Bitcoin hielt sich am Freitag, dem 16. Oktober, über 80.000 US-Dollar und notierte zum Start des US-Handels nahe 82.000 Dollar. Eine Erholung südkoreanischer Aktien und sinkende Erwartungen an eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed sorgten für eine kurzfristige Stabilisierung.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Bitcoin notierte zum US-Handelsstart nahe 82.000 Dollar und hielt sich über der Marke von 80.000 Dollar.
  • Der KOSPI stieg am Freitag um 2 Prozent, lag auf Wochensicht aber weiterhin 8,3 Prozent im Minus.
  • Laut CME FedWatch sank die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Oktober von 27 auf 15 Prozent.

Bitcoin hält sich oberhalb von 80.000 Dollar

Der Kurs hatte am Donnerstag an der Marke von 80.000 Dollar nach oben gedreht und hielt am folgenden Tag einen Großteil der Erholung. Die nachlassende Volatilität fiel mit einer Erholung an den südkoreanischen Aktienmärkten zusammen. Der KOSPI Composite schloss bei 5.668 Punkten, ein Plus von 2 Prozent am Freitag; gegenüber dem Wochenbeginn stand der Index dennoch 8,3 Prozent tiefer.

Parallel dazu reduzierten Händler ihre Erwartungen an eine weitere Straffung der US-Geldpolitik. Das CME FedWatch Tool bezifferte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der Sitzung im Oktober auf 15 Prozent, nach 27 Prozent am Vortag. Für Anleger, die die möglichen Auswirkungen geldpolitischer Termine auf Bitcoin verfolgen, sind solche Veränderungen der Markterwartungen ein wichtiger kurzfristiger Faktor. Eine Übersicht zu Fed-Terminen und relevanten US-Daten ordnet ein, welche Ereignisse dabei im Blick stehen.

Aktienerholung trifft auf hohe Anleiherenditen

Das Bild an den US-Aktienmärkten blieb gemischt: Der technologieorientierte Nasdaq Composite verlor am Freitag 0,5 Prozent, während der S&P 500 um 0,5 Prozent zulegte. Die Gewinne südkoreanischer Aktien folgten auf einen vorherigen Ausverkauf. Der Ökonom Robin Brooks verwies in seiner Einschätzung auf Belastungen im KI-Sektor als möglichen Hintergrund der Schwäche in Korea; das ist eine Einordnung, kein belegter alleiniger Auslöser für die Kursbewegung von Bitcoin.

Fed-Chef Kevin Warsh gab bei einem öffentlichen Gespräch mit IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva laut dem Bericht keinen Hinweis auf weitere Zinserhöhungen. Händler werteten seine Äußerungen als vergleichsweise zurückhaltend, ohne dass damit eine konkrete Zinsentscheidung vorweggenommen wäre. Eine geringere Wahrscheinlichkeit weiterer Erhöhungen kann Risikoanlagen kurzfristig entlasten, ist aber kein Signal dafür, dass die Fed ihre Geldpolitik bereits gelockert hat. Auch die Reaktion von Bitcoin und anderen Kryptowährungen auf Fed-Entscheidungen hängt davon ab, wie Märkte den gesamten Zinsausblick einschätzen.

Kristalina Georgieva und ein Mann vor dem Logo des World Economic Forum.
IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva beim World Economic Forum in Davos. – Foto: by

Gleichzeitig blieben die Renditen länger laufender US-Staatsanleihen hoch. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen lag am Freitag bei 5,07 Prozent und hatte zwischenzeitlich 5,13 Prozent erreicht. Hohe Renditen können Aktien und andere Risikoanlagen unter Druck setzen, weil sie die Finanzierungskosten erhöhen und Anleihen für Anleger attraktiver machen. Damit steht der kurzfristigen Entlastung durch geringere Zinserhöhungswetten ein weiterhin anspruchsvolles Zinsumfeld gegenüber.

Diese Marken und Signale bleiben entscheidend

Für Bitcoin-Anleger sind nun mehrere Entwicklungen relevant: Hält der Kurs die Zone über 80.000 Dollar und damit die jüngste Erholung in Richtung 82.000 Dollar? Bleibt die vom CME FedWatch Tool angezeigte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober bei etwa 15 Prozent, oder steigt sie wieder? Ebenso zählt, ob sich die Erholung des KOSPI und die Stabilisierung der US-Aktien fortsetzen.

Die Kursstützung steht damit neben einem klaren Gegenrisiko: Steigende Anleiherenditen könnten die Risikobereitschaft erneut dämpfen, selbst wenn die Zinserhöhungswetten zunächst nachlassen. Die kommenden Bewegungen an Aktien- und Anleihemärkten liefern daher wichtige Hinweise darauf, ob Bitcoin die Marke von 80.000 Dollar behaupten kann.

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Christoph Peterson
Christoph Peterson
Krypto Redakteur

Vor einigen Jahren hat Christoph das Thema Kryptowährungen für sich entdeckt und ist seither leidenschaftlich als Autor und Enthusiast in diesem Bereich aktiv. Sein Interesse gilt vor allem den Themen Kryptowährungen, Blockchain-Technologie und Security Token Offerings (STOs). Als regelmäßiger Autor... Mehr lesen

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