Bitcoin hat gestern eine deutliche Korrektur erlebt – und laut der aktuellen Analyse von Crypto Rover ist der Rückgang keine Überraschung. Der bekannte Krypto-Analyst verweist in seinem Marktupdate auf eine Kombination aus technischen und makroökonomischen Faktoren, die den Kursrutsch ausgelöst haben. Insbesondere ein massiver Abfluss von rund 800 Millionen US-Dollar aus Bitcoin-ETFs habe für starken Verkaufsdruck gesorgt. Es war der größte Abfluss seit Wochen und signalisiert nach Rover eine wachsende Zurückhaltung institutioneller Investoren.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bitcoin fällt unter wichtige Unterstützung bei 112.000 US-Dollar.
  • Crypto Rover sieht ETF-Abflüsse als Hauptursache für den Kursrückgang.
  • Spannungen zwischen USA und Russland sorgen für zusätzliche Unsicherheit.
  • US-Arbeitsmarktdaten enttäuschen – Zinssenkung wahrscheinlich, aber zu spät.
  • M2-Geldmenge deutet auf Korrektur im September/Oktober hin.
  • Ethereum nach Long-Liquidation technisch interessant für Rebound-Szenario.

 

Welt in Angst

Die Lage auf der Welt scheint sich weiter in Kriegsstimmung zu befinden.  Rover verweist auf eskalierende Spannungen zwischen Russland und den USA: Zwei nuklear bewaffnete U-Boote seien nahe der russischen Grenze positioniert worden, nachdem es von russischer Seite Drohungen gegeben hatte. Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen für eine wirtschaftliche Abkühlung in den USA. Die Arbeitsmarktzahlen für Juli fielen mit nur 73.000 neu geschaffenen Stellen deutlich schwächer aus als erwartet. Zusammen mit der stark rückläufigen Inflation deuten viele Signale auf eine bevorstehende Rezession hin – und laut Rover habe die US-Notenbank viel zu spät auf die Entwicklungen reagiert.

Technische Analyse

Charttechnisch sieht der Analyst aktuell ein klares Warnsignal für die Bitcoin Prognose. Die Unterstützungszone um 112.000 US-Dollar – ein früheres Widerstandsniveau – ist nun erneut zum SChuss gekommen. Sollte Bitcoin darunter schließen, wären weitere Rücksetzer in Richtung 110.000 US-Dollar möglich.

 

Der Markt befinde sich laut Rover in einem „down-resolving Trend“ mit anhaltender Liquidität auf der Unterseite, die regelmäßig abgeholt werde. Gleichzeitig werde oberhalb des aktuellen Preisniveaus ebenfalls viel Liquidität aufgebaut – ein Zeichen für zunehmende Volatilität.

Besonders aufmerksam macht Rover auf die Entwicklung der M2-Geldmenge in den USA. Diese sei zuletzt deutlich gefallen – ein historisch verlässlicher Frühindikator für schwächelnde Märkte. Bereits in früheren Zyklen habe Bitcoin stark auf Veränderungen der M2-Money-Supply reagiert. Der aktuelle Rückgang stimme laut Rover zeitlich exakt mit dem klassischen Top-Fenster des Bitcoin-Zyklus überein – nämlich September bis Oktober. Deshalb rechnet er mit einer möglichen größeren Korrektur in den kommenden ein bis zwei Monaten.

Buy the Dip

Trotz aller Warnzeichen bleibt Rover mittelfristig optimistisch. Besonders Ethereum sieht er aktuell als spannende Gelegenheit. Nach einem starken Long-Liquidationsevent – dem größten seit Dezember 2021 – habe Ethereum eine wichtige Abwärtstrendlinie erneut getestet. In vorherigen Zyklen seien solche Liquidationsereignisse häufig Vorboten starker Aufwärtsbewegungen gewesen. Auch die ETH/BTC-Chartstruktur erinnere ihn stark an das Setup aus dem Jahr 2016 vor der explosiven Rally 2017.

Preis von Ether im Verhältnis zu Bitcoin

Bitcoin zu Ethereum Ratio, Quelle: Analyse von Crypto Rover auf https://www.youtube.com/watch?v=NIo4VcGJR58

Die letzte Phase eines Bullenmarktes sei laut Rover traditionell durch eine starke Altcoin-Season geprägt – und genau in dieser Phase befinde sich der Markt nun. Dennoch mahnt er zur Vorsicht: Wer jetzt Gewinne realisiert, sollte strategisch vorgehen. Das Ziel seiner eigenen Bitcoin-Strategie liegt laut Aussage bei rund 137.000 US-Dollar – eine Marke, die nur dann erreichbar sei, wenn sich das makroökonomische Umfeld nicht weiter verschlechtere.

Für den Moment bleibt Rover bullish – vor allem was Ethereum betrifft. Trotz der aktuellen Korrektur betont er, dass der übergeordnete Aufwärtstrend intakt sei. Langfristig orientierte Investoren sollten sich laut seiner Analyse nicht von kurzfristigen Rücksetzern verunsichern lassen. Doch die entscheidenden Wochen stehen noch bevor.

 

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Stefan Haas
Stefan Haas

Nach dem Maschinenbaustudium war Stefan mehrere Jahre als leitender Angestellter tätig, bevor er 2020 in die Selbstständigkeit wechselte. Erste Berührungspunkte mit Bitcoin hatte er bereits 2016 – damals noch im kurzfristigen Trading. Später baute und betrieb er ein eigenes Mining... Mehr lesen

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