Strive will mit einem erweiterten Vorzugsaktienangebot bis zu 630 Millionen US-Dollar einnehmen und damit weiteren Spielraum für Bitcoin-Käufe schaffen. Der Ausbau der Reserve auf 35.595 BTC veranlasste TD Cowen zugleich, das Kursziel für die Aktie anzuheben – während Warrants und mögliche Verwässerung Anleger weiter beschäftigen.
Das Wichtigste im Überblick:
- Strive plant ein SATS-Angebot über sieben Millionen Vorzugsaktien zu je 90 US-Dollar und peilt einen Erlös von 630 Millionen US-Dollar an.
- Der Bitcoin-Bestand stieg von rund 28.000 BTC Ende September auf 35.595 BTC, laut den Berichten im Wert von etwa 2,9 Milliarden US-Dollar.
- TD Cowen erhöhte sein Kursziel von 44 auf 56 US-Dollar; der Analyst erwartet nach dem Ende der 27-Dollar-Warrant-Ausübungen weniger entsprechenden Verkaufsdruck.
Strive erweitert die Finanzierung für weitere BTC-Käufe
Das geplante Angebot umfasst sieben Millionen SATS-Vorzugsaktien zu je 90 US-Dollar. Strive will damit 630 Millionen US-Dollar aufnehmen; der Abschluss wird für den 20. Oktober erwartet. Das Unternehmen plant nach den vorliegenden Berichten außerdem, ausreichend Barmittel für rund 18 Monate an Dividendenzahlungen zurückzuhalten.
Der Einsatz der Erlöse ist für Aktionäre entscheidend: TD Cowen sieht in der bevorzugten Aktienfinanzierung zusätzlichen Spielraum für weitere Bitcoin-Käufe, ohne dafür zwingend neue Stammaktien auszugeben. Das kann die unmittelbare Verwässerung der Stammaktionäre begrenzen, beseitigt aber nicht die Kosten und Verpflichtungen, die mit Vorzugsaktien verbunden sind.
Der SATS-Plan steht im Zusammenhang mit einer bereits deutlich gewachsenen Treasury. Strives Reserve stieg von etwa 28.000 BTC zum Ende September auf 35.595 BTC; nach den Berichten entspricht der Bestand bei den dort zugrunde gelegten Marktpreisen rund 2,9 Milliarden US-Dollar. Die Entwicklung reiht sich in den schnellen Ausbau von Strives Bitcoin-Reserve ein.

Mehr Bitcoin, höheres Kursziel – aber auch Verwässerung
TD Cowen hob das Kursziel für die Strive-Aktie von 44 auf 56 US-Dollar an. Als wesentlichen Grund nannten die Analysten die Käufe der vergangenen zwei Wochen: Sie übertrafen bereits die Menge, die TD Cowen zuvor für das gesamte vierte Quartal eingeplant hatte. Die Käufe umfassten laut den Berichten 3.311 BTC am 13. Oktober und weitere 2.822 BTC am 14. Oktober.
Damit kommt Strive auf den viertgrößten Bitcoin-Bestand unter den börsennotierten Unternehmen, wie die Berichte einordnen. Der Zuwachs stärkt zwar die sichtbare BTC-Reserve des Unternehmens; er sagt für sich genommen aber nicht aus, wie viel Bitcoin wirtschaftlich auf jede einzelne Stammaktie entfällt. Dafür ist auch die Zahl der ausstehenden beziehungsweise verwässerten Aktien relevant.
Warrants sind Rechte, mit denen Anleger Aktien zu festgelegten Bedingungen erwerben können. Werden sie ausgeübt, können zusätzliche Aktien entstehen und den Anteil bestehender Aktionäre am Unternehmen verkleinern. TD Cowen erwartet, dass der warrantbedingte Verkaufsdruck nach dem Ende der Ausübungen im Zusammenhang mit den 27-Dollar-Warrants nachlässt. Das ist eine Analysteneinschätzung, keine Garantie für eine Erholung der Aktie.
Die Kursreaktion unterstreicht diese Spannung: Strive schloss am Freitag, dem 16. Oktober, laut den Berichten 6,6 Prozent tiefer bei 23,96 US-Dollar. Seit Jahresbeginn lag die Aktie dennoch mehr als 38 Prozent im Plus. Während die Bitcoin-Reserve wächst, können Ausübungen und Verkäufe von Aktien den Kurs kurzfristig belasten. Die Bedeutung von Finanzierung und Verwässerung für Unternehmen mit Bitcoin-Reserve zeigt sich auch bei anderen Treasury-Modellen.
Der nächste Prüfpunkt ist der Abschluss am 20. Oktober
Die Anhebung des Kursziels spiegelt TD Cowens Einschätzung wider, dass das höhere Kauftempo und ein möglicher Rückgang warrantbedingten Drucks die Bewertung stützen. Für die tatsächliche Entwicklung bleiben jedoch sowohl der Abschluss des SATS-Angebots als auch Strives Umgang mit dem Erlös relevant. Der geplante Abschluss am 20. Oktober ist damit der nächste konkrete Termin; danach werden weitere Unternehmensmeldungen zeigen, ob und in welchem Umfang neues Kapital in zusätzliche Bitcoin fließt.
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