CleanSpark stellt seine monatlichen Mining-Updates ein und will Produktions- und Treasury-Daten künftig quartalsweise veröffentlichen. Für September meldete das Unternehmen 529 BTC nach 593 BTC im August; zugleich sank der Bitcoin-Bestand von 13.703 auf 13.530 BTC. Damit erhalten Anleger operative Kennzahlen seltener – obwohl die Produktion zuletzt nachgab.
Das Wichtigste im Überblick:
- CleanSpark förderte im September 529 BTC, knapp 11 Prozent weniger als im August.
- Die monatlichen Mining-Updates werden durch eine quartalsweise Berichterstattung ersetzt.
- BitFuFu meldete weniger Gesamtproduktion, Canaan blieb bei 44 BTC stabil.
Verkäufe übertrafen CleanSparks September-Produktion
Laut den operativen Angaben, über die The Block berichtete, verkaufte CleanSpark im September 2 BTC am Spotmarkt und lieferte weitere 700 BTC im Zusammenhang mit ausgeübten Call-Optionen. Für diese Transaktionen nannte das Unternehmen einen durchschnittlichen Preis von 72.928 US-Dollar je Bitcoin.
Insgesamt standen damit 702 BTC an Verkäufen und Lieferungen einer Monatsproduktion von 529 BTC gegenüber. Die Differenz von 173 BTC entspricht dem Rückgang des Bestands auf 13.530 BTC zum Monatsende, gegenüber 13.703 BTC Ende August. Der Monatsvergleich zur Bitcoin-Produktion von CleanSpark und BitFuFu zeigt, wie unterschiedlich sich die Kennzahlen der Miner entwickelten.
Die Umstellung auf Quartalsberichte fällt mit dem Ausbau des Sandersville-Rechenzentrums in Georgia zusammen. CleanSpark teilte mit, die monatlichen Mining-Updates einzustellen; die Zahlen sollen künftig im Rahmen der Quartalsberichterstattung erscheinen. Im Zusammenhang mit dem Ausbau meldete das Unternehmen außerdem den Abschluss einer vorrangig besicherten Anleihefinanzierung über 2,276 Milliarden US-Dollar.
BitFuFu rutscht ab, Canaan hält die Produktion konstant
Bei BitFuFu fiel die Gesamtproduktion im September auf 167 BTC von 174 BTC im August. Dabei entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich: Das Self-Mining stieg von 88 auf 98 BTC, während die Cloud-Mining-Produktion von 86 auf 69 BTC zurückging.
Canaan meldete dagegen unverändert 44 BTC – damit endete eine Folge von drei monatlichen Rückgängen. Im Donnerstagssnapshot vom 15. Oktober notierte die CleanSpark-Aktie laut The Block bei 8,76 US-Dollar und lag seit Jahresbeginn mehr als 24 Prozent im Minus. BitFuFu wurde mit 1,27 US-Dollar angegeben; der Rückgang seit Jahresbeginn betrug mehr als 54 Prozent. Diese Momentaufnahmen beschreiben die genannten Kurse und Verluste, belegen aber für sich genommen keine Ursache für die Aktienentwicklung.
Auch bei den Bitcoin-Beständen verlief der Monat unterschiedlich: BitFuFu erhöhte seine Reserve von 1.373 auf 1.388 BTC, Canaan von 1.868 auf 1.875 BTC. Der operative Druck im Mining-Geschäft hängt unter anderem von Erlösen und Kosten ab; eine Einordnung zu Hashpreis und KI-Infrastruktur beleuchtet diesen wirtschaftlichen Kontext.
Äthiopien-Deal bei BitFuFu bleibt offen
BitFuFu verwies auf Unsicherheit bei der geplanten Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an einem äthiopischen Mining-Unternehmen mit einer Anlage von 80 Megawatt. Der Abschluss war noch offen, weil erforderliche Bedingungen nicht erfüllt waren. BitFuFu hatte nach eigenen Angaben 4,1 Millionen US-Dollar an die Verkäufer gezahlt und rund 13.700 Antminer-S19-Geräte am Standort eingesetzt.
Zusätzlich drohte ein Konflikt mit dem Stromlieferanten: Dieser habe am 28. September die Übernahme verpfändeter Geräte und Vermögenswerte angekündigt, falls eine umstrittene Zahlung nicht innerhalb von zehn Tagen eingehe. BitFuFu prüfte nach eigener Darstellung unter anderem einen Abbruch der Transaktion, ein Schiedsverfahren und die Rückholung der Maschinen.
Canaan meldete parallel, sein acht Megawatt starkes nordisches Wärmeprojekt vollständig in Betrieb genommen zu haben. Zurückgewonnene Rechenwärme versorgt dem Unternehmen zufolge rund 2.800 Haushalte. Ein entsprechendes Projekt für Gewächshäuser in Kanada steht noch unter dem Vorbehalt von Standortinspektionen.
Für Anleger rücken damit die nächsten Quartalsberichte von CleanSpark in den Mittelpunkt: Sie werden die erste reguläre Aktualisierung nach dem Ende der monatlichen Mining-Updates liefern. Im Blick bleiben dabei sowohl Produktion und Bitcoin-Bestand als auch der weitere Ausbau in Sandersville; bei BitFuFu ist weiterhin ungeklärt, ob der Äthiopien-Deal zustande kommt oder in eine Beendigung beziehungsweise ein Schiedsverfahren mündet.
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