet oder Private Keys zu benötigen.
Drei Kernmerkmale definieren diese Instrumente:
- Standardisierte Bedingungen (Menge, Fälligkeitsdatum)
- Handel an regulierten Börsenplattformen
- Automatisierte Abwicklung zum Vertragsende
| Merkmale | Traditionelle Futures | Krypto-Futures |
| Basiswert | Rohstoffe, Indizes | Bitcoin, Ethereum |
| Handelbarkeit | 24/5 an Börsen | 24/7 auf Krypto-Plattformen |
| Volatilität | Moderat | Hoch |
| Absicherungszweck | Preisschwankungen | Marktrisiken + Technologierisiken |
Ein entscheidender Vorteil liegt in der Flexibilität. Trader können sowohl auf steigende (Long) als auch fallende Kurse (Short) setzen. Dies eröffnet Strategien für jedes Marktumfeld – selbst bei extremen Schwankungen.
Institutionelle Anleger nutzen diese Verträge häufig, um Portfolios gegen Kurseinbrüche abzusichern. Privatanleiter profitieren dagegen von der Hebelwirkung, die größere Positionen mit geringerem Kapital ermöglicht.
Grundlagen und Funktionsweise des Futures Trading
Moderne Handelsstrategien setzen auf Effizienz. Durch spezielle Mechanismen lassen sich Marktchancen nutzen, ohne das gesamte Kapital zu binden. Dabei spielen zwei Schlüsselelemente eine zentrale Rolle.
Margin-System und Hebelkraft
Das Margin-Konzept ermöglicht den Zugang zu größeren Handelsvolumen. Trader hinterlegen nur einen Teilbetrag – meist 5-15% des Kontraktwerts. Ein Beispiel: Bei 10% Margin genügen 1.000€, um eine Position von 10.000€ zu steuern.
Die Hebelwirkung verstärkt dabei Gewinnchancen und Risiken gleichermaßen. Ein 10:1-Hebel bedeutet 10% Preisbewegung = 100% Eigenkapitalveränderung. Diese Dynamik erfordert strikte Kontrollmechanismen.
| Faktor | Margin | Hebel |
| Funktion | Sicherheitsleistung | Kapitalmultiplikator |
| Typischer Wert | 5-20% | 5:1 bis 100:1 |
| Risikofaktor | Liquidationsgrenze | Verlustbeschleunigung |
Risikosteuerung und Abwicklung
Automatisierte Stop-Loss-Orders begrenzen Verluste. Gleichzeitig überwachen Plattformen laufend die Margin-Deckung. Unterschreitet das Konto bestimmte Limits, erfolgt ein Margin-Call oder automatische Positionstilgung.
Die meisten digitalen Terminkontrakte nutzen Cash-Settlement. Bei Fälligkeit wird nur die Differenz zwischen vereinbartem und aktuellem Preis ausgeglichen. Diese Methode vereinfacht die Abwicklung und reduziert logistische Hürden.
Professionelle Trader kombinieren Hebelstrategien mit strengen Risikolimits. Eine Faustregel besagt: Nie mehr als 2% des Kapitals pro Trade riskieren. Diese Disziplin schützt vor plötzlichen Marktschocks.
Arten von Futures-Kontrakten im Vergleich
Die Vielfalt der Terminkontrakte ermöglicht unterschiedliche Handelsansätze. Während einige Verträge auf klaren Fristen basieren, bieten andere zeitlich unbegrenzte Möglichkeiten. Diese Unterschiede bestimmen Strategien und Risikoprofile.
Traditionelle vs. digitale Ausgestaltung
Klassische Terminkontrakte für Rohstoffe oder Indizes folgen festen Börsenzeiten. Im Gegensatz dazu handeln Trader digitale Varianten rund um die Uhr. Extreme Kursschwankungen prägen diese Märkte, was spezielle Risikomanagement-Ansätze erfordert.
| Kriterium | Traditionell | Digital |
| Handelszeiten | Börsenöffnungszeiten | 24/7 |
| Preisbildung | Moderat | Hochvolatil |
| Sicherheitsmechanismen | Etablierte Regeln | Automatisierte Systeme |
Zeitliche Flexibilität nutzen
Verträge mit festem Zeitpunkt für die Abwicklung ermöglichen präzise Planung. Ein Beispiel: Dezember-Kontrakte laufen automatisch am letzten Freitag des Monats aus. Diese Struktur hilft bei der Absicherung gegen saisonale Schwankungen.
Perpetual Swaps brechen mit diesem Konzept. Ohne Verfallsdatum können Positionen theoretisch endlos gehalten werden. Eine Funding Rate gleicht hier regelmäßig Preisdifferenzen zum Spotmarkt aus. Dies verhindert extreme Abweichungen zwischen Kontrakt- und Realwert.
- Feste Laufzeiten: Ideal für strukturierte Absicherungsstrategien
- Unbegrenzte Kontrakte: Flexibles Reagieren auf Kurstrends
- Kombinationsmöglichkeiten: Mix aus beiden Typen für ausgewogene Portfolios
Die Entscheidung zwischen diesen Modellen hängt vom Zeithorizont und der Markteinschätzung ab. Plattformen bieten mittlerweile beide Varianten parallel an, was neue strategische Dimensionen eröffnet.
Futures Handeln – Schritt-für-Schritt Anleitung
Wer in den Futures Handel einsteigen möchte, kann dies anhand dieser Schritt-für-Schritt Anleitung ganz einfach tun. Wir zeigen die Schritte anhand unseres Testsiegers CoinFutures.
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1. Schritt: Konto erstellen
Zunächst muss man die Website von CoinFutures besuchen, um dort ein Konto zu erstellen. Für die Anmeldung benötigt man im Übrigen lediglich eine gültige E-Mail-Adresse sowie ein sicheres Passwort. Die KYC-Verifizierung ist bei CoinFutures nur optional, wir empfehlen aber in jedem Fall die Verwendung der Zwei-Faktor-Authentifizierung.
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2. Schritt: Geld auf das eigene Konto einzahlen
Nun muss man die eigene CoinFutures Wallet aufladen, um Futures handeln zu können. Man benötigt dafür in der Regel ETH oder USDT. Bei CoinFutures stehen verschiedene Zahlungsmethoden zur Verfügung, darunter sowohl die beliebte Kreditkarte, als auch die Debitkarte. Auch Apple Pay und Google Pay stehen zur Verfügung. Bei Bedarf muss man das eingezahlte Geld übrigens noch auf das eigene Futures-Konto transferieren, das ist aber ganz einfach möglich.
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3. Schritt: Futures handeln
In diesem letzten Schritt wechselt man nun zu den Futures und wählt den gewünschten Hebel aus. Wir empfehlen zu Beginn jedenfalls einen eher konservativen Hebel auszuwählen, damit man im Fall des Falles nicht zu viel verliert. Man wählt in diesem letzten Schritt außerdem noch den Ordertyp aus, also Market, Limit oder Stop.
Kryptowährungen sind volatil. Ihr Kapital ist in Gefahr.
Long-Positionen und Short-Positionen

Bei einer Short-Position spekulieren Anleger auf fallende Notierungen. Sie verkaufen Kontrakte, die sie noch nicht besitzen, und hoffen auf günstigere Rückkaufkurse. Ein praktisches Beispiel: Bei Bitcoin-Terminkontrakten zu 30.000€ bringt ein Kursrutsch auf 25.000€ einen Gewinn von 5.000€ pro Einheit.
Beispiel eines Trade-Ablaufs
Der Prozess beginnt mit der Analyse von Chartmustern und Marktindikatoren. Technische Tools wie gleitende Durchschnitte oder RSI helfen, Trendrichtungen zu identifizieren. Gleichzeitig werden fundamentale Faktoren wie Regulierungsnews berücksichtigt.
Nach der Entscheidung für Long oder Short folgt die Positionsbestimmung. Die Margin-Anforderungen und der gewählte Hebel entscheiden über das Volumen. Ein 10:1-Hebel ermöglicht beispielsweise mit 1.000€ eine 10.000€-Position – vergrößert aber auch das Verlustrisiko.
- Festlegung von Stop-Loss-Grenzen zur Risikobegrenzung
- Automatische Take-Profit-Orders für Gewinnmitnahmen
- Kontinuierliche Überwachung offener Positionen
Ein durchdachter Plan reduziert emotionale Fehlentscheidungen. Erfolgreiche Trader schließen Geschäfte konsequent bei Erreichen der Zielmarken – unabhängig von kurzfristigen Marktgerüchten.
Handelsplätze und Plattformen für Krypto Futures
Der globale Handel mit digitalen Vermögenswerten erfordert spezialisierte Handelsplätze. Unterschiedliche Plattformen bieten Zugang zu Terminkontrakten – von etablierten Krypto Börsen bis zu rein digitalen Exchanges.
- CoinFutures – Diese Derivate-Plattform hat sich auf den Futures-Handel und Hebelprodukte spezialisiert.
- Mexc – Diese global agierende Exchange ist bekannt für ihre breite Auswahl an Altcoins.
- Binance – Die weltweit größte Kryptowährungsplattform, die auch Futures-Produkte anbietet.
- OKX – Diese Plattform überzeugt dank ihrer Vielseitigkeit im Bereich Spot- und Derivatehandel.
- CoinEx – Diese benutzerfreundliche Exchange ist besonders bekannt für ihre niedrigen Gebühren und die internationale Zugänglichkeit.
- BloFin – Dabei handelt es sich um einen Krypto-Handelsdienst, der vereinfachte Trading-Lösungen für Einsteiger bietet.
- Kraken – Eine sehr etablierte und regulierte Plattform aus den USA. Auch bekannt für den Futures-Handel.
- KCEX – Diese Plattform ist vor allem in regionalen Märkten aktiv.
- BingX – Diese Copy-Trading-Plattform ermöglicht es Nutzern, Profi-Tradern zu folgen und ihre Strategien zu kopieren.
- PrimeXBT – Hier werden zahlreiche Märkte abgedeckt, neben Kryptowährungen gibt es auch traditionelle Märkte wie Forex, Indizes und Rohstoffe.
Traditionelle und moderne Handelszentren

In Europa ermöglicht die Eurex deutschen Tradern den Zugang zu regulierten Produkten. Die Börse kombiniert traditionelle Finanzinstrumente mit innovativen digitalen Lösungen. Dadurch entstehen sichere Handelsumgebungen für verschiedene Strategien.
Spezialisierte Plattformen wie Bitget oder OKX setzen auf Flexibilität. Sie bieten 24/7-Handel, höhere Hebel und exotischere Basiswerte. Allerdings unterliegen viele dieser Anbieter weniger strengen Aufsichtsrichtlinien.
| Kriterium | Traditionelle Börsen | Krypto-Plattformen |
| Handelszeiten | Begrenzt | 24/7 |
| Regulierung | Streng | Variabel |
| Hebeloptionen | Konservativ | Bis 125:1 |
Die Wahl der richtigen Plattform für Krypto Futures Börsen hängt von individuellen Prioritäten ab. Während die Chicago Mercantile Exchange Sicherheit garantiert, punkten digitale Anbieter mit innovativen Features. Neue Hybridmodelle verbinden nun beide Welten.
Kosten und Gebühren beim Futures Trading
Wer mit Terminkontrakten handelt, sollte die Kosten genau kennen. Jede Transaktion verursacht Gebühren – oft versteckt in komplexen Strukturen. Diese Handelskosten entscheiden letztlich über die Rendite.
Kommissionsgebühren im Detail
Börsen berechnen meist prozentuale Maker-Taker-Gebühren. Wer Liquidität bereitstellt (Maker), zahlt weniger als derjenige, der sie nutzt (Taker). Ein Beispiel: 0,02% für Maker und 0,05% für Taker bei 10.000€-Trade = 2€ vs. 5€.
Vergleichswerte zeigen Unterschiede:
- Traditionelle Börsen: 0,01–0,10% pro Kontrakt
- Krypto-Plattformen: Bis 0,20% + Funding-Kosten
Margin-Kalkulation verstehen
Die Margin-Anforderungen bestimmen das benötigte Kapital. Bei 10% Initial-Margin reichen 500€ für 5.000€-Position. Doch Vorsicht: Bei 50% Wertverlust wird die Wartungsmargin unterschritten – die Position wird automatisch glattgestellt. Clevere Trader vergleichen Plattformen:
- Bitget bietet 0,04% Kommission + flexible Margins.
- CME verlangt höhere Gebühren, garantiert aber institutionelle Sicherheit.
Eine klare Gebührenstruktur macht den Unterschied. Sie sollte immer Teil der Strategieplanung sein – sonst fressen Kosten die Gewinne.
FAQ
Wie unterscheiden sich Krypto-Futures von klassischen Futures?
Im Gegensatz zu traditionellen Futures auf Rohstoffe oder Indizes basieren Krypto-Futures auf digitalen Währungen wie Bitcoin. Sie ermöglichen den Handel mit Hebelwirkung und werden oft rund um die Uhr an spezialisierten Plattformen wie der Chicago Mercantile Exchange gehandelt. Die Volatilität ist meist höher als bei klassischen Assets.
Welche Rolle spielt die Margin beim Trading?
Die Margin ist eine Sicherheitsleistung, die Trader hinterlegen müssen, um Positionen zu eröffnen. Sie bestimmt, wie viel Kapital durch Hebel verstärkt wird. Ein Beispiel: Bei 10 % Margin ermöglicht ein Hebel von 1:10 das Kontrollieren größerer Positionen mit geringerem Eigenmittel-Einsatz.
Was sind Perpetual Swaps?
Perpetual Swaps sind eine Art Futures-Kontrakt ohne festes Verfallsdatum. Sie ähneln dem Spot-Trading, nutzen aber Hebel und werden durch Funding-Raten reguliert, um den Preis an den Basiswert zu binden. Plattformen wie Bybit oder Binance bieten sie häufig an.
Wie funktioniert eine Short-Position?
Bei einer Short-Position setzt der Trader auf fallende Kurse. Er verkauft einen Kontrakt zu einem höheren Preis und kauft ihn später – hoffentlich günstiger – zurück. Dies wird oft genutzt, um Risiken abzusichern oder von Marktabschwüngen zu profitieren.
Welche Gebühren fallen beim Handel an?
Typische Kosten umfassen Kommissionsgebühren pro Trade, Maker-Taker-Gebühren auf Börsen und mögliche Funding-Kosten bei Perpetual Swaps. Einige Plattformen berechnen auch Übernachtgebühren für Positionen, die länger als einen Tag gehalten werden.
Warum ist Risikomanagement wichtig?
Durch Hebelwirkung können Gewinne zwar vervielfacht werden, Verluste aber ebenso. Tools wie Stop-Loss-Orders oder eine begrenzte Positionsgröße helfen, das Risiko zu kontrollieren. Anfänger sollten zunächst mit kleinen Beträgen experimentieren.
Auf welchen Plattformen werden Krypto-Futures gehandelt?
Neben regulierten Börsen wie der CME Group oder Eurex bieten auch Krypto-spezifische Plattformen wie Kraken Futures oder BitMEX Zugang. Die Auswahl hängt von Faktoren wie Gebührenstruktur, verfügbaren Coins und regionalen Zulassungen ab.
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