Die US-Spot-Bitcoin-ETFs haben in der Woche zum 25. September rund 2,4 Milliarden Dollar netto eingesammelt – die stärkste Woche seit Oktober 2025. Das reicht aus, um die Jahresbilanz 2026 erstmals von Minus auf Plus zu drehen, während sich der Bitcoin-Kurs im selben Zeitraum kaum bewegte: Am 26. September notierte er um 20:53 UTC bei 83.953 Dollar beziehungsweise 73.701 Euro, ein Plus von nur 0,04 Prozent binnen 24 Stunden.
Das Wichtigste im Überblick:
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der Woche zum 25. September rund 2,4 Milliarden Dollar Netto-Zuflüsse
- Die Jahresbilanz 2026 liegt nach dieser Rechnung bei plus 934,1 Millionen Dollar, nach Monaten im Minus
- Die Tageszuflüsse fielen innerhalb der Woche um rund 87 Prozent, von 998,95 Millionen auf 134,46 Millionen Dollar
- Der Bitcoin-Kurs blieb mit einem Plus von 0,04 Prozent binnen 24 Stunden auffällig ruhig
- Andere Auswertungen kommen auf abweichende Wochen- und Jahreswerte, was vor allem am Stichtag und der Abgrenzung liegt
2,4 Milliarden Dollar in einer Woche: Was die ETF-Zahlen zum 25. September zeigen
Ein Netto-Zufluss ist die Differenz aus neu geschaffenen und zurückgegebenen Fondsanteilen an einem Handelstag, umgerechnet in Dollar. Steigt diese Zahl, musste der Fonds am selben Tag Bitcoin zukaufen; sinkt sie unter Null, musste er verkaufen. Genau deshalb schauen Marktbeobachter auf die gesamte Reihe und nicht auf einen einzelnen Tag.
Für die Woche zum 25. September nennt The Block rund 2,4 Milliarden Dollar Netto-Zufluss in die US-Spot-Bitcoin-ETFs, andere Auswertungen kommen auf 2,39 Milliarden Dollar. Die Jahresbilanz 2026 liegt nach dieser Rechnung bei einem Plus von 934,1 Millionen Dollar, nachdem die Fonds das gesamte Jahr über im Minus gestanden hatten. Wer sich mit den Details vergangener wöchentlichen Zuflüssen bei Bitcoin-ETFs beschäftigt hat, erkennt darin ein Muster: Einzelne starke Tage prägen die Wochensumme stärker als eine gleichmäßige Nachfrage.
Die Tagesreihe dahinter ist aufschlussreicher als die Wochensumme. Am 21. September flossen den Fonds 998,95 Millionen Dollar an einem einzigen Tag zu, am 25. September waren es nur noch 134,46 Millionen Dollar, davon 96,99 Millionen bei BlackRocks IBIT und 49,32 Millionen bei Fidelitys FBTC. Eine separate Siebentagesreihe bis zum 25. September wird mit 2,9783 Milliarden Dollar angegeben, wobei jeder einzelne Tag darin oberhalb von 100 Millionen Dollar lag – diese drei Zahlen, 2,4 Milliarden, 2,39 Milliarden und 2,9783 Milliarden Dollar, beziehen sich auf unterschiedliche Zeiträume und sollten nicht gleichgesetzt werden.
Marktreaktion: Rekordzuflüsse, kaum Bewegung beim Bitcoin-Kurs
Der Tageswert vom 25. September lag rund 87 Prozent unter dem Wert vom Wochenbeginn. Trotz dieses Rückgangs blieb der Kurs bemerkenswert stabil: Bitcoin notierte am 26. September um 20:53 UTC bei 83.953 Dollar oder 73.701 Euro, ein Plus von lediglich 0,04 Prozent binnen 24 Stunden.
Eine Rekordwoche bei den Fondszuflüssen und ein Kurs, der sich kaum bewegt – diese Kombination ist der eigentliche Befund der Woche. Sie deutet darauf hin, dass sich starke ETF-Nachfrage nicht automatisch und unmittelbar in Kursbewegungen übersetzt, was für die Einordnung institutioneller Kapitalströme im aktuellen Bitcoin-Zyklus relevant ist.
Warum die Zahlen je nach Auswertung auseinandergehen
Wer mehrere Auswertungen nebeneinanderlegt, findet keine einheitliche Zahl. Der Cryptonomist berichtete am 26. September von sechs Zuflusstagen in Folge mit zusammen 2,84 Milliarden Dollar und bezifferte die Jahresbilanz auf knapp 800 Millionen Dollar, während The Block für die Woche auf 2,4 Milliarden und für das Jahr auf 934,1 Millionen Dollar kommt.
Die Spanne liegt beim Jahreswert also zwischen rund 800 und 934 Millionen Dollar, bei der Zuflussserie zwischen sechs und sieben Tagen. Nach Darstellung der Quelle sind diese Abweichungen kein Widerspruch in den Daten, sondern eine Frage des Stichtags und der Abgrenzung, mit der jeweilige Anbieter ihre Reihen schließen.
Was als Nächstes zu beobachten ist
Entscheidend wird sein, ob die kommenden Wochenauswertungen die aktuelle Zuflussserie bestätigen oder ob sich der beobachtete Rückgang der Tageswerte fortsetzt. Ebenso lohnt ein Blick darauf, ob sich der Bitcoin-Kurs mit einiger Verzögerung an die ungewöhnlich starken Fondsdaten anpasst, oder ob beide Größen weiterhin auseinanderlaufen. Für Anleger in Deutschland bleibt zudem wichtig: Der direkte Zugang zu diesen US-Fonds ist ihnen weiterhin verwehrt, unabhängig davon, wie die Jahresbilanz 2026 am Ende ausfällt.
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