Mit einem Kursplus von 3,5 Prozent in den letzten 24 Stunden treiben die Bullen die Bodenbildung voran. Bis dato bleibt die jüngste Entwicklung eine erste Stabilisierung. Denn die letzte Gegenbewegung wurde auch umgehend abverkauft, als neue FUD rund um die Mt.Gox-Transaktionen aufkam. Dennoch preist der Markt eben sukzessive die negativen News ein und könnte hier bald vor einer Trendwende stehen.
Untergeordnet hat sich im Stunden-Chart eine neue Range etabliert. Der jüngste Abverkauf markierte ein höheres Tief. Ein Sprung über die 58.800 US-Dollar würde das Chartbild weiter aufhellen, was sich auch in den höheren Zeiteinheiten auswirken würde.
In einer neuen Analyse von Glassnode haben sich die Analysten angeschaut, was für ein Bitcoin-Comeback wirklich erforderlich ist.
Bitcoin: Wie rentabel ist der Markt?
Glassnodes aktuelle Analyse zeigt, dass der Rückgang des Bitcoin-Preises auf die 60.000-Dollar-Marke bei vielen Investoren im digitalen Vermögensbereich Angst und eine bearische Stimmung ausgelöst hat. Im Anschluss ging es sogar noch deutlich weiter nach unten. Dieses Phänomen trete häufig auf, wenn die Marktvolatilität abnimmt und eine gewisse Apathie eintrete. Trotz dieser Unsicherheit bleibt laut dem MVRV-Verhältnis die Gesamtrentabilität der Investoren relativ hoch, da der durchschnittliche Coin immer noch das Doppelte seines ursprünglichen Wertes offenbart. Grundsätzlich bleibe der Markt also euphorisch.
Die jüngste Analyse zeigt weiterhin, dass Coins mit Gewinn einen durchschnittlichen unrealisierten Gewinn von 41.300 US-Dollar bei einer Kostenbasis von etwa 19.400 US-Dollar aufweisen. Diese Zahlen werden durch langfristige Halter und verlorene Coins natürlich beeinflusst. Die Bitcoins mit Verlust hingegen weisen einen durchschnittlichen unrealisierten Verlust von 5.300 US-Dollar bei einer Kostenbasis von etwa 66.100 US-Dollar auf.
Das Verhältnis von unrealisiertem Gewinn zu Verlust ist 8,2-mal höher, was typischerweise in euphorischen Bullenmärkten auftritt. Grund zur Sorge geben diese Daten also nicht.
Bitcoin Ausblick: Diese Kurszonen sind entscheidend
Ferner haben sich die Analysten auch mit den nun entscheidenden Kurszonen beschäftigt.
Wichtige Kurslevel wurden identifiziert, die das Verhalten der Investoren beeinflussen könnten. Ein Ausbruch unter 58.000 bis 60.000 US-Dollar würde viele kurzfristige Halter in die Verlustzone bringen und unter das 200-Tages-Durchschnittsniveau fallen. Dies geschah übrigens unmittelbar nach der Analyse von Glassnode. Insoweit gab es eine deutliche Ausweitung der Korrektur.
Der Bereich zwischen 60.000 und 64.000 US-Dollar zeige weiterhin eine seitwärts gerichtete Marktunsicherheit. Hier müsse es nun das Ziel der Bullen sein, Bitcoin erneut über die psychologische Kursmarke zu bringen.
Ein entscheidender Anstieg über 64.000 US-Dollar würde viele Short-Term-Halter wieder in die Gewinnzone bringen. Wenn 64.000 US-Dollar erreicht werden, dürfte Euphorie ergo wieder zunehmen. Dann scheint ein neues Allzeithoch nur eine Frage der Zeit.
Von BKA bis Futures-Markt: Das ist für Bitcoin im Juli wichtig
Natürlich beschäftigen sich auch andere Experten mit dem Bicoin in der aktuellen Gemengelage. Der führende Analyst Willy Woo analysierte in einem neuen Beitrag auf X den aktuellen Bitcoin-Markt und sieht eine komplexe, aber potenziell günstige Lage.
Der Bitcoin Hash Ribbons Indikator, der das Verhältnis zwischen dem 30-tägigen und 60-tägigen gleitenden Durchschnitt der Hashrate misst, offenbare eine fortgesetzte Miner-Kapitulation. Miner verkaufen weiterhin ihre Bestände, wie nach jedem Halving üblich. Diese Phase, in der schwächere Miner aufgeben, kann eine gesündere Marktstruktur schaffen. Der Verkauf von 10.000 BTC durch das deutsche BKA und die bevorstehenden Mt.Gox-Auszahlungen erzeugen Unsicherheit im Markt. Dies gelte es, weiterhin zu berücksichtigen.
Trotz dieser kurzfristigen Unsicherheiten zeigen Bitcoin-Spot-ETFs stabile Zuflüsse und akkumulieren BTC, was auf ein langfristiges Akkumulationsmuster hindeutet. Dies deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger Positionen aufbauen. Augenscheinlich werden hier erste Buy-the-Dip-Strategien implementiert.
Im Futures-Markt bleibe demnach die Spekulation hoch, was den Preisanstieg erschwert. Es wurden 140.000 zusätzliche „Paper-Bitcoins“ geschaffen, während das Spot-Angebot stabil blieb. Dies belastet den Markt weiterhin. Denn zuletzt wurden trotz massiver Korrekturen immer wieder neue Longs in den Markt gebracht. Dies erschwere eine nachhaltige Bodenbildung, wenn der Futures-Markt hier ein synthetisches Ungleichgewicht erzeugt.
Dennoch bleibt der Analyst übergeordnet optimistisch. Denn der Gesamtmarkt bleibe bullisch und befinde sich in einer ausgeprägten Konsolidierung. Diese Phase bietet langfristigen Investoren womöglich eine günstige Chance. Ein Rückgang auf 47.000 US-Dollar sei zwar möglich, doch mittelfristig dürfte der Bullenmarkt Fortsetzung finden.
Market overview of the current state of #Bitcoin demand and supply.
– miners ⛏️
– German govt 🤡
– ETFs 🏦
– Futures 🎲🎰Punctuated in emojis for ELI5ers.
🧵
— Willy Woo (@woonomic) July 8, 2024
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