Die neue Woche startet mit vorsichtigem Optimismus am Kryptomarkt. Der Bitcoin-Kurs ist auf 109.000 Dollar gestiegen und liegt dadurch nur noch weniger als 3 % unter seinem Allzeithoch. Niemand, der Bitcoin gekauft und gehalten hat, sitzt also auf nennenswerten Verlusten. Damit bleibt es auch spannend, ob die digitale Leitwährung in dieser Woche ein neues Allzeithoch erreichen kann. Wichtig wäre allerdings ein Anstieg, der sich diesmal deutlicher abhebt als die letzten Male. Genau das könnte nun auch bald passieren.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin schafft seit Dezember 2024 keinen Ausbruch aus der Widerstandszone zwischen 108.000 und 112.000 Dollar.
  • Nun erwarten Analysten einen Anstieg auf 130.000 Dollar – trotz des Sommerlochs.
  • Steigt Bitcoin auf 130.000 Dollar, werden für viele Anleger auch höhere Kursziele wieder greifbar, da die psychologische 100.000 Dollar Grenze dann deutlich überschritten ist.
  • Die Bitcoin-Prognosen bis Jahresende reichen immer noch bis über 200.000 Dollar.

Deutlich höheres Allzeithoch voraus?

Bitcoin hat zwar erst im Mai dieses Jahres ein neues Allzeithoch erreicht, allerdings war dieses nur minimal höher als das Vorige, weshalb Anleger auch nicht sonderlich beeindruckt waren. Und dieses Bild zeigt sich nun auch schon seit über einem halben Jahr. Schon im Dezember 2024 ist der Bitcoin-Kurs auf 108.000 Dollar gestiegen.

Seitdem gab es zwar mehrfach neue Höchststände, diese liegen aber keine 4 % auseinander. Das frustriert Anleger natürlich, die jedes Mal auf einen nennenswerten Ausbruch warten. Die Zone zwischen 108.000 Dollar und 112.000 Dollar hat sich inzwischen als einer der stärksten Widerstände etabliert, den es seit langem gegeben hat.


(Bitcoin Chart – Quelle: Tradingview)

Das Ganze hat natürlich auch einen psychologischen Effekt. Die 100.000 Dollar Marke ist der niedrigste 6-stellige Kurs und seitdem diese erreicht wurde, können sich nur wenige Anleger vorstellen, dass es von hier aus noch deutlich bergauf gehen kann. Für eine Rendite von 10 % ist Bitcoin vielen noch immer zu riskant, weshalb sie lieber gar nicht erst aussteigen.

Damit sich Anleger auch wieder Kurse von 200.000 oder 500.000 Dollar vorstellen können, müsste sich der Kurs eben erst deutlich von der 100.000 Dollar Marke abgrenzen. Das wäre beispielsweise bei einem Bitcoin-Kurs von 130.000 Dollar der Fall. Ab dann scheinen weitere 100.000er-Marken wieder greifbar zu sein. Und genau dieser Anstieg wird nun auch erwartet.

Tatsächlich ist es sogar ziemlich wahrscheinlich, dass es nach einem Anstieg des Bitcoin-Kurses auf 130.000 Dollar schnell zu einer Rallye auf 150.000 Dollar kommt, da dann auch Privatanleger langsam wieder in den Markt strömen könnten und der Anstieg bisher nur von institutionellen Investoren getrieben ist.


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Kurstreiber für den Juli

Eigentlich spricht man an den Börsen immer wieder vom Sommerloch, einer Phase, in der sich die Kurse eher seitwärts bewegen oder sogar fallen. Das hat mehrere Gründe. Zum Beispiel, dass auch institutionelle Investoren Sommerurlaub nehmen, Privatanleger Geld von den Börsen abziehen, um ihre Urlaube oder spätere Studiengebühren zu finanzieren und vieles mehr.

Dennoch sieht es danach aus, als würde der Kryptomarkt diesmal trotzdem auch in den Sommermonaten steigen. Die Idee kommt vor allem daher, dass es in diesem Jahr extrem viele Neuerungen aus den USA gibt, die sich größtenteils positiv auf den Kryptomarkt auswirken dürften. So findet zum Beispiel in der nächsten Woche die Krypto Week statt, in der mehrere Gesetze beschlossen werden sollen, die Klarheit für die Industrie schaffen.

Auch die Bitcoin-Adaption institutioneller Investoren läuft auf Hochtouren. Da diese immer noch relativ neu ist, dürften sich auch in den Sommermonaten noch genug Investoren finden, die erstmals bereit sind, größere Summen in die Hand zu nehmen, um Bitcoin zu kaufen.

Gleichzeitig findet im Juli auch wieder ein FOMC-Meeting statt, bei dem die US-Notenbank Federal Reserve über die weitere Zinspolitik entscheidet. Auch wenn aufgrund starker Arbeitsmarktdaten eine Zinssenkung wieder unwahrscheinlicher ist, dürfte der Fed-Vorsitzende Powell hier früher oder später Zinssenkungen zumindest in Aussicht stellen.

Auch Michael Saylor dürfte nicht müde werden, mit seinem Unternehmen Strategy weitere Milliarden in Bitcoin zu investieren, wobei es inzwischen auch Nachahmer wie Metaplanet gibt. Bisher waren die Auswirkungen auf den Kurs zwar überschaubar, langsam aber sicher wird dadurch der Boden immer weiter angehoben.

Die Chancen stehen also gut, dass es für Bitcoin im Juli noch ein neues Allzeithoch zu sehen geben wird, das deutlich über dem bisherigen liegt. Gemeinsam mit der Jahresendrallye, die es bisher meistens zu sehen gegeben hat, könnte der Kurs im Laufe des Jahres sogar noch deutlich höher steigen. Zahlreiche namhafte Experten sprechen in ihren Bitcoin-Prognosen von Kurszielen von mehr als 200.000 Dollar bis zum Jahresende.


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Manuel Lippitz

Nach 10 Jahren als leitender Angestellter hat sich Manuel 2019 mit einer eigenen Immobilienfirma in die Selbstständigkeit gewagt. Bis heute hat er vier Unternehmen gegründet oder mit aufgebaut und mit dem Bau des ersten eigenen Mining Rigs wurde neben der... Mehr lesen

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